Für den ehemaligen Eintracht-Keeper Ralf Fährmann sind Spiele mit Schalke im Waldstadion natürlich immer noch etwas Besonderes.
Für den ehemaligen Eintracht-Keeper Ralf Fährmann sind Spiele mit Schalke im Waldstadion natürlich immer noch etwas Besonderes.

Als Ralf Fährmann im Sommer 2009 von seinem Heimatverein Schalke 04 nach Frankfurt wechselte, kam er als Hoffnungsträger an den Main. Während er auf Schalke hinter der damaligen unumstrittenen Nummer eins, Manuel Neuer, keine Chance hatte, sollte er bei der Eintracht eigentlich Oka Nikolov den Posten im Tor streitig machen. Doch noch in der Vorbereitung auf die Spielzeit brach er sich die Hand und kam erst am 12. Spieltag bei der 0:4-Pleite in Leverkusen erstmals zum Einsatz.

Im Abstiegsjahr 2011 setzte ihn Trainer Christoph Daum zwar in den letzten Spielen ein, den Gang in die Zweitklassigkeit konnte aber auch Fährmann nicht mehr verhindern. Nach dieser für die Eintracht enttäuschenden Saison ging der Keeper zurück nach Schalke, wo der Platz im Tor inzwischen für ihn frei war – Neuer wechselte zu den Bayern. Seitdem ist er bei den Königsblauen die Nummer eins.
Wenn er am Sonntagabend mit Schalke gegen seinen ehemaligen Klub im Waldstadion antritt, will Fährmann natürlich die Punkte mit nach Gelsenkirchen nehmen. Dennoch hofft er, dass die Eintracht noch rechtzeitig die Kurve bekommt und die Abstiegssorgen abschütteln kann. SGE4EVER.de hat mit dem 27-Jährigen vor der Partie gesprochen.

SGE4EVER.de: Hallo Ralf, willkommen zurück in Frankfurt! Mit deinem Wechsel von der Eintracht nach Schalke hast du ja alles richtig gemacht, oder?
Ralf Fährmann: Für mich und meine persönliche Entwicklung war die Rückkehr zu Schalke der absolut richtige Schritt. Als ich damals mit 13 Jahren zu Schalke gekommen bin, war es immer mein Ziel, hier irgendwann mal die Nummer eins zu werden. Deshalb bin ich natürlich glücklich.

Inwiefern unterscheidet sich Eintracht Frankfurt von Schalke 04?
Beide Clubs verbindet eine große Tradition und eine enthusiastische Fankultur. Der große Unterschied ist sicherlich, dass auf Schalke die Ansprüche noch größer sind als in Frankfurt.

Verfolgst du die Eintracht noch regelmäßig?
Seinen Ex-Verein hat man immer ein bisschen im Blick. Viele meiner damaligen Mitspieler sind aber nicht mehr für die Eintracht aktiv, sodass der Kontakt natürlich nachgelassen hat.

Vor welchem Frankfurter Stürmer fürchtest du dich am meisten?
„Furcht“ ist der falsche Begriff. Frankfurt verfügt über eine gefährliche Offensive, besonders müssen wir auf Alex Meier achten. Er ist ein klassischer Knipser, der im Abschluss nicht lange fackelt.

Fällt dir spontan eine wichtige Eigenschaft ein, die du von Oka Nikolov mit auf den Weg bekommen hast?
Die Zeit mit Oka hat mich geprägt. Speziell seine Loyalität zum Verein hat mich beeindruckt. Wir waren Konkurrenten, haben uns aber nie bekriegt oder ähnliches. Im Gegenteil: Er war mit seiner großen Erfahrung stets ein hilfreicher Ratgeber.

Bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf von Schalke zufrieden und auf welchem Platz stehen Schalke und die SGE am Saisonende?
Wir sind mitten im Rennen um die internationalen Ränge und wollen es bis zum Saisonende auch bleiben. Die Eintracht hat auch einen starken Kader. Ich gehe davon aus, dass die Adler die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen werden.

Was ist dein Tipp für die Partie in Frankfurt?
Mit Tipps tue ich mich eher schwer. Ich wünsche mir aber einen Sieg meiner Mannschaft – das ist doch klar.

- Werbung -

2 Kommentare

  1. Wenn die Eintracht etwas mit der Nationalmannschaft verbindet, dann die Tatsache, dass wir auf der Torhüterposition (meines Wissens) noch nie ein Problem hatten und hier ausschließlich top Leute im Kasten standen. Auch wenn Fährmann aktuell einer der besten ist, hat er es nicht an Oka vorbeigeschafft. Nachdem ich mich bei der Trainerkritik ja auch nicht zurückhalte hier mal ein ausdrückliches Lob sowohl an die Scouts als auch an die Torwarttrainer der Eintracht – die scheinen hier nen echt guten Job zu machen!

  2. Leider war er in seiner Zeit bei unserer SGE nicht in der Form wie er sie heute hat. Damals war er ebenfalls deutlich am Abstieg beteiligt. Ich erinnere mich da, an den geschenkten Elfer gegen Schalke und seine(n) Patzer gegen Stuttgart, die uns damals Punkte gekostet haben.
    Belegen kann ich es nicht mehr, aber ich hatte damals die Punkte, die er uns gekostet hat zusammengerechnet und mit diesen hätte es (rechnerisch) zum Klassenerhalt gereicht. Das hat mich damals schon sehr geärgert, weil ich schon zu dieser Zeit große Stücke auf ihn hielt.

Keine Kommentare mehr möglich.

- Werbung -