Marcel Wenig war einer der besten Spieler auf dem Platz. (Foto: IMAGO / Eibner)

Am heutigen Dienstagabend stand für die wieder eingeführte zweite Mannschaft der SGE das zweite Spiel in der Hessenliga an.

Dabei trat die Mannschaft von Trainer Kristjan Glibo zuhause gegen Viktoria Griesheim an und wollte hier nach der bitteren 1:2-Auftaktpleite gegen Bayern Alzenau die ersten Punkte der Saison einfahren. Und dieses Vorhaben gelang, denn am Ende stand ein klarer, aber auch in der Höhe verdienter 5:0-Sieg auf der Anzeigetafel des Sportparks Dreieich, wo die U21 ihre Heimspiele austrägt. Trainer Glibo schickte eine leicht veränderte Elf in das Spiel, unter anderem stand Diant Ramaj im Tor für die SGE: Ramaj – Otto, Alikhil, Nacho, Loune, Brauburger, Bobson, Wachs, Sejdovic, Cassaniti, Wenig.

Das Spiel startete mit einer SGE, die sich in den ersten Minuten defensiv beweisen musste, gleich zwei Ecken für die Griesheimer Gäste blieben aber ereignislos. Das erste Mal wurde die SGE dann in der fünften Minute gefährlich, ein Schuss von Divaio Bobson wurde aber geblockt, anschließend schoss Marcel Wenig aus aussichtsreicher Position am Sechzehner aber über das Tor. Und die Eintracht gab weiter Gas, in der 9. Minute die bis dahin größte Chance, als Nacho Ferri aus kurzer Distanz an Griesheims Keeper scheiterte. Bei der darauffolgenden Ecke war es dann aber so weit: Nach einem Schuss von Maxi Brauburger konnte Griesheim-Torwart Derwein nur nach vorne abklatschen lassen, Wenig stand goldrichtig und schob zum 1:0 ein.

Entscheidung schon vor der Pause

Und die SGE gab weiter Vollgas und schnürte die Gäste in deren Hälfte ein, hatte mehrere Chancen – und belohnte sich mit dem 2:0 durch Bobson, der eine starke Vorlage von Nacho Ferri in den Rückraum mit einem satten und platzierten Schuss veredelte. Und jetzt hatte die Eintracht richtig Blut geleckt: in der 35. Minute kombinierte sich die SGE stark durch das Mittelfeld, Cassaniti trieb den Ball nach vorne und steckte genau im richtigen Moment auf Nacho durch, der eiskalt vollstreckte und bereits auf 3:0 stellte. Mit diesem Stand ging es in die Kabine.

Direkt nach Wiederanpfiff hätte die SGE erhöhen können, Bobson jagte den Ball aus wenigen Metern aber über das Griesheimer Gehäuse. Und auch die nächste Großchance gehörte der SGE, Nacho schob den Ball nach starkem eigenen Ballgewinn aber um rund einen Meter am Tor vorbei. Und jetzt betrieb die SGE wahrlich Chancenwucher, denn nur kurze Zeit später war Bobson auf und davon, scheiterte ebenso wie sein Sturmkollege am Griesheimer Keeper. Die Eintracht bekam jetzt noch mehr Platz, da sich Griesheim mehr traute und so das ein oder andere Mal ins offene SGE-Messer lief.

SGE schraubt das Ergebnis nach oben

In der 69. Minute dann wieder eine solche Situation, als die SGE mit vier Spielern einen Konter gegen zwei Griesheimer Abwehrmänner fahren konnte. Am Ende kam der Ball zu Marcel Wenig, der mit seinem zweiten Tor des Tages auf 4:0 stellte. Und weiter ging es: Nur drei Minuten später legte Marcel Wenig auf Loune auf, der von der Sechzehnerlinie vollendete, nachdem er einen Abwehrspieler der Griesheimer aussteigen ließ – ein klasse Treffer zum 5:0. Im Anschluss ließ es die SGE – auch durch viele Wechsel von Trainer Glibo – deutlich ruhiger angehen und den Griesheimern etwas Luft zum Atmen. Dadurch blieb es beim 5:0, das auch in der Höhe verdient war und den Mannen mit dem Adler auf der Brust die ersten drei Punkte der Saison bescherte.

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3 Kommentare

  1. Klasse Jungs – mit eurem Potential könnt ihr viel erreichen, aber neben den spielerisch & technischen Finessen nicht das Arbeiten vergessen, denn Fußball besteht auch größtenteils aus Maloche.
    Viel Glück auf euerm Weg! Ich glaube an euch & das Trainerteam! Ihr macht das und der Ein oder Andere
    mag eine große Karriere vor sich haben. Glaubt an euch wie ich es tue!

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  2. Die Verantwortlichen fordern es zwar nicht, aber die Hessenliga Meisterschaft sollte durchaus drin sein. Immerhin ist ne Landesliga recht semi-professionell, viele Spieler haben neben dem Fußball noch ein zweites Standbein, weil die Fußballkarriere allein nicht einträglich genug ist. 90% aller Spieler haben keinen großen Marktwert, sondern gehen höchstens ablösefrei für eine festgelegte Ausbildungsentschädigung. Zudem hat Corona diese kleinen Vereine ohne Fernsehgelder und ohne besonderes Merchandising noch härter getroffen als die großen Clubs. Die Eintracht hat da schon n gewaltigen Vorteil.

    Allerdings ist selbst mit einem Spitzenkader für die Hessenliga auch bei Gewinn der Meisterschaft noch nicht der Aufstieg in die Regionalliga gesichert, denn meines Wissens werden die Aufsteiger in Playoffs aus allen Bundesländern ermittelt, weiß da jemand genaueres? Das wäre vielleicht auch einen sge4ever-Artikel wert, denn ich denke, den meisten Lesern sind die genauen Aufstiegsvorrausetzungen nicht bewusst.

    Der Aufstieg in die deutlich professionellere Regionalliga ist ja für das Werben um Talente ein wichtiger Faktor. Den neuen Verantwortlichen ist das natürlich absolut zuzutrauen, es ist ein unglaubliches Glück, dass die Eintracht II nicht in der Stadtunterliga starten muss oder was auch immer die niedrigste Spielklasse ist. Der Aufstieg wäre die endgültige Wiedergeburt der zweiten Mannschaft!

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