Der Deutsche Bank Park dürfte bald ein neues Stadionerlebnis bieten – nicht nur wegen der Topleistungen auf dem Platz.

Die Eintracht verzückt derzeit auf dem Platz und ist vor dem Topspiel gegen Bayern München noch ungeschlagen in diesem Jahr. Doch längst ist die „launische Diva“ nicht nur auf dem Platz auf Kurs Champions League. Auch rund um die Mannschaft tut sich Gewaltiges. Das Branchenmagazin „Sponsors“ nannte die SGE jüngst das „spannendste Projekt im deutschen Fußball“. Denn in Sachen Digitalisierung schicken sich die Adler an, europaweit neue Maßstäbe zu setzen. Gemeinsam mit ihren Sponsoren basteln die Hessen an der Eintracht 2.0. – und wandeln dabei auf den Spuren digitaler Plattformen wie Amazon, Facebook oder Uber. Statt nur als Werbefläche auf der Trikotbrust oder im Stadionumlauf arbeitet der Klub an innovativen Partnerschaften. Erst kürzlich verkündete der Verein eine solche mit Mastercard. Ziel sei ein regionales digitales Ökosystem, mit dem digitales Bezahlen vereinfacht und der Handel im Rhein-Main-Gebiet gestärkt werden soll, hieß es in der Mitteilung.

Eintracht 2.0. wird zur digitalen Plattform

Der zweite beteiligte Player ist die Deutsche Bank. Das größte Kreditinstitut Deutschlands hat sich für ca. 40 Millionen Euro nicht nur bis 2027 die Namensrechte am Waldstadion und dem Areal gesichert, sondern auch eine Innovationspartnerschaft mit den Hessen auf den Weg gebracht. Gemeinsam mit Mastercard bastelt man an einem offenen Bezahlsystem, welches das Leben der Eintracht-Fans in allen Bereichen abdecken soll. Der Kartenkauf für Heim- und Auswärtsspiele, Stadionwurst und Bier, RMV-Ticket und Fanartikel – all das soll schon im Frühjahr über die Eintracht-App möglich sein. Stadionbesucher und Fans können dann mithilfe einer Wallet in ihrem Smartphone überall digital bezahlen – die Eintracht-App soll bankenunabhängig funktionieren.

Hellmann verspricht hohe Standards

Doch wie „Bild“ berichtet, soll es dabei nicht bleiben. Denn auf der Eintracht-Plattform können Sponsoren bald für ihre Produkte werben – und beispielsweise mit Rabattaktionen gezielt Eintracht-Fans ansprechen. Zielgruppen-Marketing at it’s best! Doch nicht nur dem Club und seinen Partnern, sondern auch Dritten wie anderen Sportclubs, Event-Veranstaltern oder Unternehmen könnte zukünftig die Plattform zur Verfügung stehen. So würde die SGE zusätzliche Einnahmen generieren und sich unabhängiger vom sportlichen Erfolg machen.

Federführend daran arbeitet die 100-prozentige Tochtergesellschaft EintrachtTech. Mit dabei auch ein Datenbeirat bestehend aus Fans, Mitgliedern und Partnern. Denn dass es bei den Fans angesichts der neuen Plattform Vorbehalte geben könnte – vor allem in Puncto Datenschutz – scheint den Bossen bewusst. Finanzvorstand Axel Hellmann zu „Bild“: „Wir werden nicht zur Datenkrake wie andere! Im Gegenteil, wir haben einen sehr hohen Standard an Sicherheit ausgehandelt.“ Seine Hoffnung: „Eintracht wird in dieser Welt der Marktplätze profitieren. Nur so können wir als Traditionsklub wettbewerbsfähig bleiben, die Fan-Kultur als unsere Basis erhalten und von großen Multis unabhängig bleiben.“

„Internet der Dinge“ im Waldstadion?

Die geplanten Neuerungen sind nur ein erster Schritt. Ein Digitalzentrum, die sogenannte „Arena of IoT“, erforscht Lösungen des „Internets der Dinge“ – wie Besucherströme im Stadion besser gelenkt oder Energie- und Facility-Management optimiert werden können. Die Arena im Deutsche Bank Park wird zum kleinen Versuchsobjekt – sobald endlich wieder Fans kommen können. Wo ist die kürzeste Warteschlange bei den Toiletten oder dem Halbzeit-Snack? Auf Fragen wie diese könnten Fans bald mithilfe der neuen Technologie Antworten erhalten. Auch andere Partner sind bei der Digitalisierungsoffensive der SGE beteiligt. Mit Kaspersky ist ein Experte für Cybersecurity an Bord. Und gemeinsam mit der Mobilitätsplattform Uber arbeitet die SGE an einer Lösung, wie An- und Abreise von Fans nach Corona erleichtert werden können.

Die klugen Köpfe für die Digitalisierung fördert die Eintracht dafür höchst selbst. Zusammen mit Ärmelsponsor DPD aus Aschaffenburg engagieren sich die Hessen im „TechTalents“-Nachwuchsprogramm, bei dem die digitalen Köpfe der Metropolregion gefördert werden. „Talentförderung ist für alle Unternehmen wichtig. Daran ändert auch jetzt die durch Corona veränderte Situation am Arbeitsmarkt nichts“, sagte DPD-Deutschland Chef Eric Malitzke über das Engagement.

Indeed verdreifacht Bekanntheit dank SGE

Und dass die Eintracht zieht, zeigt sich an Hauptsponsor Indeed, die den Hessen rund 7,5 Millionen pro Jahr zahlen. Das Jobportal wird schon jetzt von zehn Millionen Menschen in Deutschland mit der Eintracht verbunden. „Wir haben unsere Bekanntheit mithilfe der Eintracht verdreifachen können“, sagte Frank Hensgens, Geschäftsführer Dach von Indeed, jüngst gegenüber „Sponsors“. Die Eintracht 2.0. bleibt innovativ. Und das längst nicht nur an Adi Hütters Taktiktafel.

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30 Kommentare

  1. Breaking News: Geld spielt für Alaba keine Rolle. Klare Aussage. 🙂

    Fredi, ruf an!

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  2. Da kann einem ja schwindlig werden. Unglaublicher Progress des Vereins in den letzten Jahren. Was NEBEN dem Fußball bei der SGE läuft, ist bereits Championsleague-reif.
    Respekt.

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  3. Diese Kommerzialisierung ist zwar der Lauf der Zeit aber schön ist anders.
    Fan zu sein bröckelt bei mir immer weiter ab. Leider

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  4. @4: ich finde schon, dass er ein vernünftiger backup wäre 🙂

    das was passiert finde ich stark. sicherlich, mit Nostalgie vergangener zeit hat es nicht mehr viel am Hut, aber so ist der lauf der dinge. wenn man Nischen findet, in denen man den Vorreiter mimt, kann es noch einmal beachtlich bergauf gehen. insofern: positive Entwicklung!

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  5. Man kann nur schwer hoffen, dass derart kluge, innovative Ideen (mal unabhängig davon ob diese App wirklich einschlägt) nicht auf Gegenwind in der Fanlandschaft stoßen. Wäre ein absoluter Wahnsinn, wenn es sogar hier einen Aufschrei aus gewissen Kreisen gäbe. Starke Sache von Axel Hellmann und Co, lasst euch von nichts und niemanden von solchen Ideen abbringen. Wir leben im Jahr 2021 und eine funktionierende App (genau wie einwandfreies W-Lan im gesamten Stadion) sollte Standard sein. Wen es stört, der/die muss es nicht nutzen (ohne es anderen zu verbieten).

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  6. Kann die Bedenken von Strolch verstehen, andererseits sind solche Apps z.B. in Einkaufsmärkten ( Aldi, Lidl) oder Bahn oder Uber schon auf dem Vormarsch, d.h. man geht da auch nur mit der Zeit. Wichtig ist, dass es man auch noch eine herkömmliche Möglichkeit anbietet und da auch jeden mitnimmt, sonst haben wir bald eine Zweiklassengesellschaft, die es teilweise auch schon gibt. Die einen die stets sparen oder aktuell informiert sind und die anderen die mehr zahlen oder keine Infos mehr bekommen,nur weil sie die App nicht haben. Am Beispiel meiner Oma merke ich diese Benachteiligung schon deutlich, beispielsweise Bahn- oder Taxifahrten, kein Rabatt beim Tanken,im Supermarkt etc.

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  7. Sind halt moderne Zeiten. Prinzipiell ist es sinnvoll weitere Einnahmen zu generieren, wenn man auf Dauer im Konzert der „Großen“ mitspielen möchte.

    Die Digitalisierung lässt sich ohnehin nicht aufhalten, auch wenn unsere Regierung sich alle Mühe gibt und wir weltweit in diesem Bereich eher rückständig sind.

    Ein Fußballverein der obersten Liga ist heute ein multinationales Wirtschaftsunternehmen, auch wenn das noch nicht alle Vereine verstanden haben. Eine professionelle Vereinsführung muss sich auf Dauer den Gegebenheiten anpassen.

    Die Zeiten eines „treuen Charly“ gehören (leider) der Vergangenheit an.

    Ein guter Grund wieder mal „Die gute alte Zeit“ von Flatsch rauszukramen.

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  8. Ich habe ein KaiOS Handy mit Tasten. Wird es dafür auch eine App geben? Alaba ist ja Österreicher, passt also ins Portfolio und versteht sich mit Hütter, Ilsanker und Hinti.

    Gruß SCOPE

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  9. Das man so ein riesiges Projekt als erster hier aufzieht ist der Wahnsinn. Das ist der beste und ich wage mal zu sagen einzige Schritt in die richtige Richtung.

    Klar wird es immer Leute geben die sagen „hab ich kein Bock drauf und neeeee, lass ma“

    Fakt isr aber, rein wirtschaftlich läuft diese Welt so. Höher schneller weiter, alt weg neu kommt.

    Gefällt einem das? Bleibt jedem selbst überlassen ( ich gehörte auch lange zu den in Mark umrechnern und ihhhh nich mit Karte zahlern)
    Aber die Welt tickt eben so. Das muss einem einfach klar sein.
    Sollte das Projekt scheitern, schreit in 5 Jahren kein Hahn mehr danach.
    Schlägt es aber ein, tja dann Leute sind wir ganz vorne in der Schlange und Vorbild für alle anderen.

    Mein Respekt an alle Köpfe die dahinter stehen und versuchen unsre Eintracht auf internationale Spitzenklasse zu hiefen.

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  10. Ich verstehe ebenso die Bedenken von strolch oder euroadler. Wir leben im hier und jetzt und die Technologien entwickeln sich weiter. Neue kommen hinzu und auch der Lifestyle und die Lebensumstände sind andere als noch vor ein paar Jahren oder Jahrzehnten. Diese Multimediamaschine ist nicht aufzuhalten und wird sich weiterentwickeln und immer neue Funktionen generieren. Des einen Freud’…. . Das manche Dinge auf der Strecke bleiben, ist leider wohl nicht zu ändern. Ich erinnere mich noch an Tage im Waldstadion, als ich mit meinen Jungs vor dem Spiel bei Regen unter dem kleinen Zeltdach der Würschtlbude, links neben der Treppe auf dem Waldparkplatz gestanden habe, und diese leckerste aller jemals gegessenen Rindsbratwürste gefuttert habe. Göttlich ! Das war immer sowas wie ein Ritual und ich, gesetzt den Fall ich bekam ein Ticket, vermisse das manchmal. Aber diese Zeiten sind vorbei und es sind dafür andere tolle Sachen hinzugekommen. Diese Atmosphäre rund um das Spiel vor 20-30 Jahren war auch noch eine andere. Vergessen sollte man aber nicht den Aspekt von Euroadler. Mein Dad ist 80 Jahre und sollte zum Impfen angemeldet werden. Viel Spaß ohne Internet etc. … Telefontermine werden stellenweise versucht per Mail oder chat zu lösen. Da kann mein Dad, wie viele anderen auch, nicht mehr mithalten… Wichtig ist es die Älteren und Leute die nicht über die neuen elektronischen Hilfsmittel verfügen, mitzunehmen. Ich hoffe das der Eintracht das ebenso gelingt.

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  11. Auch wenn man wert auf Sicherheit legt, macht man sich trotzdem schon noch immer mehr zum gläsernen Menschen.
    Die Daten werden ja gespeichert.
    So nach dem Motto wenn ich in der Halbzeit mein 8. Bier bestelle, muss ich Angst haben, dass nicht die Security kommt oder wenn ich auf gewissen Auswärtsspielen war, bekomm ich nachher Werbung von Kampfsportschulen oder Feuerwerksfabriken. Bisschen übertrieben, aber theoretisch ist es so.
    Deswegen Vereinfachung und mehr Informationen ja, aber es darf m.E. nicht das alleinige Mittel sein, worüber alles abläuft. Deswegen@11 volle Zustimmung dein Beitrag trifft es genau.

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  12. Die durchschnittliche Lebenserwartung für mich voraussetzt, darf ich noch über 30 Jahre den Weg dieses geilen Vereins verfolgen. Ist das nicht der Wahnsinn?
    Zum Thema: dass wir uns an die Spitze in Sachen Technologie setzen wollen, macht sicher manchen etwas Bauchschmerzen, aber ist ist der richtige Weg, weiter so: Hohe Ziele setzen und die auch erreichen.

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  13. Ein tolles Projekt von unserer Eintracht, da bin ich schon ein wenig stolz. Trotzdem teile ich die Meinung von vielen hier, dass auch analog uneingeschränkt möglich sein sollte und zwar ohne Nachteile. Und ein Bierchen am 59´er oder der Garage barzahlen hat eben auch seinen Platz und darf keinesfalls verschwinden. Auch das ist Lebensqualität, hoffentlich können wir die bald mal wieder spüren.
    Zu Alaba: Wenn wir N’dicka jetzt für 50 Mio verkaufen kann er gerne kommen, ablösefrei, kleines Handgeld, Verdienst wie Kevin und zusammen mit Hinti in der Abwehr zu spielen und Adi als Trainer und Ilse als Ilse sollte Belohnung genug sein.

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  14. Natürlich werde ich von der Gegentribüne zur Haupttribüne laufen, wenn die App mir anzeigt, dass da noch ein Klo-Platz frei ist. Doppelte Verifizierung etc. alles läuft auf den Zugriffspunkt Handy-Nummer. Das Rad kann man nicht zurück drehen, wenn es ein Problem gibt, dann für die Unter 30-jährigen und wenn der Chinese vor der Tür steht. Würde mich trotzdem freuen, wenn ich mein Bierchen im Stadion noch bar bezahlen dürfte, aber dies bleibt wohl ein Traum. Wenn ich alles richtig verstanden habe, ist die Eintracht MasterCard ganz schön teuer. Aber bezahlt werden soll ja mittels App. Verstehe dann aber den Sinn der MasterCard nicht mehr, da es ja Kreditkarten gibt, die nichts kosten. Prestigeobjekt?

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  15. Die Anhänger möchten keine Investoren. Die Anhänger möchten gerne 50 + 1 weiter. Die Anhänger sollten dieses berücksichtigen, wenn sie am neuen, innovativen Weg der SGE fundamentale Kritik üben.
    Der G-Block ist längst Geschichte. Die Tartanbahn ebenso und die Sportschau mit Zusammenfassungen aus drei Spielen ist längst archiviert.
    Will sagen: Die Jahre vergehen. Veränderungen kommen. Zwangsläufig. Nicht alles muss zum Schlechten sein. Unser Stadion und den Videowürfel möchte ich nicht mehr zurücktauschen.
    Und die neue Strategie generiert uns Geld, welches auf den Markennamen Eintracht basiert und welches wir verdienen, eben ohne in eine Abhängigkeit von einem Jordanier, Chinesen, US-Amerikaner oder sonstigen windigen Konzernen zu geraten.
    Irgendwie muss ja auch bei uns Geld verdient werden.

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  16. Unsere Führung macht so vieles genau richtig. Aber bei diesen ganzen Nebenschauplätzen bin ich nicht dabei! Ich hoffe, Hellmann und Co. machen das nur wegen Außendarstellung und zur Liebe der Sponsoren. Bitte nicht viel Energie und Ressourcen dort hineinstecken!

    Fußball ist und muss Kern der Tätigkeit bleiben! Alles andere interessiert mich eher am Rande und nur, wenn es dem Team hilft. Ich schreibe auch nicht täglich in einem Forum von Procter & Gamble oder Aldi.

    Meine Kritik ganz speziell: alles, was man hier erwähnt an Innovationen gibt es längst und man kann sich einfach die Apps/Produkte der Marktführer zu Nutze machen. Der Fan hat da am meisten von, wenn er bereits funktionierende, auf seinem Handy installierte Apps nutzt.

    Zweiter Kritikpunkt: was ist denn, wenn man auf einmal als Konglomerat merkt, dass man mit Apps deutlich mehr Geld verdient als mit Fußball? Wird dann der Wirtschaftszweig Fußball einfach eingestellt?!

    Ich würde der Sache keine Träne nachweinen, wenn man diese Nebenthemen sofort beendet.

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  17. @16 Es geht darum, diejenigen die nicht mehr ganz up to date sind mitzunehmen, ihnen zumindest die Möglichkeit zu geben ohne einen FH Kurs „Neue Technologien“ einen ganz normalen Stadionbesuch zu ermöglichen. Viele genießen die neuen Technologien und die Möglichkeiten sind wunderbar und unendlich. Aber es gibt auch Leute, die einfach ein Stadionbesuch abhalten wollen, ohne sich 12 x registrieren zu lassen, 3 Apps runterladen und div. Plastikkarten benötigen. Das ist zwar etwas übertrieben, aber im Kern will ich damit sagen, daß man alle mitnehmen sollte. Ohne vorher durch nicht vorhandenen Technologien, wen auch unbewußt oder ungewollt, auszusortieren ! Das ist keine Bewertung gut/schlecht, sondern einfach ein Gedanke im Sinne von ALLEN.

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  18. @18 Da bin ich 100% bei Dir. Nur das alles gibt es bereits. Ich kann meine EC-Karte bei kleinen Beträgen einfach an das Lesegerät halten und mein Bier und Wurst bezahlen. Keine neue App notwendig (oder ich nutze Paypal, ApplePay, GooglePay,…). Für ein digitales Eintrachterlebnis reicht eine stinknormale App der Eintracht (weiß gar nicht, ob es die gibt), wo man über News, auch ganz speziell indiviuell, z.B. mit Ortserkennung im Stadion etc. informiert wird. Aber noch seine Coupon-App, wo ich bei Galeria Kaufhof oder Starbucks zwei Punkte bekomme, weil ich eine Adler-App habe – hilft glaube ich den wenigsten.

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  19. Letztendlich machen wir als Fans dieses Spiel mit: Wir kaufen Dauer- und Eintrittskarten, wir kaufen Bier und Wurst, wir kaufen das Saisontrikot, wir haben ein Sky-Abo, Dazn, Eurosportplayer. Wir buchen Hotels und fahren zum Auswärtsspiel (auch nach Lettland, Sibirien). Wir bezahlen die Zeche, für das was geleistet wird.
    Und da das nicht reicht, wird jeder Pups von einem Sponsor präsentiert, fahren die Spieler mit gesponserten Autos vor und trinken nur von der Quelle, die an der Werbebande sich präsentiert. So what? Was regen wir uns auf?

    Einfach mal als Fans zusammenschließen und zwei, drei Spieltage vom Fernseher wegbleiben, nicht ins Stadion gehen oder mal dem heimischen Bezirksligisten begrüßen (Wenn Corona vorbei ist). Dann merken die Herren, das etwas falsch läuft. Keine Interesse, keine Sponsoren. Punkt.

    Da wir aber Eintracht Frankfurt in der CL sehen wollen, müssen wir das wohl alles mitmachen. Sonst geht es runter in die Hessenliga. Ganz einfach.

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  20. @20 Sehe ich nicht so. Schalke hat mit Tönnies das größte Schlachthaus Europas und viele Mittel und es geht in liga 2. HSV mit Kühne und einer großen Stadt mit großer Fangemeinde und tollen Firmen vor Ort: 2. Liga. Wir hingegen haben es ohne extreme Kommerzialisierung geschafft in die Top20-Klubs einzudringen, weil die Verantwortlichen im Kerngeschäft super Arbeit geleistet haben: Transfers und Team-Entwicklung. Den Weg weitergehen!

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  21. @20

    Die Nummer mit dem Amateur-Fußball kommt immer wieder. Dabei haben die Amateure (bis auf Coronabedingte Pause) nie aufgehört zu kicken. Und nie hatte ich das Gefühl, dass sie in all den Jahren einen Zuschauerzuwachs registrieren durften. Wo bleiben sie denn, all die Boykoteure und Protesler?
    Leute, es darf doch jeder darüber urteilen, ob ihm die angedachten Veränderungen persönlich stören oder nicht. Aber das sind strukturelle Schritte. Keine, die den FUSSBALL und VEREIN in seinen Grundfesten erschüttern.
    Herthaner, Hannoveraner, Uerdinger und 60er würden sich die Finger lecken… 🙂

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  22. Gude, ich stell mir gerade vor, wie es ist, wenn 100 Leute gleichzeitig angezeigt bekommen, welches der Weg zum am wenigsten benutzten WC ist:))
    Spaß beiseite. Im Prinzip finde ich es gut, dass unsere Eintracht diesen Weg geht. Ich kann alle Einwände und Kritiken nachvollziehen und hoffe, dass unsere Verantwortlichen sich darüber zumindest Gedanken machen und Antworten darauf finden.
    Unsere SGE zukunftsfähig zu machen ist ein Projekt, dass es in sich hat. Was würdet ihr denn davon halten, wenn unser Verein eines Tages der größte Deutschlands sein würde mit Ablegern vielleicht sogar, in etwa Eintracht Hamburg oder Eintracht Brunsbüttel?? Wäre das nicht mega? Oder mit Kooperationen mit Real und auch Heerenveen? Wieso sollten wir nur regional agieren? Nachwuchszentren in Köpenick oder Kinshasa?
    Ihr könnt mich auslachen, aber ich finde es hat was und dabei werden wir hoffentlich nicht gläsern oder irgendwelche Werte für Algorithmen sein. Hoffe ich. Ich hoffe auch, dass man, wenn man nach diesen Zeiten wieder ins Stadion darf, bar bezahlen darf. (War seit Ewigkeiten nicht mehr dort)
    Auch wenn wir nichts aus den aktuellen Zeiten lernen um etwas zurückzutreten und andere etwas aufholen zu lassen. Es sollte der richtige Weg sein, nur mit den dafür geeigneten Leuten. Siehe VfB mit seiner Datenaffäre…
    Kommunikationswege auszuweiten und ein großes Netzwerk zu schaffen, damit Profite zum Wohl des Vereins (?) zu generieren ist ja jetzt nicht sooo falsch, birgt natürlich aber auch seine Gefahren, wie die aktuelle Lage zeigt. Hat alles seine zwei Seiten, fürchte auch, dass die Älteren ins Hintertreffen geraten.
    Das erste Ziel Eintracht zu einer Marke zu machen scheint ja in greifbarer Nähe, unsere Vorstände werden sicher nicht die Menschen vergessen, die dahinter stehen, von den Gründern bis zum Kassenwart. Oder?
    Sonst bin ich weg. Was euch nicht im Geringsten kümmern sollte. Ferdisch gelabert.
    Forza SGE und bleibt gesund

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  23. Jeder hat ja das Recht dem Vorschriften zu entziehen, ob es einen Sinn macht, steht auf einem anderen Blatt, die Geschichte der Menschheit zeichnet ein anderes Bild.
    Natürlich passieren auch viele unnütze und unsinnige Dinge, kann man sich beim BVB anschauen, die sich an ein Digitalunternehmen verkauft haben und damit sogar gewaltige Verluste machen können. (Vgl. BVB Fanseiten)
    Der Ansatz der Eintracht ist jedoch ein ganz anderer, eben gerade kein „Verkauf“ an Großkonzerne oder windige Geschäftemacher, sondern eigene Lösungen, Systeme und Kontrolle. Für den aufmerksamen Eintracht Beobachter ist das auch nicht neu ! Schon über 3 Jahre arbeitet Eintracht daran der digitale Spitzenreiter der BL zu sein, fördert Start Ups,veranstaltet Workshops und vieles mehr.
    Dabei aber auch immer mit den Fans und immer mit der alleinigen Hohheit.
    So wie es bisher läuft und die eigenen Erlebnisse im Stadion (solange es möglich war) lassen mich auf die Zukunft freuen, da ist garnichts was das Stadionerlebniss trübt.
    Forza SGE !

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  24. Also was den Heimweg angeht, wären mir mehr S-Bahnen lieber als ein App, die mir sagt, dass ich noch 30 min im Regen Warten muss.

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  25. @Redaktion
    Interessanter und toller Bericht. EintrachTech kannte ich bisher nicht.

    Vielleicht könnt ihr ja mal ein paar Berichte über alle Gremien und „Konstrukte“ rund um die Eintracht schreiben und die Personen dahinter vorstellen. Das kommt mir oft zu kurz.

    Genauso wie eine Vorstellung aller Personen im Vorstand, im Aufsichtsrat usw. Wäre bestimmt eine Bereicherung hier im Chat.

    Ich könnte mir zwar das eine oder andere im Web zusammen googlen, aber der Austausch mit den anderen Usern hier wäre schon toll…

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  26. @ruffkick
    Wir haben doch schon die Dependance Eintracht Braunschweig!? Allerdings kommt da bislang nix rum…

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  27. Fredi Bobic scheint ein American Football Liebhaber zu sein. Vielleicht fielen ihn ja bereits Elemente in Stadien, wie z.B. 360 Grad Videoleinwand-Rundbögen an den Stadiondecken (Premiumwerbeflächen + Informations- und Animationsbildflächen) oder auch diese Erlebniswelten in und rund um das Stadion auf.
    Auch wenn das nicht ganz meine Welt ist, so befürchte ich aber, dass Fankultur oder Definition eines Sportereignisses sich mit der Zeit verändern. Ungesundes Essen gepaart mit (übermäßigem) Alkohol- und Nikotinkonsum – ich vermute, dass so etwas langfristig nicht mehr Teil des Ganzen sein wird.
    Meine Beobachtung bei der jüngeren Generation ist, dass viele mit einem bestimmten Verein in ihrer Nähe sympathisieren, ansonsten aber eher Fans von bestimmten Sportlern/Stars anstelle eines Vereins sind. Die unterstützen derzeit PSG, weil dort Neymar und Mbappé spielen. Ziehen die weiter, so wird sich das nächste Trikot gekauft. Oder sie mögen drei Spieler von drei verschiedenen Vereinen (der eine hat jetzt schon Gesamtstärke 94, der andere locht seine Gegenspieler regelmäßig….) – das ist für mich eine völlig unverständliche Welt.
    Aber wie gesagt, Vereine werden sich wohl oder übel nach dem Markt richten und der 50+1 Wegfall wird das Ganze noch beschleunigen.
    Der technologische Fortschritt wird sich nicht nach uns richten – nun ja, umso mehr ich nachdenke, desto dunkler wird es. Da genieße ich doch lieber meine Eintracht der Gegenwart.

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  28. Zur APP – habt ihr mal den Lieferservice im Stadion getestet? Ich persönlich fand das genial – da kam der Mitarbeiter mit 20 Bier in unsere Reihe und alle waren total begeistet – man konnte auch Würstchen usw. bestellen. Es wird immer die Leute geben, die das anders handhaben, aber der Trend ist nunmal a la Amazon Prime – vor 10 Jahren konnte ich mir auch nicht vorstellen, dass ich die „Overnight“ Zustellung zu schätzen weiß – heute ist das fast normal.

    Allein ein Bezahlservice per App wird überragend – wer Apple Pay oder so mal getestet hat, weiß wovon ich rede.

    Ich hoffe nur – bei all der DIgitalisierung muss der „alte“ Weg auch noch funktionieren – also Cash. Ich fand das ätzend als die blöden Chipkarten Pflicht waren – der MIX wird es sein.

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