Zwei Spiele, zwei Siege – besser geht es nicht. (Bild: imago images / Sports Press Photo)

Wieder holten die Eintracht-Frauen ein 0:1 auf und fuhren wieder einen hoch verdienten Sieg ein. Bei der SGS Essen wollte man den Schwung aus der letzten Woche mitnehmen und vor der Länderspielpause den zweiten Tabellenplatz verteidigen. Was auch erfolgreich gelang. „Zunächst sind wir froh, dass wir in Essen nach langer Zeit wieder gewonnen haben. Das Spiel haben wir auch in der Höhe verdient gewonnen, weil wir unser Spiel durchgebracht haben“, sagte Trainer Niko Arnautis. Der letzte Frankfurter Sieg in Essen datiert von März 2017. Wie schon gegen Werder Bremen drängte die SGE ihr Spiel dem Gegner auf und bekam dennoch das Gegentor. „Durch einen Konter bekommen wir das 0:1. Nach einem langen Ball stimmen bei uns die Abstände nicht, aber man muss auch sagen: Das hat sie (Nicole Anyomi, Anm.d.Red.) gut gemacht. Viel wichtiger war unsere Mentalität nach dem Tor“, betonte Arnautis. Doch von der kalten Dusche ließ sich seine Mannschaft nicht irritieren, sondern spielte ihr Spiel weiter, was Sophia Kleinherne bestätigte: „Es spricht für unsere Mentalität, dass wir nach so einem Rückschlag wieder zurück kommen und es wieder schaffen, ein Spiel zu drehen. Das zählt letztendlich am Ende des Tages.“

Eintracht beweist Moral

Eine Mentalität, die für das Team von Arnautis spricht, denn keine zehn Minuten später antwortete seine Elf. Ausgerechnet Laura Feiersinger erzielte vom Punkt den 1:1-Ausgleichstreffer. Ihr Einsatz war unter Woche noch unklar. „Ich wusste lange nicht, ob ich spielen kann, deshalb habe ich mich über mein Tor sehr gefreut“, verriet die 27-Jährige. Bei ausgeglichenem Spielstand hatte die SGE das Spiel fest im Griff, verpasste es jedoch bis zur 42. Minute das zweite Tor nachzulegen, als Verena Aschauer sich und ihre Kolleginnen erlöste. Nach dem Seitenwechsel ging die Frankfurter Eintracht auf das dritte Tor und hielt Essen weit vom eigenen Tor weg. Die Gastgeberinnen hofften zwar auf das 2:2, doch die hessische Defensive stand gegen den Ball zu stabil. „Es wurde ein offenes Spiel und die Nervosität hat eine Rolle gespielt. Aber dann machen wir mit dem 3:1 den Deckel drauf“, analysierte Arnautis, der nach einer guten Stunde zuschauen musste, wie seine Angreiferin Géraldine Reuteler bei einem Zusammenprall einen Schlag auf die Nase erlitt. „Sie konnte nicht mehr weiterspielen und ist jetzt unterwegs zur Nationalmannschaft“, berichtete der 40-Jährige.

Fokus auf den nächsten Schritt

Der mehr als verdiente Auswärtssieg sorgt für die Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes und einen optimalen Saison-Start. „Wir gehen als verdienter Sieger vom Platz und sind froh, dass wir so super in die Saison gestartet sind“, erzählte Arnautis. Bereits nach dem 2. Spieltag steht nun die erste Länderspielpause der Saison an. „Nach der Länderspielpause wollen wir wieder mit drei Punkten starten und darauf werden wir uns entsprechend vorbereiten“, kündigte Verteidigerin Kleinherne an, die mit Deutschland um die Qualifikation für die Europameisterschaft 2022 spielt. Insgesamt neun Profis stellt die SGE an Deutschland, Österreich die Schweiz und Slowenien ab. Nach zwei Siegen aus zwei Spielen will Cheftrainer Arnautis die Mannschaft nur ungern aus dem Rhythmus bringen und richtet seinen Blick schon auf die nächste Trainingswoche. Wir werden weiter normal trainieren. Der Weg geht weiter, aber am Wochenende gibt es einen Tag frei.“ Am 27. September empfängt die Eintracht zum 3. Spieltag die noch punktlose TSG 1899 Hoffenheim, gegen die der positive Trend dann fortgesetzt werden soll.

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1 Kommentar

  1. Und für das Spiel am 27.09. gibt es dann auch wieder Kamerateams vor Ort und damit bewegte Bilder. Magenta-Sport (zugegebenermassen nicht ganz billig) überträgt live.

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