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Im Winter liegt einiges an Arbeit vor der Eintracht. Foto: IMAGO / Jan Huebner

Die drei großen Eintracht-Baustellen

Momentan herrscht in Frankfurt keine gute Stimmung. Zurzeit läuft es nicht. In Köln verspielte die Eintracht beinahe den Sieg, gegen Atalanta wirkte man nach 30 Minuten über den Rest des Spiels hinweg zu harmlos. Dabei gibt der Kader einiges her, nur bekommen einige Akteure ihre Stärken nicht auf den Platz. Jonathan Burkardt musste verletzt ausgewechselt werden, dazu fehlt der Mannschaft weiterhin Can Uzun. An den folgenden drei Baustellen müssen die Verantwortlichen der Frankfurter Eintracht schrauben:

Die Defensive ist ein leidiges Thema bei den Hessen. Erneut kassierte die Eintracht drei Gegentore. Erneut fielen die Treffer zu einfach. Zwei schnelle Pässe, ein schneller Konter und in den zweiten Bällen zu inkonsequent. Es ist genau dieses Thema, das bei der Eintracht bereits seit einigen Wochen umgeht. Dabei hatte Trainer Dino Toppmöller den Fokus auf die Defensive gelegt. Qualitativ reicht es wohl noch nicht für den nächsten Schritt. Während Robin Koch und Arthur Theate gestandene Verteidiger sind, spielt Nnamdi Collins teilweise zu fehlerhaft. Aurèle Amenda steht auf der Abgangsliste. In der Breite wäre ein Innenverteidiger, der sowohl in einer Dreier- als auch in einer Viererkette einsetzbar wäre. Aufgrund der letzten Ergebnisse ist ein Defensiv-Transfer unausweichlich geworden. Die Stabilität in der letzten Reihe muss wieder hergestellt werden.

Die Stürmer, die auf der Bank sitzen, sind wohl keine wirkliche Option. Als sich Burkardt verletzte, wechselte Toppmöller Jean-Mattéo Bahoya ein. Nicht etwa Elye Wahi oder Michy Batshuayi. Alexander Staff spielt in der U19 groß auf. Ob er bereit ist, in der ersten Mannschaft aufzulaufen, bleibt abzuwarten. Der 17-Jährige dürfte jedenfalls nicht direkt eine ganze Bundesliga-Mannschaft mit seinen Toren tragen können. Wahi darf im Winter den Verein verlassen, William Osula soll weit oben auf der Liste stehen. Ein Neuzugang im Winter ist fest eingeplant. Die Eintracht muss eine weitere, ernstzunehmende Option in der Offensive präsentieren können. Ein fitter Burkardt konnte sich schon als goldwert herausstellen, doch durch die vielen Spiele steigt die Verletzungsgefahr. Diese Baustelle muss angegangen werden!

Die Außenbahnspieler sorgen für keine Gefahr. Ein Ritsu Doan spielte gegen Atalanta Bergamo meist auf der Position des Rechtsverteidigers. So gehen seine besten Qualitäten, die offensive Spielausrichtung und sein Abschluss, verloren. Hier liegt das Problem jedoch nicht an dem Spielermaterial, sondern an der taktischen Ausrichtung. Bahoya entwickelt lange nicht mehr die Gefahr von Saisonbeginn, Ansgar Knauff wirkte gegen Bergamo glücklos. Nathaniel Brown spielt als inverser Verteidiger und läuft oftmals in der Zone eines zentralen Mittelfeldspielers über das Feld. Die Geschwindigkeit über die Außen, gepaart mit der zentralen Kompaktheit zeichnete die Stärken der Eintracht über längere Zeit aus. Jetzt ist es die Aufgabe von Toppmöller dieses Problem anzugehen.

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3 Kommentare

Fallback Avatar 1. altermann 29. November 25, 09:11 Uhr

Mir fällt gerade auf, ihr Terminkalender zeigt den 29.Nov also heute gegen WOB. Ist das nicht morgen am Sonntag den 30.Nov? Wird sich aber sicher niemand hier davon beirren lassen. In diesem Sinn.

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Avatar 2. Hooliganverachter 29. November 25, 09:17 Uhr

Wenn der Trainer die beschriebenen Aufgaben nicht hinkriegt, haben wir noch eine vierte Baustelle …

Die ist eigentlich bereits eingerichtet.

Der vorangegangene Kommentar mit dem Vergleich Sportlehrer auf Klassenfahrt ist m.E. sehr passend.

Eines will mir jedoch nicht in den Kopf: der Klassenfahrtlehrer hat doch den Schülern Koch & Collins nicht gesagt, dass sie ab jetzt nur noch Scheißdreck spielen sollen.

Koch ist übrigens kein Führungsspieler. Götze war es noch nie.

PS Mir graut vor der PK zum Wolfsburgspiel.

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Fallback Avatar 3. Bernemer 29. November 25, 09:19 Uhr

Wo man wieder beim Thema Sicherheit / Angsthasenfussball ist.Unglaublich was man aus Doan gemacht hat.Ein Schatten von Freiburg und Anfang der Saison wo er noch auf seiner Position gespielt hat.Bahoya und auch Knauff.Schnelligkeit die Stärke.Zuspiele Fehlanzeige und Taktik 5 mal hoch und runter platt sind sie.Torgefahr gleich Null.

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