Das Frankfurter Stadion hat ab Sommer einen neuen Namen und wird innen anders aussehen. (Bild: Heiko Rhode)

Das Frankfurter Stadion bekommt ab Juli einen neuen Namen. Ab dann wird auf dem Arena-Dach „Deutsche Bank Park“ stehen. Das haben die Frankfurter Eintracht und das Kreditinstitut am Mittwochmorgen bestätigt. Einige Leser von uns haben zunächst an einen Aprilscherz gedacht – dem ist definitiv nicht so ;-).

SGE-Vorstand Axel Hellmann erklärte am gestrigen Nachmittag, dass der bis mindestens Juni 2027 laufende Vertrag zwischen der Eintracht und der Deutschen Bank drei wesentliche Bestandteile beinhalte. Zum einen gehe es um die Namensgebung. „Außerdem werden die Trainingsplätze, das im Neubau befindliche Profi-Camp und das neue Digitalzentrum ‚Arena of IoT‘ zu den wesentlichen Inhalten zählen. Alles zusammen wird den Namen ‚Deutsche Bank Park‘ tragen, weil wir uns in der Bedeutung dieses Geländes von dem Arena-Gedanken lösen und unsere Leistungsinhalte dadurch erweitern“, so Hellmann.

Neues Bezahlsystem wird kommen

Der zweite Kernbereich sei die Erweiterung zu anderen Sportarten des Vereins. Und der Dritte die Umsetzung gemeinsamer digitaler Geschäftsmodelle. An erster Stelle solle dabei ein neues Bezahlsystem stehen. „In dem Moment, in dem es in unserem Stadion wieder Publikum geben wird, wird eine Bezahlfunktion verfügbar sein, die weit über das Stadion hinaus reicht. Das wird die zentrale Entwicklungstätigkeit der Deutschen Bank und Eintracht Frankfurt sein“, so der Vorstand.

„Beachtliches Standortbekenntnis“ in schweren Zeiten

Für die Eintracht ist der Deal mit der Deutschen Bank eine sehr gute Nachricht in einer schweren Zeit. Hellmann zeigte sich sichtlich stolz: „Diese Partnerschaft ist für uns ein großer Schritt in die Zukunft und wir sind sehr stolz, dass es uns gelungen ist, einen so namenhaften Partner für uns zu gewinnen.“ Dass Gespräche zwischen dem Fußballbundesligisten und der Bank laufen, war bekannt. Der Zeitpunkt des erfolgreichen Abschluss des Deals kam jedoch überraschend. „Die Deutsche Bank gibt mit der Laufzeit von mindestens sieben Jahren ein beachtliches Standortbekenntnis ab. Der Zeitpunkt dieses Bekenntnisses ist unfassbar stark. Diese Verbindlichkeit und Verlässlichkeit während der Corona-Krise ist für uns Ausdruck einer klaren Haltung des Managements. Das zeigt, dass Zukunftsentscheidungen auch unabhängig von aktuellen Situationen getroffen werden können“, freut sich der 48-Jährige. Es sei wichtig, ein Signal zu senden, dass es auch nach einer solchen Krise weitergehe. „Wir wollen die Eintracht so absichern, dass wir dann weiterhin die Leute mit Fußball begeistern und Arbeitsplätze halten können.“ Für Letzteres sei vor allem die lange Vertragslaufzeit wichtig. Diese gebe auch in schweren und unsicheren Zeiten Planungssicherheit.

Stadion wird innen in Vereinsfarben erstrahlen 

Und es gibt noch eine gute Nachricht: Im Innern des Stadions und auf dem gesamten Gelände sollen künftig die Vereinsfarben der Eintracht im Vordergrund stehen. Zwar wird der Schriftzug auf dem Dach der Arena blau sein. „denn wir wollen natürlich, dass unser Partner sein Branding so durchsetzen kann, wie es die firmeneigenen Interessen fordern“, erklärt Hellmann. Aber die Deutsche Bank teile die Vision des Klubs, dass das Stadion künftig in Schwarz, Rot und Weiß deutlich mehr Eintracht-Nähe zum Ausdruck bringen werde. „Licht, Sitze, Aufgänge und alles was dazugehört werden aber dem Konzept unserer Vereinsfarben folgen“, so der Vorstand.

Die Neugestaltung beziehungsweise Umrüstung beginne „in einzelnen Teilen“ schon in diesem Sommer. Das werde auch den Schriftzug auf dem Dach umfassen. „Viele Dinge werden aber plangemäß erst in den nächsten zweieinhalb Jahren dazukommen.“

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15 Kommentare

  1. „als wichtiges Signal in schweren Zeiten“

    Genau so ist es bei mir auch angekommen!

  2. @1: bei mir auch
    Muss bei dem Gemecker immer an Stromberg denken:
    „Die Leute würden auch im Paradies motzen. Hier ist es zu warm, hier ist zu viel Milch und Honig, und zu viele nackte Weiber …“

  3. In Zeiten, als unsere Währung noch die Erdnuss war, hat sich die Deutsche Bank einen Sch…. um die Eintracht gekümmert. Da hat man – soweit ich mich erinnere – bei der BFG um Stundung etc. bitten müssen.

    Dreh mal einer die Heizung runter und schick die nackten Weiber raus. 🙂

  4. Die Deutsche Bank war (auch in Zeiten der Erdnuss) und ist erstmal ein seriöses Unternehmen. In Zeiten der vermeintlichen „eigenen“ Überlegenheit gab und wird es auch immer Mandatsträger mit Realitätsverlust geben, die dem Image der Institution abträglich waren
    Eintracht Frankfurt war und ist erstmal ein seriöser Fussballverein. Hatten wir nicht auch schon genug dieser „negativen“ Mandatsträger in der Vergangenheit? (Gramlich, Bauherrenmodell)
    Bei der Ernuss fällt mir ein lustiges Schmankerl aus Kindertagen ein:
    Der Lehrer erklärt der Schulklasse den Begriff „Hauptwort“. Danach sollen die Schüler Hauptwörter mit der Endsilbe „nis“ bilden. Spontan zeigte Karl-Heinz auf und meinte: “ Erdniss, Herr Lehrer“.
    Na, erkennt sich jemand wieder?

  5. Ich erkenne mich wieder. In Bio: Lehrer wollte wissen, wie der männliche Hase heißt. Ich ganz stolz: “ Heinz “
    Gelächter. Zu meiner Entschuldigung muss ich sagen, meine Eltern stammen aus der Rhön. 🙂

    Zu Ackermann´s Zeiten bin ich bei diesem seriösen Unternehmen übrigens eingestiegen und habe meine Verluste bis heute nicht realisiert.

  6. Habe gerade meine Kreditkarte gekündigt, da meine Bank plötzlich für mich unerreichbare Umsätze verlangt, damit die Karte ohne Gebühren bleibt. Warte jetzt mal ab, was die Deutsche Bank im Bezug auf das neue Bezahlsystem anbietet, soll ja auch in der Wirtschaft nutzbar sein, damit ist nicht nur Kneipe gemeint.

  7. @4
    Ich sehe diese Geldhaus auch extrem kritisch, wie auch die gesamte Branche. Aber das dürfte ja auch der Grund sein, warum die bei uns einsteigen – deren Image dürfte in Frankfurt irgendwo im Bereich Straßenhure und Taschendieb liegen.
    Für mich persönlich gibt es recht gute Gründe, warum ich dort kein Konto eröffne, aber die Zusammenarbeit mit der Eintracht begrüße ich definitv.

  8. Sicheres Ding für unsere Eintracht. Notfalls wenn die DB nicht mehr zahlungsfähig ist greift ihr der Steuerzahler unter die Arme .

  9. Und warum kann auf dem Stadion nicht Deutsche Bank – Waldstadion stehen?
    Kann doch nicht so schwer sein und würde bestimmt besser ankommenals Deutsche Parkbank. Manchmal verstehe ich die Menschen nicht.

  10. Es ist gut, dass wir als Europas Bankenhauptstadt, auch endlich bei der SGE davon mehr profitieren. Hätte man schon viel früher angehen müssen das Thema. Das Geld liegt (oder lag bis Corona) vor der Haustür und trotzdem waren wir finanziell die ersten 18-20 Jahre des neuen Jahrtausends mehr oder weniger schwach aufgestellt. Außerdem lassen andere Vereine sich das Geld aus Katar in den A…. blasen. Dagegen sind wir Mauerblümchen. Es muss nicht jedem schmecken, aber eine Deutsche Bank Unterstützung in FFM ist logisch und macht wirtschaftlich Sinn.

  11. @12
    bitte nicht vergessen, wenn Du schon die Versäumnisse der letzten 18-20 Jahre ansprichst, was waren wir als Eintracht denn für ein „attraktiver Verein“ und was hatten wir und die Manager für ein Image ?
    Die Vergangenheit im Nachhinein zu beurteilen ist immer relativ leicht, hilft aber meistens auch nicht mehr, denn keiner kann die Uhr zurück drehen. Vergangenheit ist Schall und Rauch (obwohl sie sehr wohl beachtet werden muss), die Zukunft gilt es zu gestalten.
    Fazit, dass ist ein super Abschluß und wirklich ein starkes Signal für die Zukunft.
    Forza SGE !

  12. Der Hauptsitz der Commerzbank ist wo? Ich trauere dem gelben Stadion und dem Namen nicht nach, aber wir hatten die letzten 15 Jahre einen Stadionsponsor aus Frankfurt! Jetzt haben wir durch mehr Wettwerb (und durch geschickte Verhandlungen) einen besseren Vertrag, einen neuen Namen und endlich Eintrachtfarben. Aber dass es eine Bank aus Frankfurt ist, hat sich halt nicht geändert.

    Gruß SCOPE

  13. @13
    ich habe unsere vergangenen Verantwortlichen schon damals kritisiert und habe dafür hier auf den Deckel bekommen. Für mich hat die Vereinsrettung (die niemand leugnen kann) von Bruchhagen halt nicht Narrenfreiheit für die darauffolgenden 10 Jahre bedeutet. Selten gut aus Dankbarkeit Fehler in der Gegenwart zu ignorieren. Jedenfalls sieht man klare Veränderungen in allen Bereichen seit Bobic das Ruder übernommen hat. Ob Jugend, ob Marketing, ob Sponsoring, ob Infrastruktur, ob sportlich, alles ist besser geworden. Und wenn jetzt wieder oberflächliche Stimmen „ohne Bruchhagen würden wir gegen FSV kicken“ kommen, ist mir bewusst- stimmt! Trotzdem war die Liga nicht „zementiert“ und vieles was Bruchhagen jahrelang erzählt hat, hat sich als falsch herausgestellt. Vermutlich wäre Meier unter ihm noch Captain und Russ gesetzt im zentralen Mittelfeld. Jovic und Haller hätten niemals den Adler auf der Brust getragen. Die Wahrheit lautet: der Verein wurde durch Bobic entfesselt, wenn auch er in dieser Saison erstmals mehr falsch als richtig gemacht hat. Hier muss man ebenso wenig aus Dankbarkeit schweigen.

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