In München gab es für die Eintracht nichts zu holen. (Bild: IMAGO / foto2press)

Mit 0:4 (0:2) verliert Eintracht Frankfurt den Saisonabschluss beim FC Bayern München, der sich damit zum Deutschen Meister 2020/2021 krönt. Die SGE schließt die Spielzeit mit der viertbesten Offensive und Defensive der Liga auf Platz sechs ab. Der SV Meppen muss nach einem Jahr der Erstklassigkeit zusammen mit dem MSV Duisburg wieder den Weg in Liga zwei antreten.

Arnautis rotiert durch

Dreimal rotierte Niko Arnautis im Vergleich zum verlorenen Pokalfinale: Janina Hechler ersetzte Camilla Küver hinten links, Sandrine Mauron stand für die verletzte Tanja Pawollek im defensiven Mittelfeld in der Startelf und Shekiera Martinez erhielt auf dem Flügel den Vorzug vor Barbara Dunst. Als besondere Geste der Anerkennung durfte Laura Störzel in ihrem Abschiedsspiel die Eintracht als Kapitänin auf das Feld führen. Auch für die zunächst auf der Bank sitzende Theresa Panfil war es der letzte Einsatz mit dem Adler auf der Brust. Verena Aschauer und Saskia Matheis standen seit langer Zeit mal wieder im Kader.

Dallmann bringt München auf Meisterkurs

Ein Unentschieden hätte Bayern München zur Meisterschaft gereicht, doch die Gastgeberinnen spielten von Beginn an auf Sieg. Linda Dallmann brachte die Spitzenreiter nach einer guten Viertelstunde auf die Siegerstraße: Ein schneller Doppelpass mit Lea Schüller hebelte die SGE-Defensive aus und die 26-Jährige schob zum 1:0 ein (17.). Bayern zu diesem Zeitpunkt uneinholbar Deutscher Meister. Dallmann stellte kurz danach auf 2:0. Tief in den Sechzehner geschickt, schloss die Nationalspielerin schnell mit links ab und es schlug im langen Eck ein (25.). Merle Frohms war erneut chancenlos.

Ausgerechnet Störzel: Eigentor-Bogenlampe zum 0:3

Eintracht Frankfurt war hauptsächlich mit dem Verteidigen beschäftigt. Nach vorne ging so gut wie nichts, weil der FCB auch die meiste Zeit in Ballbesitz war. Mit 0:2 ging es in die Pause. Arnautis brachte in der Halbzeit Alexandra Johannsdottir für Mauron, die in Halbzeit eins einen Schlag auf das Bein abbekommen hatte. Die zweiten 45 Minuten begannen für die Hessinnen besser, doch ausgerechnet Störzel brachte den Auftrieb wieder zum Stillstand: Bei einem Klärungsversuch traf sie den Ball dermaßen unglücklich, dass er sich in hohem Bogen über Frohms hinweg in den eigenen Kasten senkte (54.).

Nach dem 0:3 war die Partie entschieden. München schaltete einen Gang runter und lauerte geduldig auf Torchancen, während die SGE weiterhin Probleme beim Spielaufbau hatte. Laura Freigang hatte in der 83. Minute die beste Frankfurter Chance, aber Bayerns Torhüterin Laura Benkarth war trotz einem überschaubaren Arbeitstag zur Stelle. Panfil erhielt zum Abschied noch ein paar Einsatzminuten und Matheis feierte nach langjähriger Verletzung ihr Bundesliga-Comeback. Lea Schüller erzielte mit dem Schlusspfiff das 4:0.

FC Bayern München-Eintracht Frankfurt 4:0 (2:0)
Tore: 1:0 Dallmann (17.), 2:0 Dallmann (25.), 3:0 Störzel (54./ET), 4:0 Schüller (90.)

So spielte die SGE: Frohms – Santos (82. Aschauer), Kleinherne, Störzel (C), Hechler (87. Matheis) – Nüsken, Mauron (46. Johannsdottir) – Feiersinger, Freigang (87. Panfil), Martinez (70. Küver) – Prasnikar

FC Bayern: Benkarth – Glas (84. Ilestedt), Hegering, Boye Sörensen (84. Wenninger), Simon – Zadrazil – Beerensteyn (64. Asseyi), Dallmann, Lohmann (C) (84. Vilhjalmsdottir), Bühl (76. Laudehr) – Schüller

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4 Kommentare

  1. Nach dem Pokalfinale hatte ich das auch nicht sehr viel anders erwartet. Man wünscht es sich als Fan anders, aber seien wir mal ehrlich, der Kopf war bestimmt nicht voll fokussiert.

    Jetzt heißt es die ganze Saison analysieren, Kader planen, kommende Saison wieder einen neuen Anlauf auf Europa nehmen.

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  2. Der Einsatz und Wille kann, wie meistens, nicht bemängelt werden.

    Aber eines zieht sich schon die ganze Saison durch. Mangelhafter bis nicht vorhandener Spielaufbau.

    Das unterscheidet die Mannschaft von den deutschen und europäischen Spitzenteams.

    Das muss nächste Saison unbedingt besser werden!

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  3. @2
    Kann ich nur unterschreiben, hab das auch öfters bemängelt! Aus dem Mittelfeld wird oft steil aber ungenau in die Spitze gespielt was meistens nen Ballverlust zur Folge hat. Das hat sich im Laufe der Saison zwar gebessert ist aber von einer durchdachten Spielidee noch ein Stück entfernt. Aber die Mädels haben Potential und nächste Saison wird besser!!!

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  4. Trotz dieser hohen Niederlage bin ich der Meinung, daß die Platzierung in der Liga ein echt super Erfolg ist mit Rang 6.
    Die Männer Rang 5.
    Da kann man echt nur sagen:“ chapeau claque“ !
    Ich gratuliere der SGE zu diesen Erfolgen. WEITER SO!!!

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