Bittere Niederlage für das SGE-Trainerteam Kristjan Glibo und Alex Meier. (Foto: IMAGO / Hartenfelser)

Mehr als acht Jahre nach der Abschaffung der damaligen U23 hat am heutigen Samstag wieder eine zweite Mannschaft der SGE ein Pflichtspiel bestritten! In der Hessenliga durfte die neue U21 der SGE heute die Saison eröffnen, im ersten Spiel ging es zu Bayern Alzenau! Am Ende stand eine ganz bittere, unglückliche und auch unnötige 1:2-Niederlage für die Mannen von Trainer Kristjan Glibo.

Trainer Kristjan Glibo schickte folgende Mannschaft auf den Rasen: Bignetti – Otto, Amiri, Alikhil, Loune, Brauburger, Maurer, Bobson, Wachs, Sejdovic, Wenig.

Und die Adlerträger versuchten gegen die Mannschaft von Trainer Angelo Barletta gleich das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen, die Nordbayern hielten aber gut dagegen, wodurch sich ein zunächst kampfbetontes Spiel entstand. In der zweiten Minute war es die SGE, die zum ersten Mal gefährlich wurde, ein Schuss von Linksaußen Divaio Jhair Bobson führte aber nicht zum Tor. Danach dauerte bis zur zehnten Minute, bis die SGE etwas gefährlicher wurde, eine Ecke der Hessen brachte aber nichts ein. Auch in der Folge kamen beide Mannschaften nicht zu wirklich gefährlichen Szenen, das Spielgeschehen spielte sich im Mittelfeld ab. In der 25. Minute dann aber die Alzenauer, als Stürmer Paul Seikel durchbrach und im Strafraum von SGE-Keeper Matteo Bignetti gefoult wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte der Alzenauer-Neuzugang Ihab Darwiche selbst aus Schützensicht links, Bignetti im SGE-Tor war in die andere Richtung unterwegs – 0:1 aus Frankfurter Sicht. Danach zogen sich die Alzenauer deutlich weiter zurück und die Adlerträger versuchten das Spiel wieder zu bestimmen, immer wieder war es Marcel Wenig, der bereits in der Vorbereitung der Profis einige Akzente setzen konnte, der versuchte dem Spiel etwas Struktur zu geben. Mit dem 0:1 aus Eintracht-Sicht ging es dann in die Pause.

SGE mit starker zweiter Halbzeit

Zur zweiten Halbzeit wechselte Eintracht-Coach Glibo zweimal, für Amiri kam Ferri ins Spiel, Maurer wurde durch Cassaniti ersetzt. Und diese Wechsel brachten ordentlich Schwung ins SGE-Spiel – die Hessen hatten nun gute Chancen, die beste war ein Schuss von Bobson in der 49. Minute, der an die Latte klatschte. Nur fünf Minuten später fand der eingewechselte Ferri in Alzenau-Keeper Endres seinen Meister. Und die beiden Adlerträger waren auch kurz darauf in Weltklasse-Manier für den SGE-Ausgleich zuständig. In der 57. Minute kombinierten sich beide mit einer traumhaften Kombination übers ganze Feld, Bobson ließ mehrere Gegenspieler aussteigen, am Schluss vollendete Ferri freistehend vor dem leeren Alzenauer Tor – 1:1. Auch in der Folge war die Eintracht klar tonangebend, es fehlten des Öfteren aber der letzte Pass oder das Quäntchen Glück. Und dann kam es wie es kommen musste: Aus heiterem Himmel gingen die Gastgeber in der 72. Minute erneut in Führung, die SGE-Abwehr zeigte sich hier schläfrig, Lukas Fecher stand dann völlig frei vor dem Eintracht-Tor und erzielte souverän aus kurzer Distanz das 2:1. Die Hessen warfen jetzt fast alles nach vorne, scheiterten aber immer wieder an Endres, der beispielsweise in der 82. Minute unfassbar stark hielt oder den eigenen Nerven – damit blieb es am Ende bei einer unglücklichen und unnötigen 1:2-Niederlage für die SGE beim Comeback der zweiten Mannschaft. Trotzdem zeigte die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbzeit viel Positives – nur an der Chancenverwertung muss noch gearbeitet werden.

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20 Kommentare

  1. Auf twitter schreibt die Eintracht 1:2 verloren, von daher würd ich mal dem kicker Verbreitung von Schwachfug unterstellen.

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  2. Der sge4ever Artikel ist korrekt, keine Ahnung was die beim kicker gemacht haben. Also leider verloren.

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  3. Hallo an alle,

    Es gab da wohl einen Fehler, die Partie ging 2:1 für Alzenau aus. Es gab bei der Übertragung keine Anzeichen für einen Elfer, beide Vereine schreiben von 2:1.

    @3: was meinst du mit „wie schlecht ist das denn?“

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  4. Auf der Website des FC Bayern Alzenau:
    Traumstart mit 2:1 Sieg gegen Eintracht Frankfurt U21
    1.500 begeisterte Zuschauer sahen Topspiel
    Unser Start in die Hessenligasaison 2022/2023 ist auf beeindruckende Weise geglückt. Gegen eine spielerisch bärenstarke Eintrachtmannschaft, überzeugte unser Team mit einer vorbildlichen Defensivtaktik und einer brutalen Kaltschnäutzigkeit vor dem gegnerischen Tor.
    Unsere erste Chance nutzte Neuzugang Ihab Darwiche, der einen Foulelfmeter (26.) souverän verwandelte. Paul Seikel auf dem zu seinem ersten Hessenligator vom gegnerischen Torhüter von den Beinen geholt.
    Den Ausgleich der Eintracht (57.) brachte uns nicht aus dem Konzept und unser Torjäger Lukas Fecher nutzte eine der wenigen Kontermöglichkeiten zum Siegtreffer (72.)
    Die 1.500 Zuschauer zum Saisonauftakt bildeten eine würdige Kulisse für ein tolles Hessenligaspiel.

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  5. Schade, denn der Trainer monierte ja schon nach den Testspielen die schlechte Chancenverwertung und das ändert sich hoffentlich schnell. Natürlich muss sich die Mannschaft auch erst noch finden, die Saison ist noch lange, aber ein Aufstieg, der kein Selnstläufer ist, ist eigentlich Pflicht.
    Auf jeden Fall bin ich interessiert und würde gerne Spiele zumindest auch mal im Stream sehen.

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  6. Nichts läuft von allein oder weil es zur Eintracht gehört.
    Alles muss sich hart erarbeitet werden, mit Schmerzen und mit der Erkenntnis auch aller Spieler der U21 : wir sind hier nicht die Könige, niemand verbeugt oder ergibt sich vor uns. Jeder Amateurverein und jeder Kicker sagt sich , wir spielen gegen Eintracht frankfurt und ihm ist es egal , welche Eintracht Profis auf dem Platz stehen. Es gilt nur , heute gebe ich alles.
    Nicht mehr, aber auch nicht weniger müssen unsere Jundprofis erkennen und positiv verarbeiten. Die Schonzeit der Jugend ist bei den echten Männern vorbei, erstrecht in der Hessenliga.
    Forza SGE !

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  7. Die Mannschaft scheint aber echt sehr stark zu sein…habe mit einem Spielervater der Alzenauer getextet…seine Kommentare:

    „Die kleine Adler sind aber gut“
    „Aber wie gesagt.. eintracht boah.. die werden trotzdem Meister.. brutale geschwindigkeit“

    Klar wäre der Aufstieg mega wichtig aber man scheint hier schon mal spielerisch auf dem richtigen Weg zu sein und evtl schafft es dann ein Wenig oder jemand anderes zu den Profis

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  8. Moin! Ganz blöde Frage, die mir schon immer mal im Kopf rum ging.

    Was ist der Unterschied zwischen U21 und U23 (außer der offensichtlichen Alterseinschränkung)? Und wichtiger: was ist denn unser Vorteil, dass wir nicht wieder U23 spielen lassen? Wäre doch besser für uns, oder? Mehr Optionen.

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  9. Wenn der Kicker schreibt es ging 2:2aus, dann war das so. Was wissen die Vereine schon, nur weil sie gespielt haben. Also ein Punkt!

    Vielleicht ganz gut, wenn Sie mir eine knappe Niederlage starten. Eine kleine Warnung, dass die anderen auch Fußball spielen können. Trotzdem glaube ich daran, dass die Mannschaft oben mitspielen wird und vielleicht sogar aufsteigen kann. Bin gespannt und werde versuchen, dass ein oder andere Spiel auch mal live zu sehen.

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  10. @14. Italo-Hesse

    Also ist es eher eine selbst auferlegte Pflicht. Die Idee ist ja ok und strategisch folgerichtig. Macht dann das Argumentieren wohl einfacher, wenn einer aufgrund des Alters raus rutscht. Trotzdem weiterhin unflexbiler, wenn es mal hier und da einen besonderen Fall gibt.

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  11. Verstehe ich das richtig – am Ende des Tages ist es einfach die zweite Mannschaft der Eintracht, nur intern wird diese als U21 geführt. Auflagen oder Unterschiede zu einer anderen Mannschaft gibt es keine, außer die Internen?

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  12. @14
    Nürnberg hat nach einer in der letzten Saison verkorksten Hinrunde in der RL Bay aber auch erkannt, dass es so ganz ohne ältere Spieler auch nicht funktioniert und verpflichtete zu Beginn des Jahres den 28-jährigen IV Menig, der auch gleichzeitig Kapitän der Mannschaft ist. In der Rückrunde liefs dann besser für sie.
    Ich denke, in der 5. Liga kann das mit nur jungen Kickern trotzdem funktionieren. Die (Trainerteam, Mannschaft) müssen sich halt erstmal finden.

    Was ist eigentlich mit Jan Schröder (LV)?
    Trainiert der bei der ersten Mannschaft mit? Und weiß jemand, warum er gg Alzenau nicht spielte?
    Zu gut für die 5. Liga? Oder schlichtweg verletzt/erkrankt?
    Loune und Bignetti, die anderen mit Profivertrag, spielten gestern ja für die U21.

    Bei einer U21 wird die SGE es halt nie schaffen, den Kader komplett mit Jugendspielern zu bestücken. Einige werden aussortiert (Charakter oder fehlende Qualität), andere sehen sich zu stark für die 5. Liga. Da müssen sie stets den Kader kreativ auffüllen.

    Es wird einige Jahre dauern bis man auf einem Niveau mit bspw Hoffenheim ist. Auch bei deren 2. Mannschaft findet man zwei 26 und einen 35-jährigen. Und auch die dominierten in den letzten vier Jahren (10., 9., 16., 13.) nicht die 4. Liga.
    Im Optimalfall spielt die 2. Mannschaft wie beim BVB oftmals in der 3. Liga bzw dominiert die RL. Dann bekommst du halt so Kracher wie bspw Knauff raus.
    Aber gut, deren U19 wurde in der BL West in den letzten 7 Jahren stets 1. oder 2. Da will dann jeder talentierte Jugendspieler hin. Die haben Bayern bei der Jugendarbeit voll abgehängt.
    Wir sind da meilenweit weg, und grad froh überhaupt ne 2. Mannschaft zu stellen. Eintracht-Fans sollten auch in den kommenden Jahren damit rechnen, dass uns der ein oder andere talentierte Jugendspieler verlässt..weil die Möglichkeiten bei anderen Vereinen schlichtweg besser sind.

    Solange wird die SGE in Bezug auf die Jugend wahrscheinlich in junge (insb. ausländische) Talente investieren, die entweder direkt in die 1. Mannschaft integriert werden (N’dicka, Tuta, Alidou) oder denen man zutraut, nach eins bis max zwei Jahren den Sprung in die 1. Mannschaft zu schaffen (Ferri derzeit).
    Mit dem Risiko, dass sich die jungen Spieler im neuen Land nicht wohlfühlen und den Verein wieder verlassen (Cunha, Costa, Herrero, Blanco).
    Obwohl nun ziemlich viele dieser Talente den Verein wieder verließen, kann ich mir vorstellen, dass die SGE diesen Weg weitergeht.
    Doch ich glaube, dass es mehr Sinn macht, statt Spanien und Portugal bei Jugendspielern andere Märkte wie bspw Skandinavien, Osteuropa und Kroatien anzupeilen. Ich denke, die haben grundsätzlich mehr Motivation, sich in D zu integrieren und ‚durchzubeißen’…weil es in ihren Heimatländern schwieriger ist, qualitativ hochwertige Training- und Spielbedingungen vorzufinden. Ich denke, das zeigt die Quote bei den Zugängen aus Spanien/Portugal recht deutlich.
    Außereuropäische Märkte wie bspw Asien oder Afrika kann man dbzgl ja eh vergessen, weil Nicht-EU-Ausländer in den Jugendmannschaften nicht spielberechtigt sind.

    Das alles jetzt mal ganz unabhängig von der Tatsache, grundsätzlich den Fokus auf talentierte hessische Spieler zu legen und denen einen Weg bei der SGE aufzuzeigen. Dbzgl sollte man bei der Eintracht bestenfalls einen Blick ins Baskenland wagen. Was die dort in den letzten Jahrzehnten an Jugendarbeit und Integration in die ersten Mannschaften auf die Beine stellten, sucht weltweit seinesgleichen. Mannschaften wie San Sebastian, Bilbao und Pamplona spielen schon ewig in LaLiga und auch international ne gute Rolle und sind jahrzehntelang zu mindestens 60% mit Basken besetzt…meistens mehr. Irgendwas machen die richtig gut.
    Wiki: ‚Athletic Bilbao steht für die Politik, nur Spieler einzusetzen, die entweder in den baskischen Provinzen Bizkaia, Gipuzkoa, Álava und Navarra (alle Spanien), Labourd, Soule und Nieder-Navarra (alle Frankreich) geboren wurden oder in der Jugend eines Fußballklubs aus diesen Provinzen ausgebildet wurden. Bilbaos Spieler legen eine große Loyalität zu dem Verein an den Tag und verbringen teilweise ihre gesamte Karriere im rot-weißen Trikot (Rojiblancos).‘

    Ich hoffe, es liegt nicht am fruchtbaren Boden der Pyrenäen (gesundes Essen) oder der Nähe zum Meer. Das wäre dann wirklich schwer nachzumachen 😉
    Dann halt wenigstens was aus Paris abschauen.
    Ich hoffe, die Eintracht blickt bzgl der Jugendarbeit mal über den Tellerrand und entwickelt was Professionelles. Manchmal muss das gar kein Geld kosten, sondern nur ein paar fruchtbare Gespräche mit dem hessischen Fußballverband. Es muss ja nicht gleich so radikal wie bei Bilbao laufen, geht derzeit auch gar nicht..dafür fehlt die Basis.

    Ich selbst hörte bspw mit Fußball auf, weil ich kein Bock auf die sinnlosen Nachbesprechungen der Spiele am Sonntag hatte. Dort wurde nur gesoffen und ich wollte nach ner Woche voller Sport lieber meine Freunde treffen. Doch wer nicht anwesend war, stand beim folgenden Spiel nicht in der Startelf. Das nahm mir dann die Lust. Nur ein Beispiel für verkorkste Ausbildung.
    Ich denke, dass es in der Region viel Potenzial gibt, mit dem in der Vergangenheit unachtsam umgegangen wurde und es ist keine reine Geldfrage. Wenn die Kids Bock haben zu kicken, suchen sie sich notfalls irgendein Acker. Dafür brauchts keine Tausende Käfige. Es braucht m.E. auch nicht mehr Vereine.
    Vielleicht gibts hier ja Leute, die besser verstehen, warum hier aus der Region in den letzten Jahrzehnten (vglw) so wenig kam?

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  13. Naja, es gab da genug. Die wurden aber weggekauft oder es hat nicht für die Bundesliga gelangt ( aber z.B. für die zweite oder dritte ) .

    Wenn es jetzt mal wieder einer schafft ( vielleicht Foti nach der Leihe ) würde ich mich freuen.

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  14. @braumer: ja so stelle ich mir das auch vor. Es wird dauern, und wir werden zwingend flexibel ein paar Haudegen (O21) rein bauen müssen. Die weisen den Weg, führen, bringen an der ein oder anderen Stelle Robustheit und Körperlichkeit für diese Liga mit.

    Ist es denn nun so gedacht oder möglich oder nicht? Das meine ich ja.

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