Aymen Barkok spielt seit fünf Jahren für die Eintracht. Nun steht der 20-Jährige vor einem Wechsel.

Eintrachts Mittelfeldmann Aymen Barkok soll kurz vor einem Wechsel zur Fortuna aus Düsseldorf stehen. Der 20-Jährige Deutsch-Marokkaner soll zunächst für ein Jahr an die Rheinländer, wo er auf den ehemaligen Frankfurt-Trainer Friedhelm Funkel trifft, ausgeliehen werden.

Turin oder Düsseldorf? Hauptsache Spielpraxis

Zuletzt war immer wieder über Interesse aus der Serie A spekuliert worden. Unter anderem der AC Turin soll seine Fühler nach Barkok ausgestreckt haben. Nun scheint der U21-Nationalspieler aber in der Bundesliga bleiben zu wollen. Nach Informationen der „Bild“ soll Aufsteiger Düsseldorf nun die besten Karten haben. Bei der Eintracht kam Barkok zuletzt unter Kovac kaum noch zum Zuge. Magere zehn Pflichtspieleinsätze mit insgesamt nur 354 Spielminuten konnte der gebürtige Frankfurter in der vergangenen Saison verbuchen. Insgesamt bringt es Barkok auf 27 Bundesligaspiele (zwei Tore, drei Vorlagen) für die Hessen. Sein erstes Bundesligator dürfte dabei unvergessen bleiben. Beim 2:1-Auswärtssieg in Bremen wurde der damals 18-Jährige im November 2016 eingewechselt und erzielte prompt den Siegtreffer. Durchaus sehenswert. Im Anschluss konnte er weitere 17 Bundesligaspiele in der Saison 2016/17 verbuchen, was für einen U19-Spieler durchaus beachtlich ist. Zuletzt allerdings stagnierte seine Entwicklung.

Kaufoption und Rückkraufrecht – Eintracht bleibt am Hebel

Dass Barkok mit ausreichend Talent gesegnet ist, gilt als unumstritten. In den deutschen U-Nationalmannschaften hat er quasi in allen Jahrgängen gespielt. Oft wird dem Offensivspieler allerdings ein gewisses Phlegma nachgesagt. Seine Körpersprache wirkt oft lässig. Und seine Schwächen in der Rückwärtsbewegung sind nach wie vor unverkennbar. In Düsseldorf soll Barkok nun Spielpraxis sammeln und den nächsten Schritt machen zu einer vollwertigen Bundesligastammkraft machen. Das Zeug dazu hat er sicherlich, auch wenn Eintrachts neuer Trainer Adi Hütter ihm scheinbar keine große Versprechen auf mehr Spielzeiten geben konnte. Bei der Fortuna traut man Barkok scheinbar einiges zu, weshalb man dort eine Kaufoption ausgehandelt haben soll. Die Eintracht hingegen soll sich ähnlich wie Real Madrid bei Omar Mascarell für den Fall, dass man beim Aufsteiger die Option zieht, ein Rückkaufrecht eingeräumt haben lassen. Sollte sich Barkok doch noch in andere Sphären spielen, hat man bei der SGE das Heft des Handelns in der Hand. In Frankfurt glaubt man nach wie vor an das Potenzial des 20-Jährigen. Auch wenn er es zunächst erst einmal in der nordrhein-westfälischen Hauptstadt entfalten soll.

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16 Kommentare

  1. Ich denke dass der einzige Sinn dahinter die defensive Schulung durch Funkel sein wird. Der wird dem Jungen schon einprügeln in der defensivbewegung alles richtig zu machen. Und in der darauffolgenden Saison wird Barkok bei uns einschlagen.

  2. Spielpraxis halte ich auch für ganz wichtig, auch wenn mir eine „Stammplatzgarantie“ in der zweiten Liga fast lieber gewesen wäre. Ob er in Düsseldorf wirklich so viel mehr spielt???

  3. @ 3
    ich denke da ähnlich wie du. sehe es auch alles andere als gesichert an, dass er in DD tatsächlich viel Spielzeit bekommt. gerade da anzunehmen ist, dass DD gegen den abstieg spielt und nicht großartig experimente machen wird.
    schauen wir mal….

  4. Wenn Düsseldorf an ihn als Spieler glaubt und daher Trainer Funkel ihn haben will, und Aymen Barkok sich dann dort mit all seinem Talent auch noch entsprechend weiterentwickelt, dann kommt er sicher auch zu Einsatzzeiten. Ich vertraue drauf, er wird es schaffen.

    Viel Spaß und Erfolg in D´dorf, Aymen!

    Und komm dann bitte zurück als gestandener BuLi-Spieler!

  5. Ich finde das Gerücht aktuell etwas seltsam. Mich stört die Aussage, dass Hütter nicht auf ihn setzt. Hütter kann sich außer über ein paar Videos ja wohl kaum schon ein Bild gemacht haben. Warum warten wir nicht mal ein paar Trainingszeiten ab?

  6. Adi Hütter gibt ihn lediglich keine Garantien zu mehr Einsatzzeiten, die gibt es im Übrigen wohl bei keinem Spieler. Auch FF wird ihm keine in Düsseldorf geben.

    Man hat dann wohl lieber eine Leihe bevorzugt, bevor er ein weiteres Jahr verliert.

  7. Perfekte Lösung. Für 5Mio.+ die ja auch mal irgendwo als Gerücht aufgetaucht sind – von Italien bis hin zum Interesse von Arsenal, hätte man wegen mir auch direkt verkaufen können aber eine Leihe mit entsprechenden Optionen klingt gut, sofern die Kaufoption nicht bei 1,5Mio. EUR liegt und die Rückkaufoption bei 8Mio. oder so…aber vielleicht hat man hier ja von Real ein bisschen gelernt.

  8. @911
    Die Aussage „…, dass Hütter nicht auf ihn setzt“ würde mich auch stören, aber wo hast Du die Aussage denn her?

  9. Kaufoption und Rückkaufoption widersprechen sich.
    Welche geht denn vor?
    @1 Hat das jemand behauptet?

  10. Naja, sie können ihn kaufen. Und wir können ihn zurückkaufen. Nur in der Reihenfolge macht es ja Sinn

  11. @9: vielleicht habe ich „Das Zeug dazu hat er sicherlich, auch wenn Eintrachts neuer Trainer Adi Hütter ihm scheinbar keine große Versprechen auf mehr Spielzeiten geben konnte.“ etwas übertrieben formuliert. Aber Versprechen bekommt ja grundsätzlich niemand, der Leistungsgedanke führt. Aber dazu muss ich mir doch wenigstens mal ein praktisches Bild machen. Und Trainingsauftakt war m.W. noch nicht. Alle noch auf Malle.

  12. Ich finde es eine gute Lösung für alle Parteien. In Düsseldorf hat er auf jedenfall größere Chancen auf Einsatzzeiten wie bei uns, und wenn er einschlägt haben wir immer noch die Möglichkeit ihn wieder an uns zubinden.

    Und das hier klingt doch auch schon viel besser als die Prozentbeteiligungen für Florenz die bei nem Verkauf von Rebic bisher genannt wurden.

    ****Nach Informationen von fussball.news soll die Beteiligung für den Ex-Klub AC Florenz bei den inzwischen marktüblichen 15 bis 20 Prozent – und nicht bei den aus italienischen Medien kolportierten 50 Prozent – liegen.***

  13. Dann verkaufen wir rebic halt erst ab 50 Millionen damit 40 bei uns bleiben 🙂

  14. Finde ich auch gut, dass aufjedefall weiter auf Barkok gesetzt wird. Was mir die Verlängerung seines Vertrages bei uns zeigt. Ich hoffe er entwickelt sich gut weiter in Düsseldorf und ganz wichtig, dass er nicht gegen die Eintracht trifft 🙂

  15. @14

    Macht der Junge noch zwei gute Spiele sind solche Summen heute absolute Realität.
    Aber selbst dann, bei einem Verkauf für dieses Geld, wäre es ein herber sportlicher Verlust für uns. Denn, m.E., ist aktuell bei uns nur genau ein Spieler unersetzlich: Ante Rebic. Der Unterschiedmacher.
    Und ob wir dieses Geld so werden anlegen können, dass wir nach seinem Transfer noch stärker sein werden (und das ist doch der Sinn von Transfers)??

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