Die Frauen der SGE bereiten sich auf die neue Saison vor. (Foto: imago images / Hartenfelser)

Knapp vier Wochen nachdem die Fusion der beiden Frauen-Teams von Eintracht Frankfurt und dem 1.FFC Frankfurt offiziell in Kraft getreten ist, stand vergangenen Samstag das erst Mannschaftstraining der Frauen auf dem Programm. Es war der „Start in eine neue Ära“. Cheftrainer Niko Arnautis schien glücklich darüber zu sein, endlich wieder mit dem Team auf dem Trainingsplatz zu stehen: „Nach der langen Saison mit der Coronazwangsunterbrechung gab es für alle nur eine kurze Sommerpause. Trotzdem waren wir heiß darauf gewesen, heute erstmals wieder gemeinsam auf dem Platz zu stehen und den Auftakt auf diese historische erste Saison als Eintracht Frankfurt genießen zu dürfen!“ Der ehemalige FFC-Manager Siegfried Dietrich ist zudem bei Eintracht Frankfurt ab sofort Sportdirektor und Verantwortlicher für den Bereich Frauen. Dietrich ist aber nicht nur für die beiden Frauen-Profi-Teams verantwortlich, sondern arbeitet „gemeinsam mit Sportvorstand Fredi Bobic an der strategischen Ausrichtung und Entwicklung des Frauenfußballs in der AG“, wie es in einer Mitteilung der SGE heißt.

Mit „Identifikationsfigur“ Arnautis in die Zukunft

Außerdem verkündeten die Hessen die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Arnautis, der seit September 2017 im Amt ist und auch schon den 1.FFC Frankfurt coachte. „Es ist eine große Freude, mit ihm zusammenzuarbeiten. Niko ist eine Identifikationsfigur, gerade für viele junge Spielerinnen sowie ein Motivator für die gesamte Mannschaft“, lobte Dietrich den 40-Jährigen, der bis Juni 2022 unterschrieben hat. Arnautis besitzt nun die große Aufgabe und Ehre, eine erfolgreiche Premieren-Saison für die neue alte Frankfurter Frauenmannschaft hinzulegen. Die letzte Saison schnitten die Frankfurterinnen im Tabellenmittelfeld aus Platz sechs ab. 33 Punkte holte man aus 22 Ligaspielen, eine negative Tordifferenz konnte man zudem nicht verhindern. In jeweils beiden Duelle gegen die Nummer eins und zwei im deutschen Frauenfußball hatte der 1.FFC keine Chance. Gegen den Double-Sieger vom VfL Wolfsburg verlor das Team von Arnautis mit 0:3 und 1:5 und auch beim FC Bayern ging es mit 0:3 und 2:3 zweimal leer aus.

Leistungsträgerinnen konnten gehalten werden

Unter dem Namen der Eintracht soll der Frauenfußball in Frankfurt wieder an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen und Stück für Stück den Rückstand auf die Elite verkürzen. Mit Merle Frohms, Virginia Kirchberger, Leonie Köster und Lara Prasnikar präsentierte die SGE bereits vier Neuzugänge. Frohms ist Deutschlands Nummer drei zwischen Pfosten, kam vom SC Freiburg und will in Frankfurt den nächsten Schritt gehen. Mit Kirchberger und Prasnikar ergänzen zwei erfahrene Spielerinnen den Kader. Köster gilt als Nachwuchstalent und wurde von Bayern Münchens zweiter Mannschaft an den Main gelotst. „Es ist toll, dass wir unsere Leistungsträgerinnen weiterhin im Boot haben und unsere Mannschaft mit starken Persönlichkeiten und talentierten Spielerinnen verstärken konnten. Alle Spielerinnen bei uns sind hochmotiviert, die nächsten Entwicklungsschritte unter dem Dach von Eintracht Frankfurt zu machen“, versprach Arnautis. Neben Frohms gehören seit diesem Jahr auch Laura Freigang und Sophia Kleinherne zum Kader der A-Nationalmannschaft. Beide feierten letzte Saison ihr Debüt unter Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg. Dietrich spricht Arnautis einen erheblichen Anteil an diesem Erfolg zu. „Wir sind auf dem richtigen Weg, junge Talente zu Persönlichkeiten und Führungsspielerinnen auszubilden und gleichzeitig tollen Offensivfußball zu bieten“, erklärte Arnautis.

Die Vorfreude war riesig“

Tanja Pawollek ist seit letzter Saison Spielführerin. (Foto: imago images / Hartenfelser)

Den tollen Offensivfußball wollen die Spielerinnen auch in der kommenden Saison wieder zeigen. „Die Vorfreude bei uns allen war riesig – dieses erste Training in Eintracht-Trainingsoutfit ist schon etwas Besonderes gewesen, es macht Spaß, mit dem Adler aufzulaufen“, erzählte Kapitänin Tanja Pawollek. Mit ihren jungen 21 Jahren ist sie das Gesicht der Mannschaft und hat ihre Führungsqualitäten schon oft unter Beweis gestellt. „Man hat gemerkt, dass wir alle hochmotiviert sind und jetzt schon Gas geben. Denn auch wenn Corona-bedingt die vergangene Saison erst Ende Juni fertig war, haben wir genügend Kraft tanken können, um nun in der Vorbereitung voll durchzustarten“, so Pawollek. Ihrer Mannschaft bleibt noch der ganze August zur Vorbereitung, ehe am ersten September-Wochenende der Ball in der FLYERALARM Frauen-Bundesliga wieder rollt. Bis dahin steht für die Eintracht-Damen noch viel Arbeit auf dem Platz an.

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2 Kommentare

  1. Jawoll Adler-Mädels….auf gehts!!! Freue mich schon darauf und werde ab und zu vorbeischauen.

  2. Ich war ab und zu auch beim FFC. Bin mal gespannt, wie sich das als Teil der Eintracht entwickelt

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