Die Eintracht ließ in Vaduz nichts anbrennen. (Bild: imago images / eu-images)

Das Hinspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa League ist Geschichte. Und die Eintracht geht mit einer hervorragenden Ausgangslage in das Rückspiel am kommenden Donnerstag in Frankfurt. Die Hessen gewannen das Hinspiel in Liechtenstein beim FC Vaduz mit 5:0 und sicherten sich so quasi schon das Weiterkommen in die Playoffs. Die Tore für die Adlerträger erzielten Flip Kostic mit einem Doppelpack (11. Minute /27.), Dominik Kohr (41.),  Goncalo Pacienca (53.) und Mijat Gacinovic (63.).

Bereits in der ersten Minute hätte das Leder fast im Gehäuse des FC Vaduz gezappelt. Nach einem Eckstoß von Daichi Kamada stieg Neuzugang Martin Hinteregger, der sein Comeback mit dem Adler auf der Brust feierte, nach oben und köpfte den Ball nur Zentimeter am langen Pfosten vorbei. In der 4. Minute gab es dann die erste gelbe Karte der Partie, als Gelson Fernandes im Mittelfeld zu hart zu Werke ging und dafür verwarnt wurde. Die SGE gab weiter Vollgas und schnürte die Liechtensteiner in der eigenen Hälfte ein.

Vaduz-Keeper patzt doppelt 

Die verdiente, wenn auch in der Entstehung glückliche Führung dann in der 11. Minute. Flip Kostic zielte aus 25 Metern eigentlich nicht genau genug, Vaduz-Keeper Bücher fasste jedoch am Ball vorbei und schenkte der SGE somit die 1:0-Führung. Wer jetzt dachte, dass sich die Eintracht zurückzog, um die Führung zu verwalten, der irrte gewaltig. In der 27. Minute war es erneut Kostic, der nach feinem Zuspiel von Pacienca auf der Reise war und den Ball ins Tor schob – Auch hier sah Bücher nicht gut aus. Und die Hessen legten sogar noch vor der Halbzeit einen drauf. Nach einer Kamada-Ecke und einer astreinen Flipper-Einlage stand Neuzugang Dominik Kohr genau richtig und staubte zur 3:0-Pausen-Führung für die Eintracht ab.

Eintracht lässt nicht locker

Auch in der zweiten Halbzeit spielte nur die SGE. Und bereits nach acht Minuten zappelte das Leder wieder im Netz des FC Vaduz. Nach einer starken Flanke des überragenden Kostic nickte Goncalo Pacienca ein. Für den Portugiesen war es nach dem Doppelpack im Rückspiel gegen Tallinn bereits der dritte Treffer im dritten Pflichtspiel dieser Saison. Doch die Eintracht hatte noch nicht genug: Nach starker Übersicht und tollem Pass von da Costa, der allerdings aus dem Abseits kam, musste der zuletzt stark kritisierte aber dieses Mal äußerst engagierte Mijat Gacinovic in der 63. Minute nur noch einschieben. Anschließend wechselte Trainer Adi Hütter gleich dreimal innerhalb weniger Minuten: Für Fernandes, Pacienca und Kamada kamen Jonathan de Guzman, Dejan Joveljic und Ante Rebic, der kurz vor dem Ende der Nachspielzeit noch die Latte traf. Diese Wechsel änderten aber nichts mehr am am Ende souveränen und hochverdienten Erfolg der Hessen im Fürstentum Liechtenstein. Einem Weiterkommen in die Playoffs sollte am kommenden Donnerstag um 20:30 Uhr im Frankfurter Waldstadion beim Rückspiel nichts mehr im Wege stehen.

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6 Kommentare

  1. Einfach nur Freude auf nächsten Donnerstag im Waldstadion.
    Mögen die Kritiker sagen was sie wollen, man kann auch einfach mal zufrieden sein und gerade deutsche Teams haben sich in den letzten Jahren oft genug in der EL-Quali blamiert.
    Forza SGE !

  2. 5:0 war heut gut aber gegen buli gegner wirds mit dieser Spielweise wahrscheinlich bissl schwerer trotzdem seh ich sehr viel Potential.
    Gegen Waldhof wirds sicher schwerer aber bin guter Hoffnung aufs weiterkommen. Gaci mehr konzentrieren auf den nächsten schritt ( pass ) da geht was , da costa bissl präziser flanken. Kostic war Player of the Match auch Kamada gefiel mir ganz gut. Alles in allem wars ein gutes Spiel unserer Eintracht kaum Chancen zugelassen, so kanns weitergehen. Auf in die nächsten Runden im Pokal und EL. Nur die SGE

  3. Egal, was geboten wird:
    Kostic dürfen wir keinesfalls verkaufen!
    Schon in der Rückrunde letzte Saison war er m.E. unser stärkster Spieler .. und er hatte es wirklich nicht leicht alleine auf Außen.
    Unser Superstar, mit Abstand. Sein Speed mit Ball am Fuß & seine guten Entscheidungen machen oft den Unterschied.
    Nicht verwunderlich, dass gerade er heute die Dose öffnete.
    Kamada hat tolle Anlagen, aber es fehlt noch viel um in der BL zu bestehen. Startelf wäre mir bei ihm zu riskant.
    Allerdings ist er eine Superoption als Einwechselspieler & hat echt Potenzial !!

    Vaduz war kein ernstzunehmender Gegner. Waldhof wird schwerer, dennoch bin ich guter Dinge, dass wir ne Runde weiterkommen.
    Das hohe Ergebnis wird den Jungs ordentlich Selbstvertrauen geben.

  4. @3. braumerganedruebberedde: Volle Zustimmung was Kostic angeht! Unser größtes Problem mit ihm ist, dass es auch andere sehen. Da könnte ich mir schon vorstellen, dass ein Verein auch mit mehr als 60 Mio um die Ecke kommt (Bayern, Inter, Real?). Was macht Bobic dann? Wenn er das Niveau hält, haben wir ihn bestenfalls noch diese Saison (sofern wir nicht CL packen) – alles andere ist utopisch.
    Mit Kamada bin ich auch bei Dir. Vieles, was gut aussieht, wird meiner Meinung nach in der BuLi nicht funktionieren: der Querpass von der Mittellinie zu Da Costa am 16er. HIghlight, aber in der BuLi sind da 3 Füße dazwischen…als Beispiel. Ich denke, er wird – wie auch Pacieinca – Einwechselspieler. Ist ja nichts schlechtes, auch die werden ja gebraucht.
    Gaci fehlt nicht viel, eigentlich nur eine Sache: Spiel den Pass. Sonst hat er alles und vor allem die Aggressivität im Pressing ist top. Und er hat sich ja auch so schon öfter bewiesen. Ich sehe ihn klar vor Kamada.

  5. Fünf Tore, es hätten aber zehn sein können. Hinti 2x knapp mit dem Kopf, Gaci aus 8 Metern, Ante an die Latte und Vadder an den Aussenpfosten. Ich bin gespannt auf Mannheim.

  6. @ 2
    bin da natürlich grds bei dir, aber Vaduz hat natürlich auch unsere Spielweise mit deren Spielweise beeinflusst

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