Niko Kovac wusste selbst nicht so recht, was er vom Auftritt seiner Mannschaft halten sollte.

Der treue Eintrachtfan wusste am Samstagabend nicht so ganz, wie er sich fühlen soll. Der Last-Minute-Sieg dank eines Traumtores von Sebastien Haller täuschte über die spielerische Magerkost in weiten Teilen der Partie hinweg, dennoch war gerade die Willensleistung nach Ausgleichstreffer und Platzverweis immens. Trainer Niko Kovac ging es wie vielen – auch er war glücklich über die drei Punkte, seine Enttäuschung verbergen konnte er aber nicht.

Böse Miene zu gutem Ende – letzter Pass mangelhaft

Mit einem grimmigen Gesichtsausdruck widersprach Kovac seinem Gegenüber aus Stuttgart, Hannes Wolf, nach dem Spiel auf der Pressekonferenz. Dieser hatte von einem verdienten Sieg der Eintracht gesprochen. Der Treffer in der Nachspielzeit war durchaus glücklich, so einen Lucky Punch in Unterzahl kann man nicht jeden Spieltag erwarten und entsprechend (selbst-)kritisch äußerte sich auch der Kroate: „Es ist schon so, dass es einiges Gutes gibt. Aber auch einiges, was nicht gut läuft. Das müssen wir abstellen.“

In einer stabilen ersten Hälfte, in der die Mannschaft defensiv nur wenig zuließ, es aber in der Offensive verpasste vielversprechende Situationen in Zählbares umzumünzen, kam das Team kurz vor der Pause unter gütiger Mithilfe von Holger Badsturber durch Ante Rebic in Führung. Gerade Rückkehrer Marc Stendera, der den Treffer initiierte, verdiente sich ein Sonderlob des Coaches: „Er hat Ruhe reingebracht mit seiner Ballpräsenz- und Sicherheit. Johnny und Marc haben sich da gut ergänzt und die Fäden gezogen. So haben wir den Gegner mal laufen lassen von rechts nach links und auch mal Ruhe reingebracht.“

Vor dem Führungstor war es aber vor allem der letzte Pass, der einfach nicht ankam. In der Vorwärtsbewegung agierte man schlicht zu unkonzentriert. Sowohl die Flanken und Pässe von außen als auch die vermeintlichen Bälle in die Schnittstelle der VfB-Defensive fanden so gut wie immer ein Stuttgarter Bein. Gerade ein Jonathan de Guzman wird sich strecken müssen, sobald die Zentrale mit Hasebe, Stendera, Fernandes und in der Rückrunde auch Fabian und Mascarell wieder vollends verfügbar ist. Seine letzten Pässe waren ebenso mangelhaft wie die von Rebic und Gacinovic.

Führung führte zu Passivität – schlechte Ordnung zu Gegentreffer und Platzverweis

Doch auch mit der Führung im Rücken konnte man nicht beflügelt aufspielen. Im Gegenteil. Nach der Halbzeit verloren die Adler völlig den Faden, zogen sich komplett zurück und überließen den Schwaben das Feld. An sich taktisch nicht unklug, sich mit einem Vorsprung zu Hause auf Konter zu verlegen, die Frage ist aber wie: „Ich kann nicht nur aktiv nach vorne spielen. Wenn ich den Ball nicht habe, muss ich trotzdem aktiv sein.“ Ahnlich wie die ersten 30 in Leipzig, stießen Kovac auch die ersten 25 Minuten der zweiten Halbzeit gegen den VfB übel auf und haben deutlich gemacht, „das genau das dann passiert. Du musst raustreten, dem Gegner die Zeit nehmen, ihn unter Druck setzen. Und das geht nicht alleine, sondern nur im Verbund. Und da haben wir nicht gemacht“, kritisierte der Trainer die Phase nach der Pause.

Just in dieser Phase fiel auch der Gegentreffer durch den 34 Sekunden zuvor eingewechselten Terrode. Ecke von links, über drei Frankfurter Verteidiger hinweg und der Stürmer nickt ins lange Eck ein. Die Eintracht spielt bei solchen Standards mit Raumdeckung: „Unsere Organisation bei Ecken steht. Wir spielen Zone. Die haben genau die Lücke gefunden, die wir sogar in der Besprechung gezeigt haben“, machte Kovac deutlich, dass die Ordnung dort nicht gestimmt hat: „Wir haben es nicht geschafft, dort zu verteidigen.“ Die Vorzüge der Raumdeckung gegenüber der Manndeckung liege bei Standards vor allem darin, dass man die Blocks des Gegners besser unter Kontrolle habe.

Simon Falette war laut seinem Trainer der Letzte in der Fehlerkette und damit „die arme Sau“.

Doch mit dem Gegentreffer nahm das Unheil erst so richtig seinen Lauf. Nur drei Minuten später verlor die Eintracht in der Rückwärtsbewegung komplett ihre Ordnung: „Wenn wir angreifen, haben wir immer wieder gesagt, muss die Restverteidigung stimmen. Das heißt, wir müssen immer einen mehr als der Gegner haben.“ Die Stuttgarter aber waren nach einem Ballverlust in der Offensivbewegung plötzlich bei einem Konter in Überzahl, was Simon Falette dazu zwang, mit einem Foul einzugreifen: „Wenn man sich anschaut, wo wir den Ball verlieren, wie viele Leute vor dem Ball zurückgehen und hinten in eine Situation mit eins gegen drei geraten. Dann ist Falette die arme Sau. Das ärgert mich“, äußerte Kovac seinen Unmut und kündigt Aufarbeitung an: „Da muss man klar die Frage nach der Verantwortung stellen und wo da die Weitsicht ist.“

Medojevic und Willems als Lichtblicke

Bereits zuvor hatte die Verlezung von de Guzman einen Wechsel nötig gemacht. Marco Russ und die Umstellung auf eine Fünferkette sollten dafür sorgen, die geforderte linke Defensivseite, wo man laut dem Trainer „Beck nicht in den Griff bekommen“ hat, zu stärken. Tawatha sollte mehr Unterstützung von Falette erhalten, was durch dessen Platzverweis allerdings wieder zunichte gemacht wurde. Im Anschluss folgte dann die Auswechslung Stenderas, die eigentlich als erste geplant war. Um defensiv allerdings weiterhin kompakt zu stehen, musste Kovac Slobodan Medojevic als defensive Absicherung bringen, der durchaus überzeugen konnte: „Es war richtig ihn zu bringen. Der hat das gut gemacht“, verteidigte der Trainer den Wechsel.

Später war man dann gezwungen, statt beispielsweise mit dem von vielen Fans geforderten Luka Jovic einen frischen Stürmer zu bringen, auf einen Wechsel des Gegners zu reagieren: „Mit Brekalo kam einer, der viel Zug reingebracht hat. Da mussten wir eine Absicherung finden und ihn gleichzeitig fordern“, erklärte Kovac die Einwechslung von Jetro Willems, der ordentlich Schwung reinbrachte, die Großchance von Gacinovic einleitete und auch den Freistoß zum Siegtreffer getreten hatte. Warum es Rebic traf und nicht den bis dato schwachen Haller, erklärte Kovac auch: „Als Terrode eingewechselt worden ist mit 1,90m und wir im Defensivverbund, gerade wenn wir verteidigen, mit Haller einen langen brauchen, war das die einzig logische Lösung ihn drin zu lassen“, wollte man auch nicht Gefahr laufen einen weiteren Gegentreffer bei einem Standard zu kassieren. Im Nachhinein ein glückliches Händchen: „Dass er dann noch das Tor schießt, ist natürlich umso schöner. Da haben wir mit einer Klappe zwei Fliegen geschlagen.“

Zwischenfazit unter Kovac? Realistisch bleiben

50 Ligaspiele hat die Eintracht unter der Leitung von Niko Kovac bestritten. 1,28 Punkte sprangen dabei im Schnitt raus. Kein überragender Wert, aber auch kein schlechter. Ebenso wie zehn Punkte nach sieben Spieltagen und Platz Acht. Eine Platzierung, die wohl jeder realistische Anhäger an Spieltag 34 unterschreiben würde. Gerade gegen Stuttgart wurde aber auch deutlich, dass der 45-Jährige niemand ist, der „Defense first“ denkt, obgleich die Mannschaft im Vergleich zur Rückrunde deutlich häufiger zu hochkarätigen Chancen kommt. Nach den Ausfällen von Hasebe und Fernandes galt es erst einmal defensiv sicher zu stehen. Das setzte die Mannschaft gut um. Ausfälle wie der von Fabian wiegen gerade im Kreativbereich schwer, auch ein Boateng, der mit viel Vorschusslorbeeren an den Main kam, scheint noch Zeit zu benötigen, ebenso wie de Guzman und das gesamte, neuformierte Team.

Kovac wird nicht müde zu betonen, wie ausgeglichen die Liga und wie wichtig es ist, der Realität in die Augen zu schauen: „Wir müssen in der Bundesliga 90 Minuten konstant gut arbeiten, um nicht jedes Mal solche engen Spiele zu sehen. Ich bleib dabei: Eintracht wird selten Spiele mit zwei, drei Toren Unterschied gewinnen, weil die Qualität unserer Mannschaft sehr gleichzusetzen ist mit der vieler anderer Mannschaften in der Liga.“ Kleinigkeiten entscheiden über Sieg oder Niederlage, auch am Wochenende gab es in der Liga kein einziges Spiel, das mit mehr als einem Tor Unterschied gewonnen wurde: „Wir müssen die Sache alle realistisch betrachten“, versucht der Übungsleiter dem Umfeld wieder Realismus zu lehren. Und seiner Mannschaft? Von der fordert er vor allem Aktivität in allen Phasen des Ballbesitzes: „Das müssen wir in den nächsten Tagen und Wochen wieder einimpfen.“ Zwei Wochen hat das Team Zeit, um die Schwachstellen für das Spiel in Hannover am 14. Oktober (15:30 Uhr) abzustellen. Die Länderspielpause könnte diesmal bei verhältnismäßig wenig Abwesenden ein Schlüssel für nötige Verbesserungen sein.

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27 Kommentare

  1. Wer gestern das Spiel FC : RB gesehen hat, hat viel gesehen was einen Freund des Fußballs beglückt. Allerdings war dies ein gutes Beispiel dafür, dass dies nur passiert, wenn die Abwehrreihen mehr oder weniger versagen. So gesehen war dies natürlich kein Spiel für Trainer-Perfektionisten, und wenn man dann auch noch verliert. War ja auch kein Fan, des schaafschen Glücksspiel, so gesehen gibt es für mich wohl doch keinen Trainer, doch Veh isst gewesen wenn er nur hätte ernsthafter gearbeitet hätte insbesondere bei der Konditionsarbeit. Sollte wohl doch mit doch mit Kovac zufrieden sein, was ich ja im Sinne der Eintracht auch bin. Hoffe er legt mal die Verbissenheit ab, macht sich locker und überträgt dies mal auf die Mannschaft. Die Angst der Mannschaft was falsch zu machen, überwiegt leider, aber Herr Kovac ist ja auch erst 45, dass wird vielleicht noch. Ich habe es ja auch noch nicht geschafft mich in Eintracht-Fragen locker zu machen.

  2. An alle , die nach 6 Speiltagen anfangen Kovac`s Entlassung zu fordern….ist das wirklich SGE Fan ? Oder geht das vielmehr in Richtung S04 oder Bayern ? Mal ehrlich…..ja, die Hinrunde der letzten Saison hat wohl dazu geführt, dass hier einige die Erwartung hatten diese Hinrunde würde genauso laufen, denn wenn man eine Saison so beginnen kann, trotz kompletter Umbau innerhalb der Manschaft, dann sollte es doch auch immer so möglich sein. Dem wäre vielleicht so gewesen, wenn die ersten 2 Spiele mit etwas mehr Glück mit jeweils 3 Punkten honoriert worden wären, denn die Spielweise war überzeugend, mutig und auch offensiv, leider mit dem fehlenden Glück. Dass man dann auch der Kopf anfängt einem im Weg zu stehen, ist nur verständlich, um so mehr für einen Stürmer, der bereits nach 2 Spielen hier dermassen abgestempelt wurde als Mega Flop und Fehleinkauf….Grantler bleibt sogar nach dem Spiel gegen VFB dabei und sagt, er hätte lieber den Jovic gesehn, dann hätten wir nun aber keine 10 Punkte….denn Jovic nimmt den Ball nicht in der Form ins Tor ..( gehört auch was dazu, so ein Ding zu machen, nachdem man Woche für Woche als Fehleinkauf abgestempelt wird…Top von NK an ihm zu halten)…denn ein Stürmer lebt von dem was er vorbereitet bekommt…da uns 2 dieser Spieler ( Fabian / Mascarell) ( die nicht ersetzbar sind, wie wir alle sehn) nicht zur Verfügung stehen, muß er sich mehr wie ein Vorbereiter da vorne rumschlagen und tut das was er dann auch nur tun kann, manschaftsdienlich den Ball abschirmen und versuchen die Mitspieler in Szene zu setzen. Ja, Jovic würde ich auch gerne neben ihn im Sturm sehen…Kovac sieht das evtl anders ( das sollte erlaubt sein)…Lasst Mascarell und Fabian wieder mit einsteigen….und Haller darf dem Nachkommen , was er am liebsten macht….Wäre nur super, man bleibt etwas auf dem Teppich , gibt dem neuen Gebilde , sowie dem Trainer etwas Zeit und schreibt die Erwartungshaltung etwas runter…wäre für einen SGE Fan (meiner Meinung nach ) angemessener…Unglaublich was hier zum Teil an Kritik einprasselt…Bleibt mal locker Leute…

  3. @ 2

    Chapeau für diesen Beitrag, diesem kann ich mich nur vollumfänglich anschließen!

  4. Ist angekommen! Nur vielleicht hätte Jovic 3 andere Tore gemacht. Klar würde ich jetzt in Hannover wieder Haller spielen lassen, weil man ja auf den geöffneten Knoten hofft. Jovic hatte allerdings keinen Knoten und hinterließ einen super Eindruck. Bleibe dabei Haller selbst macht keine 8 Tore im ersten Bundesligajahr, aber seine Präsens bringt vielleicht 25 andere Tore, sei es als Assist oder vorletzter Pass. Als Mega-Flop habe ich ihn übrigens nie bezeichnet, ich sehe ihn nur nicht als Torjäger im ersten Bundesligajahr, aber er kann einer werden. Damit habe ich ihm übrigens Zeit gegeben und nicht wie viele die von 20 Toren ausgehen.

  5. In der bisherigen Saison habe ich Spiele gesehen die wir verloren haben, obwohl wir das bessere team waren. Spiele die wir verloren haben, obwohl wir nicht schlechter waren und Spiele bei denen wir einfach schlecht waren. Nie über die ganze Spielzeit, aber über längere Phasen. Und ich habe Unentschieden und Siege gesehen: Ich sehe das nicht so negativ, wie es bei manchen zu lesen ist. Ja wir haben deutliches Potential nach oben. Aber mit Vallejo, Mascarell und Fabian fehlen uns drei Stützen. Zwei kommen zurück und für Vallejo haben wir zwei Jungs bekommen , die uns zumindest deutlich weiterhelfen. Da sollten wir die Geduld haben., Haller ist für mich vorne eine deutliche Verstärkung, und Jovic wird auch noch im Laufe der Saison mehr Spielanteile bekommen. Wir werden ziemlich sicher weder absteigen, noch in die CHampions League kommen. Dazwischen ist alles möglich. Ich erwarte bei einigen, dass da noch mehr kommt, bin mir da aber auch ziemlich sicher,. Und kovac kann nicht übers Wasser gehen, ist aber trotzdem gut und passt zzu uns

  6. Grantler, Deine Ausagen sind vollkommen okay. Du machst ja nur deinen Job als Grantler ,-)

  7. @ 5. Dem kann ich mich voll und ganz anschließen. Unser Spiel ist in Gänze sicherlich keine Augenweide und muss bzw. wird sich (hoffentlich) noch bessern. Gehe aber davon aus, dass es einfach (noch) daran liegt, dass sich das Team auf dem Platz weiter einspielen muss. Mit Fabian, Mascarell und Meier (wobei ich diese Personalie „kritischer“ sehe) werden wir ein besseres Spiel zeigen. Letzten Endes zählen aber „nur“ die eingefahrenen Punkte. Wer auf die Tabelle schaut wird dies erkennen. In dieser Situation finde ich es wichtiger zu punkten – egal wie. Schön spielen können wir gerne, wenn wir auch die entsprechenden Punkte holen / haben. Das schließt sich sicherlich nicht aus, wird aber derzeit schwer realisierbar sein. Also gilt es weiterhin ordentlich Punkte zu holen und dabei nicht die Hoffnung auf spielerische (Glanz-)Leistungen zu verlieren!

  8. stimme dem Artikel weitestgehend und im Grundtenor zu.
    Korrektur, auch im Hinblick der hiesigen Diskussionen zu den jüngsten Artikel:
    es war keine´´ gütige Mithilfe von Badstuber´´ sondern ein guter (wenn auch seltener) Pass eines Mittelfeldspieler in die Spitze
    Rebic hätte den Ball auch ohne Badstuber bekommen, dann hätte er den Ball aber´´annehmen und verwerten´´ müssen. Badstuber konnte den cleveren Pass von Stendera kaum anders erreichen, da brauchte Rebic ´´nur´´ noch verwerten.
    Hat Rebic gut gemacht; in Summe aber trotz des Tores unglücklich geackert.
    Der Einsatz von Stendera hat gezeigt, dass ´´Offensive´´ weiter hinten beginnt und ein passicheres Mittelfeld benötigt.
    Das kann man sicherlich trainieren, und der Kader hat genügend Breite, auch wenn Fabian und Mascarel verletzt sind.
    Bin mir sicher, das NikoKovacTrainerTeam arbeitet daran.
    ´´ über drei Frankfurter Verteidiger hinweg nickt der Stürmer ins lange Eck´´
    11 Frankfurter Spieler postieren sich im 16er gegen 6 Stuttgarter. Der Verteidiger Tawatha sichert die kurze Ecke, der ´´Verteidiger´´ Boateng und der ´´Verteidiger´´ Haller hüpfen am Ball vorbei und der Verteidiger Abraham kann nicht verhindern, dass der Stürmer neben ihm einnickt.
    Da ist sicherlich einiges schief gelaufen. Nur bei den Spieler? Warum müssen sich 11 Spieler im Strafraum sammeln? Jeder Befreiungsschlag kommt postwendend zurück, und solche Aktionen entwickeln sich häufig gefährlicher als der ´´Zufall´´ des direkten Treffers nach Standard.
    Warum muss Haller Kilometer sammeln ( am Samstag lt kicker 11,15km, Zweitmeiste Frankfurter, Drittmeiste aller Spieler), obwohl er ausreichend bewiesen hat, dass er ein Spieler ist der den Ball vorne festmachen kann? Übrigens Boateng Drittmeiste Frankfurter, 6meiste aller Spieler_10,5km und viele haben den Eindruck, Boateng war platt und braucht ne Pause.
    Wenn man sich dann alle Spieldaten bei kicker.de anschaut, kann man einige Kommentare hier im Forum verstehen.
    Deshalb nochmal der Wink mit dem Zaunpfahl, gewonnen hat die Eintracht, nachdem sie mit Willems Druck gemacht und angegriffen hat. Angriff ist die beste Verteidigung und scheint für ein Heimspiel nicht das schlechteste Konzept.
    Spieldaten kicker.de
    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/spieltag/1-bundesliga/2017-18/7/3827647/0/default/0/default/spieldaten_eintracht-frankfurt-32_vfb-stuttgart-11.html

  9. Danke für diesen Artikel. Habe mich jetzt deshalb hier angemeldet, nachdem ich bei SGE4ever in den letzten Monaten deutlich hochwertigere Artikel gelesen habe als bei diversen anderen, altbekannten Medien. Auch die Qualität der Kommentare scheint klar höher 🙂
    Zum Inhalt selbst: Es macht Hoffnung, dass Kovac genau sieht, was noch zu verbessern ist. Die Mannschaft ist neu zusammengestellt, viele Spieler müssen sich noch an die speziellen Anforderungen der Bundesliga gewöhnen. Insofern: Mit dem neunten Platz steht man aktuell gut da, wenn die Langzeitverletzten zurück kehren, sich die Automatismen eingespielt haben, könnte man sogar endlich mal eine richtig gute Rückrunde spielen.
    Nur de Guzman gehört für mich aktuell nicht in die erste Elf – da würde ich lieber Medo eine Chance geben. Wenn Gelson angeschlagen ist, wäre die Kombin Stendera/Medo gar nicht verkehrt. Wobei Medo eher der Ersatz für Gelson wäre und Stendera de Guzman ersetzen würde.

  10. @9(aschebercher):
    Ich will Dich zwar nicht mit „Klugscheißerei“ hier im Forum begrüßen (herzlich willkommen also), aber in der Nennung unseres gegenwärtigen Tabellenplatz bin ich pienzig.
    Wir gastieren derzeit auf Platz 8.
    ForzaSGE

  11. Ich denke ich muss hier mal eine Lanze für Kovac brechen. Dafür werde ich mal die Perspektive umdrehen.

    Du bist Trainer, deine letzte Hinrunde lief schlecht, daher bist du schon leicht angezählt. Die Hälfte deiner Mannschaft ist neu und zwei deiner wichtigsten Mittelfeldspieler sind verletzt. Also wo fängst du an? Genau, komplett von vorne.

    Für die Vorbereitung benötigst du deshalb Trainingsschwerpunkte, welche schnell Wirkung zeigen und deine Mannschaft ohne Risiko verbessern. Nun muss man wissen, dass sich die Defensive deutlich leichter trainieren lässt, da viele Muster in den meisten Mannschaften ähnlich gespielt werden und es oft nur eine Frage von Höhe und Intensität ist. Zum Fußball gehört aber auch das Tore schießen und welche Spielsituation lässt sich im Training perfekt simulieren? Standards! Als letzten Trainingsschwerpunkt wählst du noch die Physis.

    Sind Defensive, Standards und Physis nicht die Stärken der Eintracht in den bisherigen Spielen? Ich denke das Trainerteam wird versuchen ein erfolgreiches Offensivkonzept zu etablieren, aber hierfür benötigt es einfach noch mehr Zeit und auch etwas ausprobieren.

  12. Wenn am Ende der Saison auch Platz 8 stehen würde, dann wäre ich sicherlich zufrieden. Das ist aber nur eine Momentaufnahme und die Spiele waren alle sehr knapp. Das waren sie auch schon in der letzten Saison mit seltsamerweise jeweils anderen Ausgang in der Vor- zur Rückrunde. Ob es nur in dieser Saison auch mit 2 klare Abstiegskandidaten gibt wurde ja schon direkt befürchtet…
    Das System von Kovac einer sicheren Defensive ist ja prinzipiell für mich ok, aber dann muss das Umschaltspiel viel besser sein wie z.B. bei Augsburg. Am Samstag hatte ich öfters das Gefühl, Bälle in der Abwehr wurden manchmal zu schnell und schlampig gespielt, andererseits das Tempo verschleppt, wenn die Stuttgarter mal nicht hinten geordnet waren. Generell gilt auch diesmal wieder das Passspiel zu bemängeln und es ist mir echt unerklärlich warum Profis nicht in der Lage sind einen Ball zum Mitspieler zu bringen bzw. ihn den Ball in den Lauf zu spielen, damit er das Tempo mitnehmen kann.

    Wichtig war aber auf jeden Fall ein Sieg gegen einen Konkurrenten und etwas Ruhe in der Länderspielpause, in der hoffentlich an einigen Baustellen gearbeitet werden. Vielleicht sollte man auch wieder dazu übergehen, wenigstens den 2. Pfosten zu besetzen…

  13. 10 Punkte nach 7 Spielen sind absolut in Ordnung!
    Aber man darf doch wohl das „wie“, kritisch hinterfragen und da tauchen schon Fragen auf.

    Wir haben gegen Freiburg, Wolfsburg und Gladbach teilweise gute Spiele gesehen.
    Aber auch da war nicht alles Gold was glänzt.
    Dann ging es aber los, Augsburg, Köln, Leipzig und Stuttgart waren im Großen und Ganzen
    sehr sehr grenzwertig.
    Und ich finde man darf sich schon mal fragen, wo ist die Idee im Spiel?
    Die Torchancen die wir haben entstehen zu einem sehr hohen Anteil aus dem Prinzip
    „langholz nach vorne und hoffen das was passiert“ und das kann in meinen Augen nicht der
    Ansatz sein um in der Bundesliga zu spielen.
    Ich habe auch absolut nichts dagegen wenn der Fokus zuerst auf der Defensive liegt aber
    dann muss man halt dran arbeiten wie man sich vernünftig Chancen erarbeitet.
    Augsburg z.b. steht auch erstmal nur hinten drin ist aber mit der Idee des schnellen Umschalten und
    wenig Kontaken im Mittelfeld extrem Gefährlich und erfolgreich.
    Freiburg ist unfassbar flexibel und passt das eigene Spiel ruck zuck dem Gegner so an das Sie
    den Gegner fast immer gefährlich werden können.

    Ich wiederhole mich bestimmt aber Kovac erzählt seit dem Winter das er offensive Konzepte
    erarbeitet möchte nur frage ich mich wo diese sind.
    Im Sommer wurde gesagt das man froh ist die Mannschaft von Anfang an zusammen hat
    da man jetzt in der Vorbereitung schon viel intesiver am Spielaufbau arbeiten kann.
    Ja gut, wo ist der Spielaufbau?
    Ich kann auch nicht immer alles auf das fehlen von Fabian und Mascarell schieben.

    Und dann sind da halt immer wieder Personalentscheidungen die man von außen oft nicht ganz
    nachvollziehen kann.
    Jeder hat am Samstag gesehen das Stuttgart in der ersten Halbzeit komplett ratlos war,
    hätte man Sie in der zweiten Halbzeit etwas unter Druck gesetzt wären Sie eingbrochen.
    Stattdessen gehen wir hin und wechseln verletzungbedingt einen dritten IV ein und suggerieren
    dem Gegner „So wir stellen uns hinten rein und gucken mal was ihr so macht“
    Wir geben so den Zugriff im Mittelfeld frei und ermöglichen dem Gegner durch die Mitte druck aufzubauen.
    In der Situation hätte ich mir gewünscht das man ein Signal von außen gibt und z.b. Jovic bringt,
    Boateng zurück zieht und der Mannschaft das Zeichen gibt „Macht das 2:0 und erledigt Stuttgart“
    Man hat ja gesehen das Stuttgart fehler macht wenn Sie unter Druck geraten.
    Leipzig, ist auch von der Rolle. Warum 60 Minuten hinten drin stehen ohne zu aggieren?

    Das sind Dinge die ich für mich hinterfrage und dann kann man schon auf den Gedanken kommen,
    kann Kovac es eventuell noch! nicht. Er hat die Anlagen ein guter Trainer zu werden nur
    kommt es mir immer häufiger so vor als wenn Er immer öfter genau die falsche Entscheidung trifft.
    Sei es vor dem Spiel oder im Spiel

    Ich hoffe das er langsam eine gute Mischung findet und das sich Kovac und unser Spiel entwickelt

  14. …natürlich könnte auch die Eintracht mal einen Gegner mit 3 Toren Unterschied schlagen. Die Art und Weise wie gespielt wird, gibt hier den Ausschlag, nicht die Qualität der Manschaft. Siehe Saison unter Thomas Schaaf…

  15. Kovacs hat derart viel Kredit bei mir; ich habe nicht vergessen, dass er es war, der uns den Allerwertesten gerettet hat.
    Über den Doppelpass-Fußballexperten will ich mich jetzt nicht weiter äußern, als dass er auch seine Verdienste hatte.

    Aber der Beste war ist und bleibt Gyula Lorant. Das beisst die Maus keinen Faden ab.

  16. „Vielleicht sind wir Fans auch einfach zu ungeduldig“
    „Trotzdem nageln etliche „Fans“ den Trainer an die Wand…“ (@8/Talk-Thread)

    Ich weiß nicht, wer mit „wir“ und „etliche“ gemeint sein soll.
    Hier in diesem Portal gibt es eigentlich nur einen User, der notorisch gg. den Trainer rotzt (wenn auch ausnahmsweise noch nicht in diesem Thread) allerdings ohnehin kaum noch Ernst genommen wird.
    Sachlich-fachbezogene Kritik an NK ist übrigens m.E. mittlerweile völlig legitim, da er anders als in der Vorsaison als Cheftrainer federführend voll mitverantwortlich für die Besetzung des Kaders ist. Wenn sich also berechtigte Zweifel an der Qualität einiger Neuzugänge verfestigen sollten, fällt das selbstverständlich nicht nur auf die Scoutingabteilung und das Sportmanagement, sondern auch auf den Trainer zurück. So sehr bei einem Umbruch in Form von 11 neuen Spielern, Integration und Einspielzeit zweifellos als entscheidende Erfolgsfaktoren gelten müssen, darf nicht ignoriert werden, dass insbesondere die Anhängerschaft die vergangene Rückrunde nicht so schnell abschüttelt wie das Mannschaft und Trainer tun, ja, tun sollten und müssen. Wenn man also einmal die kollektive „Fangeduld“ saisonübergreifend beurteilen möchte, wird man sowohl in Anbetracht der unterirdischen RR-Bilanz wie auch im Vergleich mit den meisten anderen Fangemeinden der Liga vermutlich zu einem recht positiven Ergebnis kommen. So wie man in diesen Tagen NK in PKs und am Spielfeldrand erlebt, gewinnt man unübersehbar den Eindruck, dass er gegen die zunehmenden „Unzufriedenheiten“ des Umfelds alles andere als immun ist. Je deutlicher sich zeigt, dass dieser Kader u.U. mehr kann als er darf, desto höher wird der Druck auf den Trainer – nicht nur von Seiten der Fans.
    Meine persönliche Empfehlung an NK: Er sollte sich in den kommenden Wochen einmal gezielt um Kondition, Fitness, Form und Einstellung diverser Spieler kümmern (nach meinem Eindruck gibt es da ein paar, die das durchaus nötig hätten) und ansonsten die Jungs einfach mal Fussball spielen lassen…
    Wenn’s nach mir geht, muss es nicht immer die Null sein, die steht – solange mindestens 1 Punkt eingefahren wird.

    PS.
    Apropos „…nageln“ Auch ich habe mich schon mal bei der Vorstellung ertappt, wie Herr Nagelsmann diese Mannschaft wohl spielen lassen würde.

  17. Auch ein sehr früh, sehr übermässig hochgelobter Herr Nagelsmann muss nun zum ersten Mal eine Phase erfolgreich überstehen, die er so mit dieser Manschaft noch nicht erlebt hat…Schon erstaunlich wie extrem schnelllebig diese Fussballwelt geworden ist, dass selbst ein FC Bayern offenkundig sein Interesse bekundet an einem Mann, der 1 Jahr seine Manschaft erfolgreich geführt hat ( und das ohne grosse Doppel / Dreifachbelastung) …Wo es Berge gibt, sind die Täler nicht weit…..diese muss auch ein J.Nagelsmann durchleben…für meine Begriffe zu schnell in den Himmel gelobt….würde ihn nicht gegen NK eintauschen, wenn man das so lapidar sagen oder sich vorstellen darf…Diese Manschaft wird uns noch viel Freude bereiten, wenn 2 Spieler wieder an Bord sind und dadurch auch wir wieder kreativ nach vorne spielen können und aus den vollen schöpfen können( Stendera ist da schon mal ein Super Übergang für)…nochmals…Geduld….ist heutzutage wohl das Gut, welches nur schwer zu halten scheint…

  18. Hi Zizou,
    am Samstag war es sehr offensichtlich wie sehr Niko unter Druck steht.
    Als Sebastian getroffen hat wollte Niko die ganze Welt umarmen.
    Ich versuche immer sachlich und konstruktiv zu sein und,wie anderen hier,werde ich nie vergessen dass Niko das unmögliche geschafft hat.
    Er kann evtl doch nicht über Wasser laufen aber ich wurde ihn definitiv tragen.
    Und ich schaue immer in der 2te Liga rein und denke – Gott sei Dank.
    Niko Kovac hat dafür gesorgt dass wir nicht dort sind wo 10 andere Traditionsvereine „strugglen“um ihre Existenz. Danke nochmal Niko !!!

  19. @grantler
    Ich würde dir eine Wette anbieten: wenn Haller nicht vom Verletzungspech getroffen wird macht 10 Tore plus x
    Um eine Stadionwurst und ein

  20. Bin dabei! Aber in dieser Saison! Nicht bis 2025! 🙂 Commerzbank Arena Frankfurt! Wer will mir dazu ein Bier ausgeben? 😉

  21. Ich kann auch bei weitem nicht alles verstehen, was Niko Kovac macht, finde seine Auswechslungen manchmal merkwürdig und kann überhaupt nicht verstehen, warum er immer De Guzman bringt.
    Aber: Glaubt Ihr im Ernst, dass wir in dieser Phase, in der die Mannschaft sich gerade erst einspielt, mit Kombinationsfussball und Angriffsfussball so viele Punkte wie jetzt hätten ? Niemals
    @Janilton: kritisch hinterfragen finde ich absolut okay, aber ich bin gespannt, ob Freiburg und Augsburg am Ende vor uns stehen, ich glaube eher nicht.
    Letztes Jahr hat jeder geschrieben, wie toll alles die Kölner machen, diese Saison wird es ganz schwer für sie, da bin ich froh, dass wir eine defensive Grundordnung haben und jeder Punkt in der Vorrunde hilft uns, mit mehr Vertrauen in die Rückrunde zu gehen, die ganz sicher spielerisch besser wird, nicht nur, weil einige zurückkommen, sondern einfach, da die Mannschaft wie @im herzen von europa geschrieben hat, noch Zeit benötigt.
    Zum Glück haben wir da NK, der wie mehrfach erwähnt, in meinen Augen sehr gut zu uns passt.

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  23. Ich wollte nur mal eine Lanze für de guzman brechen hier. Keine Frage hat er noch Luft nach oben, aber vor dem 1:0 durch Rebic hat er den Ball erkämpft und den Angriff eingeleitet. Ich finde fairerweise darf man nicht immer nur das negative sehen.
    Lasst den neuen doch ein bisschen Zeit und verteufelt sie nicht gleich sondern unterstützt sie. Danke.

  24. @18
    Mit Etliche sind die vielleicht die vielen User gemeint, die jetzt plötzlich was Defensiv- und Mauertaktik labern. Wie ich bereits an anderer Stelle geschrieben habe empfinde ich das als absolute FRECHHEIT dem Trainer gegenüber. Man kann dem Trainer und der Mannschaft wegen mir einiges vorwerfen. Der letzte Paß kommt noch nicht an, es gibt viel zu viele Fehlpässe (anscheinend eine Tendenz der gesamten Liga !!) und der Abschluß MUSS besser werden. Aber Mauertatktik?? Gegen Freiburg und Wolfsburg hat Frankfurt das Spiel gemacht und war 2x Halbzeiten klar die bessere Mannschaft. Gegen Gladbach wurde erfolgreich etwas defensiver gespielt. Gegen Augsburg war das Spiel sehr zerfahren, aber wir waren definitiv die Aktivere Mannschaft. Das war kein gutes Spiel aber von Mauertaktik keine Spur. Köln war von den Spielanteilen auch recht ausgeglichen – da haben sich beide Reihen recht deutlich neutralisiert. Das war jetzt nicht gerade ein Offensivfeuerwerk – war aber eher der Nervosität beider Mannschaften geschuldet, denke ich.
    Über Leipzig brauchen wir nicht reden, da hat man es in EINER Halbzeit mit einem Abwehrriegel versucht. Erfolglos, wie man im Nachhinein weiß.
    Stuttgart war dann, mMn, wieder ok. Nach dem Rückstand hat sich die Mannschaft von stürmischen Stuttgartern nach hintern drängen lassen. Ein typischer Vorgang, der auf allen Fußballplätzen der Welt hunderte Male vorkommt. Nicht gut, aber normal.
    Unterm Strich kommt an als Statistik heraus, dass wir uns nach 7 Spieltagen die 6-meisten Torchancen erspielt haben. DAS könnt ihr ja mal mit den Statistikzahlen der Maurermeistern aus Darmstadt der letzten beiden Jahre vergleichen.
    Wie gesagt, ich habe gar nix dagegen, dass man einen Trainer kritisiert. Aufstellung, Einwechslung, … das muss man nicht alles verstehen und kann man diskutieren. Aber das Kovac jetzt hier ein Image als Zerstörertrainer angedichtet wird, das empfinde ich ob der gezeigten Leistungen schon als haarsträubend und rufschädigend. Und vor allem kontraproduktiv. Für so eine neu zusammengestellte Mannschaft sieht das Phasenweise richtig gut aus. Und erfolgreich. Diese Phasen sollten jetzt halt länger werden und die Laufwege langsam passen. Aber dass sich Manschaften erst mal finden und einspielen müssen, ist ja jetzt auch nix Neues. Oder?

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