Idol einer ganzen Generation von Eintracht-Fans: Uwe Bindewald

Zwischen 1988 und 2004 erlebte Uwe Bindewald mit Eintracht Frankfurt sämtliche Aufs und Abs, die man als Fußballprofi nur erleben kann. Er ist der Eintracht noch immer treu. Der ehemalige Verteidiger trainiert heute gemeinsam mit Alexander Schur die U19 des Klubs und verrät im Gespräch mit uns, welcher Moment seiner Karriere ihm heute noch Herzklopfen bereitet.

In 436 Spielen trug Bindewald das Trikot von Eintracht Frankfurt. Er war für eine ganze Generation an Fans ein Idol und für manchen bestimmt auch fußballerisches Vorbild. Er war zwar nie der geborene Techniker. Dafür aber ein leidenschaftlicher Kämpfer, der sich für sein Team auf dem Platz zerriss. Heute gibt er diese Tugenden an den Nachwuchs weiter. Als Co-Trainer der Frankfurter A-Jugend. Seit zwei Jahren trainiert er mit seinem langjährigen Weggefährten Alexander Schur die 17- bis 19-Jährigen am Riederwald. Seine vielen Erfahrungen gibt Bindewald so nun an die Nachwuchskicker weiter. In seiner aktiven Karriere erlebte er selbst 17 Trainer. Für ihn der härteste Trainer seiner Fußballerlaufbahn war Felix Magath.

Kämpfertyp durch und durch

Unter „Quälix“ kam er auf 14 Einsätze, hinzu kam ein komplizierter Handgelenkbruch im Trainingslager. Es hätte besser für Uwe Bindewald laufen können. Inzwischen kann er über diese Zeit schmunzeln. Damals war ihm allerdings nicht zum Lachen zu Mute. Sogar Wechselgedanken kamen bei ihm auf. Und das, obwohl er zuvor schon den Gang in die zweite Liga mit der Eintracht angetreten hatte, ohne ernsthaft einen Vereinswechsel in Erwägung zu ziehen. „Ich komme hier aus der Gegend und wollte daher gern bei der Eintracht bleiben„, so Bindewald. Und das tat er dann letztendlich auch. Er überstand die Zeit unter Magath und konnte für sich am Ende – Kämpfer wie er ist – sogar etwas Positives herausziehen: „Man muss schon mal die Ärmel hochkrempeln können. Solche Erfahrungen bringen einen auch weiter.“

Gute Zeiten, schlechte Zeiten

Weitergebracht haben ihn auch die „einschneidenden Erlebnisse“, die er mit der SGE während etlichen Auf- und Abstiegskämpfen machte. „Aufstiege oder wenn der Klassenerhalt am Ende doch noch geschafft wurde, sind tolle Erfahrungen, die man nicht vergisst“, sagt er heute. Zweimal durfte er die Emotionen erleben, die ein Aufstieg mit sich bringt. Einem Aufstieg geht aber auch immer ein Abstieg voraus. Insgesamt stieg Bindewald gleich dreimal mit der Eintracht in die zweite Liga ab. Und er erlebte auch die unsichere Zeit im Jahr 2002 als der Verein gegen die Insolvenz kämpfte. Weniger schöne Erinnerungen hat er außerdem an das „Drama von Rostock“ 1992, als die Frankfurter schon eine Hand an der Meisterschale hatten und am Ende doch mit leeren Händen dastanden. „Das sind ganz traurige Erinnerungen. Mit zunehmendem Alter wird es einem noch bewusster, wie tragisch das damals alles war. Es geht mir immer noch sehr nah, wenn ich daran zurückdenkt“, beschreibt der gebürtige Friedberger.

Aktuell aber gilt seine Konzentration den U19-Jungs, wenn sie in der A-Junioren Bundesliga gegen den Ball treten. Nachdem der Klassenerhalt in der vergangenen Spielzeit erst kurz vor Saisonende gesichert wurde, soll diese Spielzeit etwas besser verlaufen. Einen Sieg aus drei Partien hat die U19 bisher eingefahren. Der nächste soll am besten schon im nächsten Spiel am 10. September (13 Uhr) in Karlsruhe hinzukommen.

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