Aufsichtsrats-Boss Wolfgang Steubing und Präsident Peter Fischer.

Steubing stellt sich hinter Fischer: Eintracht-Präsident Peter Fischer möchte nach eigenen Aussagen bis zur Mitgliederversammlung am 28. Januar nichts mehr zum Streit zwischen ihm und der rechtspopulistischen Partei AfD sagen, dafür hat sich jetzt der Aufsichtsratsvorsitzende des Vereins, Wolfgang Steubing, eingeschaltet. Dieser stärkt Fischer demonstrativ den Rücken und äußerte sich gegenüber dem „hr-Sport“ wie folgt: „Eintracht Frankfurt steht für Fairness, ein sympathisches Miteinander, Toleranz und gegen Antisemitismus sowie Rassismus.“ Es sei die „richtige Antwort auf das“, was einem momentan von der Partei und von AfD nahestehenden Personen „entgegengeschleudert wird.“ Fischer habe „sein Herz am rechten Fleck“, sagt Steubing weiter. Er könne nicht nachvollziehen, wenn jemand damit ein Problem hat. Nur weil Fischer hin und wieder laut denke, müsse „man nicht so einen Aufstand machen.“ 

Kovac gibt Mascarell und Fabián Einsatzzeit: Am Samstag bestreitet die SGE im Rahmen ihres Wintertrainingslagers ein Testspiel gegen den FC Erzgebirge Aue. Das Besondere: Es werden dreimal 45 Minuten gespielt werden, um so viele Spieler wie möglich einsetzen zu können. Auch die Rückkehrer Omar Mascarell und Marco Fabián sollen wieder ein wenig Spiel-Luft schnuppern. „Wenn man so lange kein Fußball spielt, dann hat man das Raumgefühl und das Gegnergefühl nicht. Wir werden ihnen morgen einige Minuten geben. Aber sicherlich nicht so viel, dass wir ein zu hohes Risiko gehen“, erklärte Niko Kovac am Freitag.

Rückkehr von Abraham ungewiss: Definitiv nicht mit dabei sein beim Testspiel gegen Aue wird David Abraham. Der Abwehrchef laboriert immer noch an einem Hämatom am Unterschenkel. „Bei David ist es so gewesen, dass es ihm vor der Abreise relativ gut ging. Nach dem Flug hat er vermehrt Schmerzen gespürt. Er ist nun auf dem Weg der Besserung. Ich kann aber keine Prognose abgeben, was das heißt. Ob er nächste Woche wieder spielen kann oder erst später“, sagte Niko Kovac nach dem Training am Freitag.

Gacinovic bricht Training ab: Auch nicht rund läuft es in Alicante bei Mijat Gacinovic. Der Mittelfeldspieler musste schon am Mittwochvormittag die Trainingseinheit abbrechen, da er umknickte. Am Freitagnachmittag konnte er wieder nicht bis zum Schluss mitmischen. „Mijat hat eine Druckstelle am Fuß. Ich weiß nicht, ob es vom Schuh kommt oder, ob er einen Schlag abbekommen hat. Er hat das Training abgebrochen. Wir gehen kein Risiko. Wenn er morgen nicht spielen kann, wird er auch nicht auflaufen“, erklärte Trainer Niko Kovac.

Nächster Japaner für die Eintracht? Die japanische Fraktion um Makoto Hasebe und Daichi Kamada könnte bald Zuwachs bekommen. Das jedenfalls glaubt das portugiesische Fußballportal „A Bola“. Dieses will in Erfahrung gebracht haben, dass die Eintracht schon bald ein Angebot für den 23-jährigen Offensivspieler Shoya Nakajima vom portugiesischen erstligisten Portimonense SC abgeben möchte. Beim gestrigen Heimspiel gegen CF Belenenses seien demnach Funktionäre der Hessen im Stadion gewesen, um den Transfer voranzutreiben. Auch der VfL Wolfsburg soll am Japaner dran gewesen sein, ein offizielles Angebot sei jedoch abgelehnt worden. In dieser Saison stand Nakajima in zwölf Spielen in der „Liga NOS“ auf dem Platz. Dabei gelangen dem vorwiegend auf dem linken Flügel beheimateten Spieler sechs Tore und zwei Vorlagen.

Boateng will „Denkmal schaffen“: Noch kein ganzes halbes Jahr trägt Kevin-Prince Boateng das Trikot mit dem Adler auf der Brust, und doch identifiziert er sich schon voll und ganz mit der Eintracht sowie der Stadt Frankfurt. Nebenbei hat er noch großes vor mit dem Klub: „Ich persönlich möchte hier ein kleines Denkmal schaffen, denn die Eintracht ist ein richtig geiler Verein“, erklärte sich Boateng in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Es hat auch viel mit der Stadt zu tun. Wenn ich durch die Straßen laufe, sehe ich Leute, die alle positiv sind. Die ganze Stadt steht hinter der Mannschaft. Hinter dieser Multikulti-Truppe. Der Stadt und den Fans etwas zurückgeben, in naher Zukunft mal einen Pokal in den Händen zu halten, das ist die Vision, die ich habe.“

Mascarell fühlt sich fit: Im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Borussia Mönchengladbach hat Omar Mascarell sein bisher letztes Spiel für die Eintracht bestritten. Während der Partie am 25. April musste er mit Achillessehnenbeschwerden ausgewechselt werden. Im Juli musste der defensive Mittelfeldspieler schließlich operiert werden. Erst jetzt ist er wieder auf den Platz zurückgelehrt. Nach seiner langen Leidenszeit gibt er dort eine gute Figur ab. Im Trainingslager im spanischen Alicante sprüht er nur so vor Tatendrang. Seinen ersten Einsatz nach der Verletzung kann der Spanier jedenfalls kaum erwarten, so wird er in der „Bild“ folgendermaßen zitiert: „Ich fühle mich kom­plett fit, bin voll im Trai­nings-Rhyth­mus und freue mich rie­sig auf mein ers­tes Spiel. Ich will der Mann­schaft end­lich wie­der hel­fen kön­nen.“ 

SGE untersucht NS-Vergangenheit von Ehrenpräsident Gramlich: 1959 wurde Eintracht Frankfurt unter dem damaligen Präsidenten Rudolf Gramlich zum bisher ersten und einzigen Mal Deutscher Meister. Von 1955 bis 1970 bekleidete er das Amt des Präsidenten, zudem war er von 1967 bis 1974 Vorsitzender des DFB-Bundesliga-Ausschusses. Der 1988 verstorbene Gramlich besitzt aber auch eine dunkle Vergangenheit. Während des 2. Weltkrieges gehörte er der Waffen-SS an. Mit diesem Kapitel möchte die Eintracht sich nun intensiv beschäftigen: „Es wird nach der Mitgliederversammlung Ende Januar eine unabhängige Kommission geben, die die Zeit von Rudi Gramlich aufarbeitet. Der werden wir uns unterwerfen und den Ergebnissen anschließen“, sagte Präsident Peter Fischer gegenüber der „Bild“. Wie kein anderer Klub habe der Verein in der jüngeren Vergangenheit „die Eintracht-Zeit zwischen 1933 und 1945 aufgearbeitet.“ Aus Rücksicht auf noch lebende Familienangehörige sei die Arbeit im Fall von Gramlich jedoch „gehemmt“ gewesen. Der Sohn des Ehrenpräsidenten, Klaus Gramlich, war in der Zeit von 1983 bis 1988 ebenfalls Präsident der Eintracht.

Haller-Seitfallzieher zum Tor des Jahres nominiert: Zehn Tore aus dem Kalenderjahr 2017 stehen auf „Bundesliga.de“ zum Tor des Jahres zur Wahl. Eines davon ist der 2:1-Siegtreffer in letzter Sekunde von Sébastien Haller im Heimspiel gegen den VfB Stuttgart. Nach einem Seitfallzieher wie aus dem Bilderbuch durfte der Franzose seinen zweiten Saisontreffer bejubeln. Wenn ihr dieses Traumtor würdigen wollt, könnt ihr bis Mitte Januar hier abstimmen. Momentan führt Haller die Wahl mit einem deutliche Vorsprung an. Ob das so bleibt, liegt in eurer Hand…

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8 Kommentare

  1. OT: SGE angeblich Interesse am 23.jährigen Japaner Shoya Nakajima vom Portugiesischen Erstligisten Portimonense

    15 Spiele 6 Tore 3 Vorlagen laut TM

    Quelle : Bild.de

  2. @3: Sorry habe es überlesen bzw. ging mir das Peter Fischer Thema mittlerweile auf den Keks das ich es überlesen wollte.

  3. Linksaußen mit Rechtsfuß Hmmmmmhhh! Für 10 Mio. als backup für Rebic, oder wie? Falls was dran ist, vertrauen wir mal unseren Verantwortlichen.

  4. In den Japanischen Medien steht, dass der portugiesische Verein 20% am Spieler besitzt und die restlichen 80% beim FC Tokyo liegen. Portimonense scheint hierfür eine Kaufoption über 4 Mio zu besitzen, die zuvor erst einmal eingelöst werden müsste, bevor ein Weiterverkauf stattfinden kann.

  5. Aus einer anderen Quelle geht hervor, dass bereits ein anderer Buli Verein Ende letzten Jahres 8 Mio für den Japaner geboten haben soll. Ich gehe mal davon aus, dass es Wolfsburg war.

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