Der mexikanische Innenverteidiger brennt auf seinen ersten Einsatz in der Bundesliga. Bereits schon am Samstag gegen Gladbach?

Endlich haben die Ärzte ihm grünes Licht gegeben: Carlos Salcedo ist nun offiziell „fit“ und brennt auf seinem ersten Pflichtspieleinsatz für seinen neuen Arbeitgeber Eintracht Frankfurt am kommenden Samstag in Mönchengladbach (15:30 Uhr).

Schneller Heilungsprozess – Test in Marburg gelückt

Dass der Mexikaner aber überhaupt so schnell wieder gegen Ball treten kann, ist durchaus ein kleines Wunder. Bei der Confed-Cup-Partie gegen Neuseeland (22. Juni) war der Verteidiger unglücklich auf seine Schulter gefallen und zog sich eine Schultereckgelenksprengung zu. Sportvorstand Fredi Bobic sprach damals von einem Schock für alle Beteiligten. Bruno Hübner klärte bereits vor einigen Tagen auf, dass „El Titan“, wie er in seiner Heimat genannt wird, alles dafür getan habe, um den Genesungsprozess zu beschleunigen. Gegenüber den Journalisten in Frankfurt bedankte sich Salcedo am Dienstag vor allem bei der medizinischen Abteilung, sowohl auf deutscher, als auch auf mexikanischer Seite. Dort sei er über die ganze Zeit in besten Händen gewesen. Die vergangenen vier Wochen verbrachte er dann speziell noch mit dem externen Physiotherapeuten Erick Rodriguez aus Costa Rica, der gewisse Belastungen seiner Schulter mit ihm in Sonderschichten simulierte. Das Ergebnis: Die Bundesliga kann kommen!

Bei der Auswärtspartie gegen die Fohlenelf könnte der 23-Jährige also erstmals mit dem Adler auf der Brust auflaufen. Das entscheidet freilich der Trainer und deshalb ist es für ihn selbstverständlich, dass er jede Entscheidung des Trainers akzeptieren werde. Bei seinem ersten Test gegen die Marburger Regionalauswahl schlug er sich aber bereits ordentlich, wenngleich der Gegner kein Gradmesser für kommende Aufgaben darstellen kann.

Erfolge feiern als Ziel mit der Eintracht und Mexiko – Salcedo will lange bleiben

Die nächsten Wochen möchte sich der Mexikaner immer weiter in sein neues Umfeld einfinden und seine Mitspieler so schnell wie möglich auf dem Platz unterstützen. Der Integrationsprozess ist noch lange nicht vorbei, aber sein Ziel mit der Eintracht ist dennoch klar: „Ich möchte mit der Mannschaft Erfolge feiern!“ Dass er sich seine Verletzung im Kreise der Nationalmannschaft zuzog sei aber kein Grund, weshalb er in Zukunft nicht wieder sein Land auf der großen Fußballbühne vertreten möchte. Im kommenden Jahr steht die Weltmeisterschaft in Russland vor der Tür für dieses Turnier hat sich Mexiko in dieser Woche bereits qualifiziert. „Wenn man das Fußballjahr 2018 mit einem erfolgreichen Turnier abschließen kann, dann würde mich das freuen“, beschreibt er. Vorrang hat, und das stellte er unmissverständlich klar, hat für ihn eindeutig der Verein und damit die Eintracht.

Gleichfalls wie sein Landsmann Marco Fabian wechselte Salcedo vom mexikanischen Erstligisten Deportivo Guadalaraja zur Eintracht, doch für die „Chivas“ spielte er in der Saison 2015/2016 das letzte Pflichtspiel. Im vergangenen Jahr wurde er bereits in die Serie A an den AC Florenz verliehen: „Der Wechsel war mein erster Sprung aus meiner Heimat nach Europa und der ist mir schon ganz gut geglückt. Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gewagt habe und ich habe jede Minute auf dem Platz in Italien genossen.“ Warum er dann dort nicht blieb, sondern das Angebot der Eintracht annahm, schob er direkt nach: „Ich stand vor der Frage, ob ich dort bleibe oder etwas Neues und vielleicht auch eine neue Liga kennenlernen möchte. Bereits seit 2015 habe ich den Wunsch gehabt in die Bundesliga zu wechseln und die Eintracht hat mir mit ihrem Angebot die Möglichkeit dazu gegeben, weshalb ich mich für den Wechsel entschieden habe.“ Zwar sei sein derzeitiger Vertrag nur auf Leihbasis ausgestattet, aber er hofft, dass das Engagement „der Beginn einer erfolgreichen aber vor allem auch langen Zeit bei der Eintracht ist“. Der Grund für die erneute Leihe sei vor allem darin begründet, dass Guadalaraja in diesem Sommer keinem Verkauf zugestimmt hätte.

Logischerweise hat er sich auch im Vorfeld länger mit Fabian ausgetauscht, der ihm seinen Wechsel zu den Hessen ebenfalls schmackhaft gemacht hat und seinen Verein in höchsten Tönen gelobt hat: „Daran kann ich mich noch genau erinnern, denn das war zur Zeit der Vorbereitung der mexikanischen Vorbereitung auf dem Confed-Cup. Dort haben wir uns intensiv über die Eintracht ausgetauscht.“ Die nächste Zeit wird Salcedo allerdings noch ohne seinen mexikanischen Teamkollegen auskommen müssen, denn mit einer Rückkehr Fabians wird erst wieder zur Rückrunde gerechnet. Nichtsdestotrotz darf sich die Mannschaft auf die neue Nummer 13 freuen, die mit ihrer robusten und resoluten Spielweise eine perfekte Ergänzung zum spielstarken Mittelfeld darstellen dürfte.

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5 Kommentare

  1. Auf Salcedo freue ich mich sehr.
    Ich fände es klasse, wenn Kovac ihm auch spielerisch grünes Licht für einen Kaderplatz, wenn nicht sogar für die Startelf geben würde.
    Ob er allerdings schon genug mit der Mannschaft einstudiert ist und die Laufwege kennt, ob er das Defensivverhalten auf dem Platz zelebriert, welches Kovac fordert und erwartet, kann ich nicht sagen.
    Kann hier vielleicht ein Trainingskiebiz etwas berichten??

  2. Bleibe dabei, würde Falette die zweite Chance geben und ihn in Gladbach starten lassen, auch wenn er mir gegen Wolfsburg überhaupt nicht gefallen hat. Ein Talent braucht die Gewissheit auch bei Fehlern oder einem schlechten Spiel nicht direkt rauszufliegen. Er wird sicherlich seine Lehren gezogen haben. Außerdem heißt es ja Salcedo hätte die gleichen Probleme mit dem Stellungsspiel. Wenn jetzt im Training die beiden keine Welten trennen, würde ich den Festangestellten immer dem Leihspieler vorziehen.

  3. … Ich schaue manchmal beim Training zu, und kann nur sagen, was man da sieht ist kein Maßstab. In den öffentlichen Trainings wird meistens ein lockeres Trainingsspiel gespielt, Salcedo hab ich da schon gesehen, nur besonders auffällig war er noch nicht. Wenn man davon ausgehen würde, dass die auffälligsten Spieler Stammspieler wären, wären David Abraham, Marco Russ, Jovic und Dadashov absolut gesetzt. Von denen hatte ich bisher die besten Eindrücke im Training. Aber diese lockeren Trainingsspiele, meistens auf Kleinfeld sind nicht wirklich ein Maßstab…

  4. @3.augustinejayjay
    Ist mir schon klar, aber es heißt ja auch immer gerne „hat sich im Training nicht aufgedrängt“! Also bevor ich jetzt Salcedo ausprobiere und dann geht es auch schief, dann habe ich gleich ein zweites Problem aufgemacht, wenn Spieler gleich rausfliegen weil sie nicht so gut waren. Klar wollen wir den verschärften Wettbewerb, aber manchmal bringt Vertrauen mehr. Gilt ja dann auch für alle anderen Spieler, insbesondere von Torhütern kennt man das ja, aber auch bei Stürmern. Für mich wäre jetzt das kleine Zeichen „macht ruhig mal Fehler“ höher anzusiedeln.

  5. @augustinejayjay: Danke Dir für Deine geschilderten Eindrücke.
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    Ich denke Falette wird auch von Beginn an starten.
    Jedoch wird Salcedo vermutlich, insofern unser Wechselkontingent nicht aus unvorhersehbaren Gründen aufgebraucht ist, in HZ 2 seine erste Spielzeit von der Bank aus bekommen.

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