Kann Branimir Hrgota seine Flaute gegen den FC Augsburg beenden - oder muss er aussetzen?
Kann Branimir Hrgota seine Flaute gegen den FC Augsburg beenden – oder muss er aussetzen?

Spiele gegen den FC Augsburg haben erst vor rund viereinhalb Jahren den Weg in die Geschichtsbücher von Eintracht Frankfurt gefunden. Erstmals gab es am 17. November 2012 auf der Bundesligabühne ein Duell zwischen den beiden Kontrahenten. Die Hessen befanden sich damals in absoluter Topform und schossen die von Markus Weinzierl trainierten Fuggerstädter mit 4:2 ab. Das Ergebnis schmeichelte den Gästen noch, so hochüberlegen waren die Frankfurter vor heimischem Publikum. Ein Eigentor von Sascha Mölders und die Treffer von Stefan Aigner und Alex Meier, der einen Doppelpack erzielte, waren ein weiterer Grundstein für den Weg, der zum Schluss nach Europa führen sollte.

Seitdem konnte die Eintracht keinen Sieg mehr gegen Augsburg feiern. In den darauffolgenden acht Partien gab es drei Niederlagen und fünf Unentschieden, wobei die vergangenen vier Begegnungen allesamt Remis ausgingen. Das Hinspiel in der WWK-Arena endete 1:1. Dabei spielten die Frankfurter gerade in der Anfangsphase sehr stark auf und gingen durch Branimir Hrgota in Führung. Ji fand allerdings noch vor dem Pausenpfiff eine Antwort und glich aus.

Ob die Hessen am Samstag auf den Hrgota im Angriff setzen können ist noch unklar. Co-Trainer Robert Kovac erklärte: „Er hat Probleme an der Wade, die ist leicht gezerrt.“ Fahrrad fahren und etwas laufen gehen steht auf dem Programm, am Mannschaftstraining kann er in dieser Woche bisher genauso wenig wie der weiterhin an Achillessehnenproblemen leidende Omar Mascarell teilnehmen. Kovac zeigte sich zwar überzeugt davon, dass das Duo bis zum Samstag wieder fit ist, sagte allerdings: „Wir haben neben einem Plan A auch einen Plan B.“ Die Grundidee, wie die Mannschaft gegen Augsburg auflaufen soll, steht bereits, „aber wir haben uns noch nicht zu 100 Prozent festgelegt.“

Beim abstiegsbedrohten Kontrahenten werden wichtige Akteure ausfallen. Ja-Cheol Koo, Alfred Finnbogason und Dominik Kohr holten sich Platzverweise oder Gelbsperren ab, Angreifer Raul Bobadilla leidet noch immer an einer Muskelverletzung an der Wade. Innenverteidiger Martin Hinteregger stört sich daran allerdings nicht weiter und sagte voller Selbstvertrauen bei „Bild“: „Wir haben jetzt mit Frankfurt und Hamburg zwei Spiele vor uns, nach denen eigentlich sechs Punkte stehen müssen. Denn wir haben ein schweres Schlussprogramm, deshalb sind die Spiele umso wichtiger.“

Der 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Köln hat die Hoffnung beim FCA wachsen lassen. Trainer Martin Baum konnte nach dem Bekenntnis von Sportdirektor Stefan Reuter, der ihn nicht entließ und zu ihm stand, sofort drei Zähler einsammeln. Die Augsburger wissen also, worum es im Abstiegskampf geht – und die Eintracht? Eine engagiert und mit viel Power geführte Einheit ging nach rund 90 Minuten zu Ende. „So sollte das immer im Training sein“, zeigte sich Kovac nicht überrascht.

Überrumpelt wurde er hingegen, wie auch Bruder Niko Kovac, von der zehn Spiele andauernden Sieglos-Serie. „Das zieht sich. Wir waren immer nah dran, aber irgendwie hat das gewisse Etwas noch gefehlt“, bedauerte Robert Kovac und führte aus: „In den entscheidenen Situationen haben wir die Tore nicht gemacht. Wir hatten riesen Chancen und wenn wir nur die Hälfte oder ein Drittel davon reingemacht hätten, dann hätten wir jetzt deutlich mehr Punkte auf dem Konto.“

Tatsächlich liegt die Verwertungsquote in einem unbefriedigenden Bereich. Von 53 Möglichkeiten in der Rückserie fanden nur sieben den Weg ins Tor – 13 Prozent sind ein erschreckend schwacher Wert. Die Gegner hingegen konnten in diesem Zeitraum aus 43 Chancen 18 Treffer erzielen – überdurchschnittlich starke 42 Prozent (die Werte basieren auf der Chancentabelle des „kicker“-Sportmagazins“). Immerhin wurde der Knoten vor zehn Tagen gegen den SV Werder Bremen beim 2:2 etwas gelockert, auch gegen Borussia Dortmund . Gelingt es der Eintracht nun, ihn am Samstag endgültig und lautstark platzen zu lassen?

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12 Kommentare

  1. So jetzt heißt es wieder positiv zu sein bis zum Spiel! Freue mich schon auf die Pressekonferenz nach dem Sieg gegen Augsburg. Wette es wird einen Rundumschlag von Kovac gegen die Presse und die nörgelnden GRANTLERS geben. Hatte nicht eben dieser Grantler gesagt, dass es erst wieder gegen den Abstieg geht, und wenn wir eine halbwegs sorgenfreie Saison spielen, in der die Planungen rechtzeitig für die neue Saison beginnen können, dazwischen ein paar Highlights gegen Bayern oder Dortmund + lange im Pokal bleiben, dann haben wir eine gute Saison gespielt? Herr Kovac, dann bitte nächste Saison die 41 Punkte besser auf die Halbserien verteilen, damit keine Missverständnisse zu Weihnachten aufkommen können 🙂 🙂 🙂 , weder in die eine noch in die andere Richtung der Tabelle! 😉

  2. Ahhhh, Ooooohhhhhhhhhh, Mmmhhhhhhh! Eintracht erhöht die Dauerkartenpreise um 20 %! Geschickt gemacht vor dem Spiel der Spiele dieses jetzt zu veröffentlichen. Profis wo man nur hinschaut. Demnächst gibt der Stadionsprecher die Zuschauerzahl bekannt, während Fabian zum Elfmeter anläuft.

  3. Die Originalität der Äußerungen von Kovac („… irgendwie hat das gewisse Etwas noch gefehlt“) entspricht dem derzeitigen Leistungsvermögen der Mannschaft. Statt an den Defiziten zu arbeiten, wird das fehlende Glück, eine ominöse Verwertungsquote, bei der Äpfel und Birnen verglichen werden, oder transzendentale Erklärungen herangezogen. Es bleibt zu hoffen, dass die interne Ansprache des Trainerteams ein höheres Niveau aufweist als seine in der letzten Zeit zum Teil schlimme Außendarstellung. Es ist in der gegenwärtigen Situation nicht hilfreich, den Spielern Alibis zu geben und auf eine Aufarbeitung der Ursachen der Krise (Spielaufbau, fehlende Kompaktheit, falsche Laufwege, unzureichende Standards) zu verzichten. Aber vielleicht findet das ja auch alles hinter verschlossenen Türen statt und wir regen uns zu Unrecht über die Plattitüden des Trainers („Wir haben neben einem Plan A auch einen Plan B“) auf.

  4. Grantler: Das nennt man Fingerspitzengefühl, Berücksichtigung der Fanbelange und Sensibilität für den Geldbeutel der unerschütterlichen Klientel.

  5. @3 Was soll es denn auch bringen, wenn Kovac unsere Spieler öffentlich kritisiert. Das ist bei Sefe/Veh schon mal böse nach hinten los gegangen. Bei Rebic hat die Kritik bezüglich der Defensivarbeit zwar was gebracht, bei Hrgota hilft das aber glaube ich weniger. Der denkt sowieso schon viel zu viel nach. Dem müssten einfach mal 1-2 Buden aufn Schlappen fallen. Die Frage ist nur, ob wir es uns diese Saison noch erlauben können, ewig auf den Durchbruch zu warten.
    Ich würde vorne gerne mal Dadashov sehen, sofern der nicht bei der U19 dringender gebraucht wird.

    Ich hoffe, dass wir gegen Augsburg endlich ohne 5er Kette spielen. Die war meiner Meinung nach nur wegen Hasebe so stark. Bei Augsburg fehlen viele wichtige Spieler, da muss man sich keine 3 Innenverteidiger leisten, die uns eine spielerische Komponente im Mittelfeld kosten. Zudem sind die Flanken von beiden Außenverteidigern echt mies. Bringt doch nichts wenn die nur die Linie rauf und runter marschieren und dann die Konzentration im Zweikampf bzw beim Flanken fehlt.
    Meine Aufstellung wäre daher folgende:
    Hradecky
    Chandler-Abraham-Vallejo-Otsche
    Mascarell-Stendera
    Wolf-Fabian-Gacinovic
    Rebic

  6. Selbst der Bertholdt glaubt an einen Sieg am Samstag…das ich das noch erleben darf :O

  7. In der Tat, Grantler, das ist professionell gedacht, sogar hochprofessionell.
    Wie kriegt man besser die Panik vor dem „Spiel der Spiele“ in den Griff als
    mit einer solch fiesen Attacke! Manches geht eben sehr gut mit „Gegenschmerz“.
    Außerdem muß der Fan ja zeitig anfangen, auf die Preiserhöhung zu sparen und
    der stets als Sparkommissar beleidigte HB ist ja nun mal auch nicht mehr da.
    Die Fans kriegen das aber hin. Sonst fliegen einem hier im Forum die Millionen ja
    nur so um die Ohren, egal ob für Ablösen oder Spielergehälter. Ne Million ist da
    normalerweise gar nix. 125 € für die Dauerkarte bedeuten 7,35 € Eintritt pro
    Heimspiel, das ist etwa so viel wie eine Bratwurst und ein Bier. Das sollte einem
    das Spektakel samstags wert sein, und @5, allzuviel Fingerspitzengefühl ist bei
    heißer Bratwurst und kaltem Getränk auch nicht immer das Gelbe.

  8. zu@2
    Echt? Danke an die Herren Hellmann, Fischer und Steubing. Das ist doch sehr kreativ, 20% Erhöhung, ein echt tolles Geschenk an uns treuen Fans. Wo ist dies gerechtfertigt? Die Begründung einer Kapitalbenötigung ist zu dünn. Sorry, bei uns wird eher Hausmannskost geboten, mitunter auf ordentlichem Niveau, insgesamt, da auch die Rückrunde mitzählt und jetzt werden Feinschmeckerpreise aufgerufen. Trotzdem stehen wir zu unserer Eintracht, unbestritten. Nicht, dass ich diese Saison insgesamt in die Tonne trete…
    Das ist jedoch ungerechtfertigt und überzogen. Eine 10% Erhöhung wäre schon eine Hausnummer gewesen, aber zähneknirschend vielleicht noch gerade akzeptabel und mit Bauchschmerzen. Da wurde der Bogen rigoros überspannt. Dürfen wir jetzt auch endlich 20% mehr darstellbare Effizienz (aber bitte nicht wieder in Form von Gutscheinen, welcher Art auch immer) von Hellmann, Fischer und Steubing erwarten?
    Wohl kaum, das Potential dieser Herrschaften scheint eher überschaubar zu sein, das scheint ja aktuell erneut bestätigt zu werden.

  9. Grundsätzlich darf man gegen Augsburg optimistisch sein, Statistik hin oder her. Dennoch muss die Mannschaft wieder 100% abrufen, sonst werden sie auch gegen mit dem Rücken zur Wand stehende Augsburger nicht gewinnen. Ich habe Vertrauen und hoffe, dass Kovac die richtigen Schlüsse aus den letzten Spiel- und Trainingsleistungen zieht.
    Auf gehts, Jungs! Ihr rockt das!

  10. Branimir Hrgota’s Wade ist gemäß Trainer leicht gezerrt.

    Nun, ich würde mir als Trainer ein solchen Versagen auch nicht länger anschauen.
    Das permanente Stehen im Abseits erinnert stark an den späten Gekas.
    Dazu permanentes Lamentieren, wenn mal ein wenig geschubst wird, 0 Druchsetzungsvermögen -> Hrgoto Note 6.

    Nico Kovac sollte sofort aufhören, Hrgoto oder Seferovic weiter einzusetzen.
    Es ist zu hart für die Mannschaft ständig zu zehnt zu spielen.

    Im Sturmzentrum sollten nun Alternativen aus dem Pool der Spieler gefunden werde und die sind da.

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