Marius Wolf lässt sich von den Fans feiern. Erstmals erhält er für seine Leistung im Trikot der SGE die Note „1,0“.

Zwei Karnevalsclubs in einer Fastnachtswoche besiegt – das ist Eintracht Frankfurt sicherlich in der Historie bisher auch noch nicht geglückt. Auch Schlusslicht 1. FC Köln musste sich am Ende in einem, aus Frankfurter Sicht, wahrlichen Fußballfest geschlagen geben. Bereits früh in der ersten Halbzeit (15. Minute) ging man durch Ante Rebic in Führung. Zu Beginn der zweiten Halbzeit kamen die Gäste dann besser in Spiel und glichen durch einen Elfmeter in der 56. Minute aus. Fast im Gegenzug begann der Sturmlauf der Hessen, bei dem binnen neun Minuten drei Treffer die Entscheidung brachten. Da machte es auch keinen Unterschied mehr, dass Schlussmann Lukas Hradecky nach einem Freistoß der Kölner patzte und so noch der 4:2-Anschlusstreffer gelang.

In der Englischen Woche war es klar, dass das Trainerteam die Rotationsmaschine anschmeißen werde. So durften sich Timothy Chandler, Simon Falette und Luka Jovic an Stelle von Sebastien Haller, Carlos Salcedo und Jetro Willems beweisen. Marco Russ und Danny da Costa konnten mit einem starken Auftritt gegen Mainz ihren Platz in der ersten Elf behaupten. Marco Fabian, den viele in der Startaufstellung vermuteten, blieb erneut nur die Bank.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der dreizehn zensierten Spieler 2,23. Zum ersten Mal seit dem 2:1 gegen Werder Bremen in der Hinrunde erhält ein Adlerträger wieder die Bestnote. Am 11. Spieltag erhielt Lukas Hradecky für seine tollen Paraden diese besondere Bewertung.

Die Einzelnoten der über 780 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

Marius Wolf:
Endlich gelingen auch die Standards bei der SGE und das hat einen Grund: Marius Wolf. Aufgrund seiner anfänglich schmächtigen Figur verpasste man ihm den Namen „Hähnchen“. Mittlerweile hat er nicht nur Muskelmasse aufgebaut, sondern vor allem auch spielerisch einen enormen Sprung gemacht. Wolf war Dreh- und Angelpunkt der Frankfurter Offensive. Seine Freistöße leiteten die Tore der Innenverteidiger Marco Russ und Simon Falette ein. Mit einem Zuckerpass legte er sich quasi selbst seinen Treffer auf und hebelte mit einem geschickten Pass zudem auch noch das 1:0. An allen Toren war der Offensivspieler beteiligt und dafür gibt es von den Lesern von SGE4EVER.de ohne Wenn und Aber eine glatte „1,0“. Mit Biss und Herz hat er sich mittlerweile unverzichtbar gemacht. Wo führt dieser Weg noch hin?

Marco Russ:
Jeder im Stadion gönnte ihm das Tor. Marco Russ ist mit Sicherheit kein Spieler mehr, der über Wochen hinweg in der Startelf zu finden ist. Wenn er aber gebraucht wird, dann ist er da. Eine klasse Leistung, die mit seinem 23. Bundesligatreffer für die SGE belohnt wurde. Mit einer Passquote von 84 Prozent und einer Zweikampfstärke von 73 Prozent ist dieser Russ immer eine Verstärkung für das Team

Ante Rebic, Danny da Costa, Timothy Chandler, Omar Mascarell:
Ante Rebic spult sein Wochen ein unglaubliches Pensum auf der linken Seite ab. Mit seiner Wucht und Dynamik macht er es jeder Abwehrkette schwer. Zudem konnte er nach seinem Treffer unter der Woche im Pokal auch in der Bundesliga wieder jubeln. „Es wird niemand fallengelassen“, erklärte Kovac und das trifft in höchstem Maße auf Danny da Costa zu. Mit viel Fleiß und Engagement ruft er mittlerweile das ab, was das Trainerteam von ihm verlangt. Gut ins Offensivspiel eingebunden und in der Defensive mit der nötigen Ruhe und Zweikampfstärke. Ähnliches gilt auf der anderen Seite für Timothy Chandler, der mit vier Torschüssen sogar die meisten in der Mannschaft abgab und immer wieder zu seinen gefährlichen Sprints ansetzte. Omar Mascarell glänzte in der Spielgestalterrolle ohne dabei besonders aufzufallen. Man kann behaupten, dass der Spanier die Fähigkeit besitzt, seine Teamkollegen glänzen zu lassen.

Makoto Hasebe, Gelson Fernandes, Simon Falette, Kevin-Prince Boateng, Luka Jovic:
Makoto Hasebe und im späteren Verlauf Gelson Fernandes brillierten vor allem im Zweikampf und machten so viele Angriffe der Kölner zunichte. Der Japaner verursachte zwar den Elfmeter, dennoch kann man seinen Auftritt insgesamt als sehr ordentlich bezeichnen. Simon Falette konnte sein erstes Eintracht-Tor feiern. Zwar muss er weiterhin an seiner Spieleröffnung feilen, aber über 90 Minuten war das ein Auftritt, der positiv zu bewerten ist. Kevin-Prince Boateng spielte ähnlich unaufgeregt wie sein Nebenmann Mascarell. Sein Ballverlust initiierte allerdings den Elfmeter der Gäste. Luka Jovic spielte einen Sahnepass zum 1:0. Punktgenau servierte er den Ball zwischen Keeper Horn und Heinz auf Rebic, der nur noch einschieben musste. Starker Auftritt des Serben.

Lukas Hradecky, Sebastien Haller:
Lukas Hradecky patzte zwar beim zweiten Treffer der Kölner, sicherte aber vor allem gegen Ende der ersten Halbzeit die Führung seines Teams. Sebastien Haller durfte nach einer knappen Stunde die Aufgaben von Jovic übernehmen. In der 72. Minute hätte er sich mit einem Tor belohnen können, sein Kopfball strich Zentimeter am Pfosten vorbei. Selbst die Tormusik wurde für einen kurzen Moment eingespielt.

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12 Kommentare

  1. Also Falette eine 2,5 zu geben, nur weil er ein Tor gemacht hat, finde ich wieder argh durch die Vereinsbrille geschaut. Sein Aufbauspiel ist miserabel bzw seine katastrophalen Fehlpässe … Dazu eine Zweikampfquote von gerademal 38% … Das sind für mich keine 2,5 .. Er muss ganz dringend anfangen an seiner Übersicht zu arbeiten. Dann klappt auch die Spieleröffnung besser und die Fehlpassquote wird auch geringer.

  2. Dass der Kicker Rebic eine 4,5 verpasst, kann ich weniger verstehen, als unsere 2,5 für Falette. Marco Russ hat zwar ein tolles Spiel gemacht, ob er aber eine Note besser war als Hasebe oder Mascarell, bezweifle ich auch. Mit einer Durchschnittsnote 3 kann man gegen die Kölner auch nicht 4:2 gewinnen.

  3. Absolut ok, der Junge ist Wahnsinn. Er macht Kilometer ohne Ende, kämpferisch vorbildlich, stark im eins zu eins und torgefährlich mit finalem Abschluss. Man sollte ihn nicht Hähnchen nennen, klingt nicht gut und ist schon fast despektierlich. Biene wäre ein treffender Beiname, fleissig und effektiv, so ist er. Lob an Bobic und Co., mit seiner Verpflichtung wurde das, wenn auch überschaubare, Risiko belohnt.
    Ein Sieg gegen Leipzig, das können wir rocken, würde tolle Perspektiven weiter verbessern. Schöne Fassenacht noch und helau.

  4. Ich sehe es jetzt nicht durch die rosa Vereinsbrille – aber wenn Löw seiner Linie treu bleibt und wie so oft eins zwei Überraschungs Saison shootingstars mit nimmt – dann kommt er an Wolf nicht vorbei .
    Ich kann keinen besseren Backup zu Kimmich und Co sehen momentan

  5. Bei aller Euphorie, die ich jedoch auch teile, darf man nicht vergessen, dass es sich mit Köln um den abgeschlagenen Tabellenletzten handelte, und 4:2 ist auch nur ein 2:0. Die Abwehr ist manchmal noch recht wackelig, da ist noch Luft nach oben (5 Gegentore gegen Augsburg und Köln)

  6. @6
    Korrekt, aber das schmälert die gute Leistung in keinster Weise. Imponierend, wie wir nach dem Ausgleich sofort wieder steil gingen und das Spiel dominiert haben. Zu der angesprochenen Defensive, ich nehme an, dass sich da für die nächste Saison noch einiges verbessern wird, personell.
    Für mehr Ballsicherheit und effektiverem Aufballspiel, da wird Bobic schon jetzt an der Weiterentwicklung arbeiten.

  7. @6
    Korrekt, aber das schmälert die gute Leistung in keinster Weise. Imponierend, wie wir nach dem Ausgleich sofort wieder steil gingen und das Spiel dominiert haben. Zu der angesprochenen Defensive, ich nehme an, dass sich da für die nächste Saison noch einiges verbessern wird, personell.
    Für mehr Ballsicherheit, effektiverem Aufbauspiel, da wird Bobic schon jetzt an der Weiterentwicklung arbeiten.

  8. Marco Russ steht mit einer 1,5 alleine und dann aber auch bei 2,0 in der Überschrift…

    Gruß SCOPE

  9. Hab mir die Gegentreffer nochmal angeschaut. Es fängt an mit Chandlers langem Pass auf Sörensen, der einen kurzen Pass zu Lehmann spielt, dessen Pass zu kurz von Falette abgewehrt zu Sörensen geht, von dem der Ball auf Terodde abprallt und dann von Hase elfmeterreif gefällt wird.
    Hase läuft beim Freistoß von Köln auf Terodde nur neben ihm her, Da Costa bleibt stehen. Russ steht falsch (meiner Meinung nach), weil anscheinend unsere Abwehr – bis auf Falette, auf Abseits spekuliert. Lucas sah zwar alt aus, aber einer konzentrierten Abwehr wäre das nicht passiert Das waren unsere Gegentreffer.
    Natürlich hab ich mich tierisch über den Sieg und die Art und Weise, wie er rausgespielt worden ist, gefreut und vor dem Fernseher gejubelt.
    Köln kann besser spielen als sie bei uns gezeigt haben und ich hoffe, dass diese Fehler, bzw unglückliche Aktionen uns gegen eine bessere Mannschaft nicht passiert. FORZA SGE 4EVER! FOR EVER SGE!

  10. Wenn Russ so weiterspielt bleibt er in der ersten Elf, auch wenn Abraham wiederkommt.

    Die Defensivarbeit ist leider nicht verlässlich, war vielleicht mal besser. Dafür passt es auf einmal offensiv – und das im Gegensatz zum ersten Punkt hoffentlich nachhaltig. Das 1:0 war ein Gedicht, das war das Gegenteil einer Fehlerkette und ein solcher Spielzug, an den ich noch nicht mal im Traum dachte, eine Folge vier direkter perfekter Zuspiele und Laufwege. :-)))

  11. Den Satz, das Omar Mascarell ‚die Fähigkeit besitzt, seine Teamkollegen glänzen zu lassen‘ finde ich absolut zutreffend. Genau das geht mir immer durch den Kopf, wenn ich ihn spielen sehe. Mir fehlten bisher nur die Worte die dies beschreiben.

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