Der Spanier Omar Mascarell ist aus der Frankfurter Elf nicht mehr wegzudenken.

Nach dem Sieg im Pokal-Viertelfinale gegen Mainz 05 sah Eintracht-Trainer Niko Kovac zumindest zum Teil eine Antwort auf die miserable Leistung beim 0:3 in Augsburg. Bei einem Akteur geriet er nach Abpfiff regelrecht ins Schwärmen.

Mascarell stärker als je zuvor – Kovac singt Lobeshymnen auf den Spanier

Nach dem Pokal-Halbfinale ist vor dem Pokal-Halbfinale. So zumindest fast für den Spanier Omar Mascarell in Reihen der Frankfurter. Sein letztes Spiel vor seiner schweren Verletzung und anschließenden Odyssee von Operation, Reha und Aufbautraining, war das letztjährige Halbfinale bei Borussia Mönchengladbach. Vor knapp drei Wochen kehrte der 25-Jährige zurück auf den Platz und zeigt sich seitdem, mit Ausnahme des Kollektivversagens in Augsburg, stärker denn je. Sein Coach wurde nicht müde, die Bedeutung des Sechsers hervorzuheben und wies ein ums andere Mal darauf hin, dass man den Wert so manchen Spielers erst erkennt, wenn er fehlt.

Man wird das Gefühl nicht los, dass der Defensivspezialist nach seiner Verletzung nochmal eine Schippe drauf gelegt hat. Und das nicht nur wegen seines ersten Pflichtspieltors für die Hessen am Mittwochabend gegen Mainz. Auf Nachfrage sieht er es selbst genauso: „Es stimmt. Ich bin mit einem sehr guten Gefühl zurückgekehrt. Ich habe daran gearbeitet, dass ich in Bestform zurückkomme.“ Die Mannschaft freilich helfe ihm, die Leistung auf diesem Niveau zu erbringen:  „Ich freue mich, dass ich den Ansprüchen gerecht werde“, gibt sich der ehemalige Madrilene demütig. Sein Trainer hingegen singt regelrechte Lobeshymnen auf Mascarell: „Omar ist für mich ein Gedicht. Ich habe auch auf der Position gespielt und weiß, wie schwierig das ist. Er macht das außerordentlich gut.“ Gerade ihm, der das vergangene Pokalfinale verletzungsbedingt nicht spielen konnte, gönnt Kovac den aktuellen Erfolg.

Doch der Leistungssprung des Mittelfeldmannes komme nicht von ungefähr: „Er hat die sechs Monate wirklich richtig hart gearbeitet und ist in einem Topzustand. Wir haben die Zeit, in der er verletzt war, richtig genutzt.“ Entsprechend bestätigt auch Kovac die Ausgangsthese: „Er war vorher schon in einem guten Zustand, aber jetzt ist er nochmal eine Klasse besser, was die körperliche Fitness angeht. Die spielerische Qualität ist top, top, top.“ Hinzu kommt die neu entwickelte Torgefahr, die Mascarell mit dem sehenswerten Treffer à la Lionel Messi zum 3:0 unter Beweis gestellt hat: „Er hat nicht viele Tore bei uns gemacht, aber das wir sicherlich sein schönstes“, muss Kovac grinsen. Traf Mascarell sonst bisher nur in Testspielen für die SGE.

Im Pokalfinale 2017 konnte Mascarell die Niederlage seines Teams nur von der Tribüne betrachten. Schaffen es die Frankfurter dieses Jahr erneut nach Berlin?

Lob für Ästheten Willems und Debütanten da Costa

Der eine ein „Gedicht“, der andere ein „Fußballkünstler“. Jetro Willems erhielt gegen Mainz 05 eine erneute Bewährungschance und ersetzte Timothy Chandler auf der linken Seite. Gänzlich nutzen konnte er diese nicht, obgleich Kovac den Niederländer gar nicht so schlecht gesehen hat: „Er hat immer sehr gute Ansätze, aber im letzten Augenblick bricht er immer ab. Da muss er noch mehr mit seiner Geschwindigkeit und Agilität, die er hat, muss er noch mehr Profit rausschlagen.“ Tatsächlich waren die Offensivaktionen des 23-Jährigen stets verheißungsvoll, der letzte Pass allerdings kam zu ungenau. Einen Hang zum Spektakulären attestiert der Trainer seinem Schützling in jedem Fall: „Jetro ist schon ein lässiger Kerl. Ich habe das Gefühl, er sieht Fußball als Kunstwerk an. Ich bin sehr pragmatisch. Ich hätte gerne das Ergebnis, aber er will daneben wahrscheinlich noch die Ästhetik mit reinbringen.“ Manchmal Segen, manchmal Fluch, möchte man meinen.

Auf der Gegenseite rotierte ein weiterer Spieler in die Startformation. Danny da Costa allerdings überraschte viele bei seinem ersten Pflichtspieleinsatz von Anfang an für die Eintracht. Zweikampfstark, lauffreudig und passgenau präsentierte sich der 24-Jährige vor den eigenen Fans und dürfte es seinem Trainer noch schwerer machen, was die Besetzung der rechten Außenbahn angeht. Wurde doch Chandler zuletzt schon auf links geschoben, weil sich Kovac nicht entscheiden konnte oder wollte. Der lobte den ehemaligen Leverkusener da Costa: „Wir haben vier neue Leute gebracht und haben vollstes Vertrauen in all unsere Spieler. Ich muss Danny sehr loben, der es auf der rechten Seite richtig gut gemacht hat. Ich freue mich für ihn.“

Weiter Luft nach oben – über die „Elite“ nach Berlin

Insgesamt sah Kovac ein Stück weit Wiedergutmachung für die schlechte Performance seines Teams bei der Auswärtsniederlage am vergangenen Wochenende: „Zum Teil war das die Reaktion, die ich mir erhofft hatte. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Aber ich bin der Meinung, dass da noch mehr geht.“ Phasenweise habe man ein gutes Spiel abgeliefert, Steigerungspotenzial sei aber noch genug vorhanden. Dafür, dass die Eintracht die letzten fünfzehn Minuten bei einer 3:0-Führung eher locker anging, hat Kovac auch eine Erklärung parat: „Ich glaube schon, dass die Jungs das nächste Spiel gegen den 1.FC Köln im Hinterkopf hatten. Deshalb war ich froh, dass wir 3:0 geführt haben und das dann mehr oder weniger runterspielen durften.“

Am Ende war es ein ungefährdeter Sieg gegen einen schwachen Gegner, der den Einzug ins Pokal-Halbfinale bedeutet. Zum zweiten Mal in Folge. Das schaffte in diesem Zeitraum sonst nur der FC Bayern. In der nächsten Runde wartet in jedem Fall ein schwerer Brocken. Will man erneut ins Finale nach Berlin, muss man einen Top-Gegner schlagen: „Wir wissen auch, dass dort momentan die Elite des deutschen Fußballs vertreten ist. Mit Leverkusen, Bayern München, wahrscheinlich kommt dann noch Schalke dazu“, mutmaßte Kovac schon vor Abpfiff der Partie Schalke gegen Wolfsburg richtig, der am liebsten ein Freilos für die nächste Runde hätte, wie er lachend berichtete. Aber der Traum lebt. Das Bild von Berlin ist mittlerweile mehr als eine Silhouette: „Es ist nun schon viel genauer und detaillierter. Man sieht schon mehr als noch vor einigen Wochen. Es ist aber noch ein weiter Weg.“ Dennoch ist das Ziel in Frankfurt klar: „Wir wollen es auch dieses Jahr schaffen, ins Finale zu kommen!“

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25 Kommentare

  1. Willems hat einfach kein Selbstvertrauen nach den letzten Wochen. Ich hoffe er bekommt eine weitere Chance am Samstag. Wolf wird sicherlich mal pausieren mit der Schulterprellung und somit wäre der Platz frei für Willems auf links und Chandler auf rechts. Er hat so viel Potential, man muss alles daran setzen es rauszukitzeln und ihm in seiner aktuellen „Krise“ beistehen bzw. das Vertrauen schenken.

  2. @Hätzfelder
    Haben wir doch von anfang an schon. Es war nur die Rede von einer Rückkaufoption für Real, aber entweder ist die schon abgelaufen (galt nur für ein Jahr) oder wir können nichts mit der machen und müssen hoffen das sie nie gezogen wird. So oder so, nichts zu machen mit dem Omar.

  3. Omar soll einfach so weitermachen, dann werden wir eine gute Platzierung erreichen und alles Weitere liegt in seiner Hand. Wenn Mascarell dann immer noch denkt, dass er woanders besser aufgehoben ist, adios muchacho und buen viaje.
    Eintracht Frankfurt ist eine Institution. Wer sich woanders besser aufgestellt sieht, ist eh Fehl am Platz.

  4. Leider hat Omar hier nicht die Entscheidungsgewalt, sondern Real Madrid. Sie werden ihn für 4mio holen und anschließend an den bestbietenden Verein weiterverkaufen. Spielt keine wirkliche Rolle was Omar will. Real wird nicht auf mehrere Millionen verzichten, nur weil er in Frankfurt bleiben will.

  5. Es kursieren so viele Meldungen über das Vertragswerk von Mascarell mit Real. Wer weis da näheres über die Kaufoption , ggf. die Redaktion? Ich habe auch schon gehört, dass die 4 Mio. nur in im ersten Jahr der KO gegolten hat und nun 7-8 Mio. aufgerufen werden muss. Hat den Real nicht schon die KO zum Sommer gezogen? Bin gespannt. Mascarell’s tolle Leistungen machen ihn leider immer teurer.

  6. es ist nunmal so, dass ein SPieler auch einen Vertrag unterschreiben müsste, Rückkaufoption hin oder her….

    Somit entscheidet OMAR ob er zurückgekauft werden möchte

  7. „Real Madrid hat die Möglichkeit, Omar Mascarell per Klausel von Eintracht Frankfurt zurück zu kaufen. Das bestätigte der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler im Interview mit der „Sport Bild“. Der spanische Rekordmeister könne ihn innerhalb der ersten beiden Vertragsjahre per Option zurück nach Madrid holen, erklärte Mascarell.“

    Quelle: http://www.fnp.de/sport/eintracht/Mascarell-bestaetigt-Rueckkaufoption-von-Real-Madrid;art785,2375799

    Damit läuft die Option im Sommer ab.

  8. Es existierte eine Rückkaufoption für 2017 und es existiert eine für 2018.
    Der Spieler Mascarell hat da leider keinerlei Mitspracherecht. Und ganz sicher ist in diesem Vertrag auch verankert, welches Gehalt er in diesem Fall bekäme.
    Da Real ihn aber sowieso nicht behalten möchte, ist es auch egal, wie das Gehalt im Vertrag verankert ist.
    Er hat aber ganz sicher ein Mitspracherecht, zu welchem Verein er verkauft wird.
    Es ist aber natürlich auch in seinem Interesse bei solchen Leistungen zurückzugehen, ein möglicher neuer Vertrag bei einem neuen Verein wird deutlich höher dotiert sein. Aktuell hat er einen Marktwert von 4,5 Mio Euro – und ganz sicher wird auch die Eintracht mitbieten

  9. Gerne noch einmal konkreter, Omar hat einen Vettrag bei uns.
    Option heißt die Möglichkeit ihn zurückzuholen, vorausgesetzt Omar stimmt dem zu und Real einigt Sich mit ihm… es ist doch keine leihe, wo das Vertragsverhältnis mit dem ausleihendem Verein weiterläuft. Wenn Omar net will nützt real die Option nichts

  10. @gallus373

    damit liegst du LEIDER falsch. Wenn Real die Option zieht, dann muss er zurück. Das steht so in dem von ihm unterschriebenen Vertrag.

  11. @3.
    Nachdem ich das Spiel im Zeitraffer, insb. die 2.HZ nochmal angeschaut habe, kann ich die Lobeshymnen auf OM weitgehend verstehen. Bei Willems geht es mir etwas anders.
    Die Auswahl an fitten Spielern mit „Potential“ ist mittlerweile wieder erheblich. Nach Da Costas Performance ist es in keiner Hinsicht nachvollziehbar ihn wieder auf die Bank zu setzen. TC in Paradeform gehört derzeit nirgendwo hin, als auf die LV-Postion. Marco Fabian scheint reif für eine HZ in der Startelf. Und für einen ggf. verletzten Marius Wolf dürften zunächst einmal Spieler wie Mijat Gacinovic oder Aymen Barkok – und sogar eher Taleb Tawatha, Daichi Kamada und Brane Hrgota Vorrang vor JW haben, der m.E. extrem wenig dafür getan hat, um das eigene Selbstvertrauen aufzubauen – bis auf vielleicht zwei, drei Aktionen ist ihm in den 90 Minuten, die NK ihm als für meine Begriffe recht fragwürdigen Kredit ermöglicht hat, so gut wie gar nichts Bemerkenswertes gelungen. Seit JW hier aufläuft, fachsimpeln wir alle vorwiegend von ‚Potential‘ – fast könnte man das als Synonym für den Spieler nehmen. Bei der gestern erneut insgesamt äußerst bedenklichen Passquote – v.a. bei finalen, entscheidenden Pässen, braucht es auf dem Feld jeden Mann, der einen Ball halbwegs unfallfrei von A nach B befördern kann – und wem das auch noch unter gegnerischem Druck gelingt, sollte zwingend zur Stammelf gehören.
    Solange JW jedenfalls nicht zumindest mit dem einen oder anderen Eck- oder Freistoß (wie bei der trockenen Vorlage zu Wolfs Tor gegen ???) oder einem nennenswerten Torabschluss für ein wenig Gefahr sorgen kann, scheint er mir derzeit nicht einmal als Backup hilfreich. Der Kader ist aktuell zu groß für pädagogische Individualbehandlungen.

  12. @13

    ich fand Willems in den ersten Spielen der Hinrunde sehr gut. Es lief nahezu alles über links. Es gibt hierfür mehrere Beispiele, ein ganz besonderes war das Spiel gegen Stuttgart, als seine Einwechslung die Wende brachte. Richtig ist, dass er anschließend etwas überheblich und auch lustlos agierte, weshalb Kovac ihm in den letzten Wochen zurecht einen Denkzettel verpasste. Dass er nun bei seinem ersten Startelfeinsatz in diesem Jahr nicht sofort überzeugt, sollte man ihm verzeihen. Gestern lag es nicht an mangelnder Motivation, sondern am Selbstvertrauen. Es wollte ihm einfach nichts gelingen (wie auch Boateng letzten Sonntag). Natürlich kann man ihn deshalb sofort auf immer und ewig in die Tonne kloppen, man könnte ihm auch eine weitere Chance geben. Da Costa hat’s gut gemacht, ist im Normalfall aber nicht halb so gut wie Willems. Wenn man schon mal einen Spieler von diesem technischen Format hat, dann muss man auch alles daran setzen ihn (auch mental) in Topform zu bringen. Wie gesagt: er wurde zurecht bestraft, jetzt hat er eine zweite Chance verdient. Chandler hat’s super gemacht, macht es auf rechts aber nicht schlechter.

  13. @13 das war gegen Hertha als ich in einem sehr kalten Stadion neben einem Berliner in kurzen Hosen (!) saß.

    Leider fiel gestern Willems eindeutig negativ auf und hoffentlich kommt er wieder zur Form, denn in der Hinrunde war er teilweise als Einwechselspieler schon eine Waffe.

  14. „…und alles Weitere liegt in seiner Hand.“ LoL
    Wie putzig naiv.
    Aber warten wir’s ab, sobald das In-die-Hand-nehmen der eigenen Karriereplanung nach der Methode Dembelés und Aubamejangs demnächst Schule macht, werden auch RKOs nicht mehr das Papier wert sein auf dem sie notiert sind.

  15. @14./15.
    Ich gehöre zu denen, die für JW Feuer und Flamme waren, noch bevor er hier erstmals aufgetreten ist.
    Und ich war von ihm während der HR meist überzeugt und begeistert, obwohl andere seine Spielweise (völlig zurecht) als zu verschnörkelt-uneffektiv kritisiert haben. Ich war der Meinung, solange ihm annähernd die Hälfte seiner ‚Zirkuskunsstückchen‘ so gelingen, dass das der Mannschaft hilft und dabei auch Punkte rausspringen, ist alles gut – wartet mal ab, wenn der in Bestform ist und er auf ne Quote von 50-75% kommt… Das gestern könnte ich nur mit Mühe beziffern. Aber ich sehe auch nicht, dass er auf adäquate Weise versucht zurück ins Gleis zu kommen – denn jeder Trainer der Welt dürfte ihm gesagt haben: ‚Spiel einfach, direkt und bescheiden!‘ Stattdessen wirken die meisten Aktionen irgendwie selbstdarstellerisch – nach dem Motto: ‚Hoppla, schaut mal her.’… Und haste nich gesehen ist die Pille beim Gegner. Geht das nur mir so?
    Also: welche Lektion auch immer NK ihm zuletzt erteilt hat – er scheint sie nicht gefressen zu haben.

  16. An alle Real-Fans und „Vertragsrechtler“ unter uns:

    Der Spieler ist keine Ware. Die RKO ist zwischen OM und Real ausgehandelt. Mascarell MUSS, lt. Vertrag, zu Real zurück, wenn sie die Option ziehen.
    Omar Mascarell MUSS aber NICHT zu einem anderen Verein von Madrid aus wechseln, sondern er KANN, wenn er das MÖCHTE!
    Es liegt also alles in Mascarells Hand. Und sollte ihn Zidane dort fest einplanen, dann wird er das nicht nur müssen sondern sicher auch wollen.

    Alle weitere Vertragsdetails und Exklusivparagraphen außerhalb eines Standardwerkes sind reine Spekulation.

  17. @18
    Ist für uns dann auch nicht viel besser. Real holt ihn sicher zurück, sonst wären die aus kaufmännischer Sicht ja blöd. Dann wird er angeboten für vielleicht 8-9 Millionen. Ob wir mit großzügigem Gehalt da mitbieten können ist eher unwahrscheinlich. Er wird sich bestimmt nicht 1 Jahr da nur auf die Bank setzen um ausgerechnet für uns die Ablöse zu drücken. Der einzige Vorteil den wir haben ist, dass Omar zu uns will WENN wir die Ablöse und ihn bezahlen können. Wenn nicht wird er woanders hingehen.

  18. @18.
    Sinngemäß und wortwörtlich also das, was hier und anderer Stelle bereits x-fach angemerkt wurde. Gähn!
    Aber zumindest ist es hiermit endgültig offiziell und justiziabel.
    Bis auf: ‚Mascarell hat ALLES in SEINER Hand.‘

    @14.
    Zu TC:
    Nein, Timmy ist m.E. auf links gefährlicher und wertvoller als auf rechts.
    Warum? Weil er von links beidfüßig flanken kann und seine zuweilen unorthodoxen rechtsfüßigen Flanken mit Linksdrall Richtung Tor sowohl schwerer zu verteidigen sind als auch leichter anzunehmen für unsere rechtsfüßigen Angreifer. Zudem flankt TC von der rechten Seite so gut wie nie mit dem linken Fuß.
    Er ist auf Links de facto eine richtig schwer zu kalkulierende Waffe, jedenfalls vorläufig, solange bis sich restlos alle drauf eingestellt haben.
    Hinzu kommt, dass Timmys Angriffslust auf links noch unbändiger zu sein scheint. Und mit Da Costa haben wir jetzt noch so einen Wirbler. Wenn die beiden dann sogar phasenweise rochieren, kann das furios werden.
    Beim besten Willen und allen Wünschen, dass sich das baldigst ändert – aber JW ist davon momentan weit entfernt.

  19. Ist mir bislang nicht aufgefallen, das Timmy mit links großartig flanken kann. Feste flach wie gegen Gladbach bekommt er hin, aber bei richtigen Flanken zieht er nun stets nach innen um den Ball auf dem rechten Fuß zu haben (was 1-2 Sekunden kostet). Gegen Freiburg wusste er mit dem Ball auf dem linken Fuß wenig anzufangen, ebenso gegen Augsburg. Er ist auf links gut, auf rechts meiner Meinung nach aber noch stärker.

    Wenn Willems nun die nächsten 2 Spiele erneut so rumgurkt, dann muss er wieder raus. Ich würde ihm die Chance aber gerne geben. Er darf von mir aus auch gerne ab und zu etwas schnörkelig spielen, so lange er kämpft. Wenn er meint nicht laufen zu müssen, dann gehört er auf die Bank. Ich sehe keinen Spieler in unseren Reihen, der hohe diagonale Bälle so stark verarbeiten kann, was für unser Offensivspiel durchaus wichtig ist. Warten wir mal ab wie der Coach entscheidet. Da Costa ist ein guter Backup, nicht mehr und nicht weniger.

    Zu Omar ist alles gesagt. Er darf definitiv nicht selber entscheiden in Frankfurt zu bleiben.

  20. Ich wäre mir auch gar nicht so sicher, ob Mascarell überhaupt in Frankfurt bleiben wollte. Ich denke, dass er sehr heimatverbunden ist und gerne in Spanien spielen würde. Nur so eine Vermutung.

  21. 1). „Bis auf: ‚Mascarell hat ALLES in SEINER Hand.‘ “
    2). „Er darf definitiv nicht selber entscheiden in Frankfurt zu bleiben.“

    ad1). Erläuterung erbeten
    ad2). … nur korrekt im Zusammenhang mit Real M.

  22. @21.
    Na ja, solange wir nur bei Timmy und Danny auseinander liegen… 😉
    Da Costa ist m.E. eine derart starke Alternative für die rechte Außenbahn – übrigens sicherlich noch mit Luft nach oben – dass ich mir an TCs Stelle gut überlegen würde, ob ich partout auf RV zurück drängen sollte. Danny ist im 1zu1 sichtlich stärker und durchsetzungsfähiger und wenn ich nicht irre, ist er mindestens genauso schnell. Dann käme er direkt nach David Abraham. Aber lassen wir’s dabei und warten wir ab. Vielleicht bin ich gerade nur überrascht, weil ich vor einigen Wochen eher dazu tendiert habe, seine Verpflichtung für ein Missverständnis zu halten.

  23. Ich fand willems am Ball gestern teilweise auch sehr unglücklich im letzten ab Spiel bzw lief er sich fest.

    Wäre sman aber auch sehen muss teilweise ist er gut links in das freie halb feld gesprintet und wäre dort mit Ball in gefährlicher Position gewesen, leider wurde aber im Mittelfeld der passweg nach rechts gesucht/genommen

    Ich denke jw in der 2. Halbzeit als beschleuniger zu bringen ist eine gute Alternative und hat ja auch in der Hinrunde gut funktioniert

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