Trainer Niko Kovac war hochzufrieden mit der Leistung von Marco Russ.
Trainer Niko Kovac war hochzufrieden mit der Leistung von Marco Russ.

Die hart umkämpften 90 Minuten seiner Mannschaft haben auch bei Trainer Niko Kovac Spuren hinterlassen. Der Eintracht-Coach klang heiser und hatte bei der Pressekonferenz mit seiner Stimme zu kämpfen. HSV-Coach Markus Gisdol wirkte etwas gelassener und freute sich über einen glücklichen Punktgewinn seiner Mannschaft im ausverkauften Waldstadion.

Kovac konnte mit einem Zähler nach fünf Bundesliganiederlagen in Folge leben: „Wir sind froh, dass wir heute gegen einen sehr starken HSV Unentschieden gespielt haben. Meine Mannschaft hatte ein Chancenplus. Aber es ist so, wie in den letzten Spielen: Wir haben die Möglichkeiten liegen gelassen und dann wird es schwer, eine Partie zu gewinnen. Uns war vor dem Spiel aber bewusst, dass jede Serie zu Ende gehen kann. Die Hamburger haben in den letzten Wochen einen richtig großen Sprung nach vorne gemacht. Deswegen kann und werde ich mit dem Unentschieden gut in die Länderspielpause gehen.“

Gefreut haben sich Fans und Trainer vor allem über die Rückkehr von Marco Russ. Der Defensivallrounder durfte das erste Mal seit dem Relegationshinspiel gegen den 1. FC Nürnberg am 19. Mai letzten Jahres wieder von Beginn an ran. „Ich war sehr zufrieden mit ihm – und würde ihm keine Note zwei, sondern eine „1“ geben! Dafür, dass er das erste Mal nach neun Monaten von Beginn an gespielt hat, hat er es außerordentlich gut gemacht. Das war wirklich top! Nach Hasebes Verletzung musste ich wechseln, er war anfänglich nicht vorgesehen für die Startelf. Ich hoffe, dass wir nach der Pause alle an Bord haben und wieder mehr variieren können.“

Ein weiterer Rückkehrer, der für gute Stimmung sorgte, war Marco Fabián. Der 27-Jährige hielt 90 Minuten durch und war sofort wieder ein belebendes Element. Kovac lobte: „Er ist ein Azteke und die können ohne Ende laufen. Er hat außerordentlich gute Ausdauerwerte. Das ist dann schon beeindruckend. Wir haben mit ihm spielerische Qualität dazugewonnen.“ Glück hatten die Hessen aber bei der Szene, als David Abraham in der 61. Minute seinen Gegenspieler Filip Kostic im Strafraum zu Fall brachte: „David berührt den Ball sehr leicht und das reicht nicht aus, um zu sagen: ‚Er hat ihn gespielt‘. Wenn der Schiedsrichter Elfmeter pfeift, dann wäre er berechtigt gewesen. Aber in den letzten Wochen sind wir in dieser Hinsicht immer noch im Plus und haben daher noch etwas gut!“

Gisdol war trotz dieser Fehlentscheidung zufrieden mit dem Ergebnis: „Die Eintracht kam mit viel Wucht, beide Teams wollten sich gegenseitig nicht ins Spiel kommen lassen. Das war kein Leckerbissen und sehr umkämpft. In der ersten Halbzeit gab es zu viele lange Bälle von uns. Ich hätte mir das anders gewünscht. Dennoch haben wir die engen Situationen extrem gut angenommen. Die Eintracht hatte zum Schluss zwar mehr Chancen, wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen. Deshalb: Kompliment an mein Team für diese Leistung.“

Noch bis Montagabend um 18:00 Uhr könnt ihr die Leistung der Mannschaft hier benoten.

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6 Kommentare

  1. Mannschaft ist am Limit, es geht nicht mehr allzuviel. Die zudem nicht allzu zahlreichen Torgelegenheiten werden nicht genutzt, Hragota versagt erneut in bester Situation, wie
    schon oefters, Rebic ist agil, bissig, aber noch ohne Glueck. Gut, wenn Vallejo schnell zurückkehren koennte. Alex haette eine neue Chance verdient und definitiv auch selbstverständlich aehnlich viel Geduld, wie sie Kovac bei anderen auch hat. Die Laenderspielpause wird uns helfen und dann
    endlich wieder ein Sieg zuhause gegen Gladbach.

  2. Ein Sieg gegen Gladbach wird auch nicht so leicht, schwerer als ein Sieg gegen Ingolstadt und Hamburg zuhause. Die sind uns spielerisch Lichtjahre voraus, im Vergleich was wir gegen den HSV zuhause gezeigt haben, war Gladbach auswärts beim HSV um Längen stärker. Am Ende sind es von Spiel zu Spiel nur noch Durchhalteparolen, die auf keiner rationalen Substanz mehr basieren. Wir spielen fast über 90 Minuten daheim wie ein ums Leben kämpfender Absteiger und kloppen fast über das ganze Spiel nur lange Bälle wie ein Zweitligist. Kann dieses ganze Verletzungsgejammere nicht mehr hören wenn es als Entschuldigung/Beweis/Beleg für spielerische Armut angeführt wird. Das ist dann irgendwann nur noch eine Alibileistung. Heutzutage kämpfen und laufen alle Mannschaften, ohne spielerische Komponente brauchst Du nicht 1. Bundesliga spielen. Ist einfach so. Wie kann man spielerisch so einen Rückschritt machen vom Spiel in München zum Spiel gegen Hamburg zuhause? Darüber sollte man lieber mal reden und nicht rumheulen wie schwer es einen mal wieder getroffen hat. Können wir keinen Fussball mehr spielen weil Hasebe ausgefallen ist? Sorry, das ist lächerlich und ein billiges Alibi!

  3. Wir haben doch versucht, spielerisch aufzubauen. Halt mit Hector und Russ statt Hasebe und Vallejo 😉
    Zudem: Als ob wir spielerisch so toll gewesen in der Vorrunde..
    Mit unseren Spielern ist halt nicht viel mit spielerischer Klasse. Gut, Fabián, Abraham, Vallejo, Mascarell, Gacinovic und vielleicht noch Hrgota können ’spielen‘, aber sonst ist da nicht viel technische, spielerische Klasse in der Mannschaft. Muss auch nicht, wir können auch so gewinnen .. das haben wir in der Saison zuhauf bewiesen.
    Gladbach, wird spielen wollen .. die haben auch das Spielermaterial dazu .. deren Spielweise wird uns wieder eher entgegenkommen und dann sieht das Spiel auch wieder ’schöner‘ aus.
    Dass das Spiel kein fussballerischer Leckerbissen werden wird war wohl jedem klar.
    0:0 find ich ok und kann ich mit leben.
    Ich hoffe Andersson Ordonez kann diese Saison nochmal trainieren, damit man sehen kann ob er uns für die nächste Saison weiterhelfen kann

  4. Sehr magere Kost gestern von beiden. Zwischenzeitlich waren mal statistische Werte auf dem Würfel: 63% und 50% Passquote. Und genau so sah das auch aus. Ball verloren, Ball gewonnen, wieder verloren. Ernsthafte Spielzüge Mangelware, dafür Kopfballstafetten mit ganz viel Zufall.

    Gruß SCOPE

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