Eintracht-Trainer Niko Kovac freut sich auf den Rückrundenstart ist fokussiert auf das Spiel gegen die Breisgauer.

Noch einmal schlafen, dann beginnt auch für die Frankfurter Eintracht am Samstag die Rückrunde der Bundesliga mit dem Heimspiel gegen den SC Freiburg (15:30 Uhr). Vor dem Spiel gegen die Breisgauer hat sich die Personallage zwar insgesamt entspannt, ein Leistungsträger wird allerdings in jedem Fall ausfallen, ein zweiter steht noch schwer auf der Kippe. 44.000 Zuschauer werden die Hessen im Stadtwald mindestens anfeuern. 1.800 davon vom Sportclub. Bei der Pressekonferenz am Freitagmittag stand Trainer Niko Kovac Rede und Antwort und die Freude auf den Rückrundenauftakt, der von Sascha Steegemann (Niederkassel) in seinem 50. Bundesligaspiel geleitet wird, war spürbar.

Niko Kovac…

… über die angeschlagenen David Abraham und Ante Rebic:

„David ist noch nicht im Mannschaftsbetrieb und für morgen keine Alternative. Ante hat heute das erste Mal trainiert. Da müssen wir überlegen. Das wissen wir noch nicht. Ich denke eher, dass es in die Richtung geht, dass er noch keine Alternative ist. Er hat drei Tage Antibiotika genommen. Da kann er vom Körper her keine 90 Minuten spielen. Und dann gibt es die anderen, die alles mitgemacht und ordentlich gearbeitet haben in der Vorbereitung. Das ist keine einfache Entscheidung. Wir werden uns mit den Ärzten beraten. Aber wir müssen nicht nur das Jetzt sehen. Ansonsten sind alle wohl auf, alle dabei. Es wäre auch eine Überlegung, 19 Mann mit ins Hotel zu nehmen.“

… über die Rückkehrer Marco Fabian und Omar Mascarell:

„Bei Marco ist es so, die WM steht vor der Tür. Er setzt seine Gesundheit gleich mit Fitness und denkt, wenn er 100 Prozent gesund ist, ist er 100 Prozent fit. Er braucht aber noch einige Zeit, die geben wir ihm. Natürlich habe ich ihm auch gesagt, wir hätten ihn am liebsten gestern schon dabei gehabt. Aber wir haben auch letztes Jahr gesehen, als er mit seinem Rücken Probleme hatte, ist er immer weiter abgefallen. Das Risiko wollen wir nicht eingehen. Wir wollen ihn die nächsten zwei, drei Wochen aufpäppeln und sehen, dass er am 1. Februar zur Verfügung steht. Omar ist wohlauf und körperlich fit. Natürlich fehlt ihm die Spielpraxis. Aber er ist balltechnisch so gut, orientiert sich im Raum und erkennt Situationen, dass er diesbezüglich keine Probleme haben wird. Sollte er spielen, werden wir versuchen, dass er 90 Minuten hinbekommt.“

… über die kurze Winterpause und das Trainingslager:

„Es ist schon sehr unterschiedlich angekommen. Ich persönlich hätte mir den einen oder anderen freien Tag mehr gewünscht. Wir haben die kurze Vorbereitungszeit aber ganz gut genutzt, hatten fünf tolle Tage in Spanien und einiges durchtrainieren können. Da bekommt man natürlich nicht sofort alles rein. Das ist ein Prozess, der über Wochen, Monate und Jahre geht. Technisch und taktisch haben wir uns auch ein wenig in Form gebracht und sind körperlich auf einem guten Niveau.“

… über das Spiel gegen den SC Freiburg und den Gegner:

„Wir haben wie immer unsere Mannschaft so vorbereitet, dass sie alles über den Gegner weiß. Eins ist klar: das ist eine läuferisch sehr starke Mannschaft, aggressiv spielend, egal ob zu Hause oder auswärts. Wir müssen uns dagegen stemmen und auch unsere Stärken ins Spiel bringen. Wir sind die Mannschaft, die am meisten Treffer erzielt hat nach Ballgewinn innerhalb von zehn Sekunden. Das ist mit auch unser Spiel und das wird es auch morgen sein. Bei Ballgewinn müssen wir den Ball direkt in die Tiefe bringen und aggressiv gegen den Ball arbeiten. Dann haben wir Möglichkeiten, die Freiburger aus dem Takt zu bringen. Wir wollen schon sehen, dass wir das Spiel offensiv angehen und so, dass wir das Spiel gewinnen. Es kommt aber ein unbequemer Gegner, der zum Ende der Hinserie sehr viel Fortschritte gemacht hat und entsprechend positiv auftreten wird. Es wird sicher wieder ein sehr interessantes und enges Spiel werden. Die Karten werden neu gemischt für alle Mannschaften. Für Freiburg, die ja auswärts nicht allzu viel geholt haben und für uns, die wir zu Hause nicht so viele Punkte geholt haben – von daher neues Spiel, neues Glück.“

… über den gegnerischen Trainer, Christian Streich:

„Ich kann nur in Superlativen über ihn sprechen. Als Mensch ist er authentisch und gibt das wieder, wie er es denkt und fühlt. Er ist keiner, der irgendwelche Masken aufsetzt. Er ist klar und geradeaus. Das gefällt mir. Zum anderen muss ich sagen, was er in Freiburg leistet, ist für mich persönlich in der Bundesliga einzigartig. Eigentlich ist er der Trainer, der mit solche einer Mannschaft und mit den Abgängen jedes Jahr, am meisten erreicht. Er schafft es immer wieder die Mannschaft mit seiner Leidenschaft und seiner Emotionalität so anzustecken, dass sie immer wieder die Leistung abrufen kann. Das gebührt großen Respekt. Deshalb freue ich mich auf das Spiel morgen. Er ist an der Außenlinie immer sehr aktiv. Aber das bin ich auch. Unsere Blicke werden sich kreuzen. Dann gibt es ein Augenzwinkern und dann geht’s weiter.“

… über die körperliche Fitness von Kevin-Prince Boateng, der zuletzt sagte, er sei bei hundert Prozent:

„Eins ist klar: Fitness kann man nie genug haben. Das ist wie bei Marco Fabian. Er denkt, dass er fit ist, weil er gesund ist. Kevin denkt auch, dass er fit ist weil er gesund ist. (lacht) Nein, er ist auf einem sehr guten Weg und besser als in der Hinserie. Aber ich denke, dass er noch Kapazitäten nach oben hat. Das ist aber ein Prozess. Er hat viele Jahre in Spanien und Italien gespielt, wo das anders gehandhabt wird. Jetzt muss er sich wieder an Deutschland, an uns und mich gewöhnen. Er wird noch besser werden, aber ist jetzt schon gut.“

… über seine Wünsche für 2018:

„Grundsätzlich ist es für jeden Menschen dasselbe. Gesundheit ist Voraussetzung für alles andere. Ohne wollen sie nur gesund werden. Sportlich gesehen wollen wir zusehen, dass wir die gute Hinserie bestätigen. Dass wir so viel wie möglich an Punkten holten und schnell die holen, um eine ruhige Saison zu spielen. Wenn etwas übrig bleibt, wollen wir noch gewisse Sachen angehen, die jetzt noch im versteckten Kämmerlein schlummern. Ich hoffe, dass wir mit dem ein oder andere neuen, der jetzt dazu kommt, spielerische Qualität dazu gewinnen. Wir wollen versuchen, erfolgreich Fußball zu spielen. Die Mannschaft ist gefestigter als letztes Jahr und breit aufgestellt. Sodass ich glaube, wir werden fußballerisch erfolgreicher sein als in der vergangenen Rückserie.“

- Werbung -

4 Kommentare

  1. Kovac hat eine super Eigenschaft: Er ist nie zufrieden. Bei ihm geht immer mehr und das ist gut. Bestes Beispiel ist jetzt KPB.
    Finde gut, dass Mascarel spielt. Dann wird KPB ein bisschen offensiver agieren können als zuletzt.

  2. OK, werd meine Uffstellung nach der PK nochmal auf einer Position revidieren und Grantler recht geben (Mascarell rein):
    Hradecky
    Russ, Hase, Salcedo
    Wolf, Chandler
    Stendera, Mascarell
    Gacinovic
    Haller, Boateng

    Gab da so einige (gute) Kommentare im letzen Thread zu meiner Uffstellung. Da komm ich nochmal druff zurück:
    Wolf ist lt Kovac fit und es führt derzeit m.E. kein Weg an nem fitten Wolf vorbei. Über seine Position könnte man reden.
    Bei Hrgota verstehe ich NK bei der PK (zwischen den Zeilen) so, dass er eher von der Bank kommt. Aber natürlich kann es sein, dass er spielt. Ich würd nur ungern mit ihm starten wollen, er hat einiges meines Vertrauens verspielt. Kann er sich natürlich wieder zurückholen, würde es ihm wünschen.
    Chandler würde ich auf links bringen, weil Willems nicht ganz im Saft ist. Das wär auch gleichzeitig ne Ansage an Willems etwas mehr machen zu müssen und nicht automatisch nen Startplatz zu haben, wenn Tawatha verletzt ist. Denke, das macht Sinn.
    Wenn der Trainingseindruck von ‚eintraaacht‘ stimmt (‚Chandler und Gacinovic scheinen mir ein wenig überdreht bzw. überhastet‘) und Chandler im Training auch nicht sonderlich überzeugt würde Chandler auf die Bank und Willems spielen.
    Barkok seh ich als Offensivspieler und da kommt er m.E. noch nicht an Gacinovic vorbei. Aber klar, vielleicht spielt NK offensiver als von mir prognostiziert (‚Wir wollen schon sehen, dass wir das Spiel offensiv angehen und so, dass wir das Spiel gewinnen.‘), dann ist Barkok natürlich eine gute Option.
    Aber als einzigen DM will ich auf keinen Fall Boateng sehen, dass würde wohl schief gehen (Laufschwäche).
    ‚Vielleicht Gaci neben Haller spielen lassen.‘ find ich auch ne gute Idee.

    Geil ist auf jeden Fall, dass uns trotz nur einer (bis max zwei) Grundaufstellung(en) viele verschiedene Personalkonstellationen einfallen.
    Sprich: Egal, wie unsere Startelfformation ist: Wir können jederzeit qualitativ nachlegen 🙂

    @Grantler Interview Haller in FR
    Am besten gefiel mir seine Gegenfrage:
    ‚Und warum sollte das (Champions League) eigentlich nicht mit Eintracht Frankfurt klappen?‘

  3. Werde mal heute Abend beim Schiri in Niederkassel vorbeischauen, ist nicht weit, und ihm alles Gute für das Spiel wünschen ;), sonst solle er lieber nicht mit Zug nach Hause fahren! Nein Scherz, wenn das Schiri Team fehlerfrei pfeit ist alles in Ordnung, auch wenn es gegen uns ist. Wünsche mir nur bei Rückstand eine Nachspielzeit die einer Heimmannschaft gerecht wird. Habe mir aber mal ein Foto von herrn Steegemann ausgedruckt 🙂 Sehen uns morgen im Stadion! Auf geht`s EINTRACHT!

  4. Respekt an die Freiburger, dass sie die Auswärtsfahrt antreten, nur um unsere Eintracht zu unterstützen, wie dem ersten Absatz zu entnehmen ist 🙂

Kommentiere den Artikel

- Werbung -