Marco Fabian formt nach seinem Treffer ein Herz. (Bild: imago/Thomas Bielefeld)
Marco Fabian formt nach seinem Treffer ein Herz. (Bild: imago/Thomas Bielefeld)

Borussia Dortmund war an diesen Ostersamstag über 90 Minuten gesehen einfach besser als Eintracht Frankfurt, das muss man einfach so konstatieren. Die Westfalen waren zweikampfstärker (60 Prozent gewonnen), in vielen Situationen wacher (wie vor dem 1:0 durch Marco Reus) und hatten auch die bessere Chancenverwertung. Die Hessen mussten also das zehnte Spiel in Folge ohne eigenen Sieg in der Bundesliga auskommen. Eine ziemlich frustrierende Serie.

Das Spielerpersonal änderte Chefcoach Niko Kovac auf zwei Positionen. Innenverteidiger Jesús Vallejo kehrte nach seinen Wadenproblemen zurück in die Startelf und verdrängte damit Marco Russ auf die Bank und Youngster Marius Wolf durfte sich dieses Mal in der Offensive anstelle von Ante Rebic versuchen. Andersson Ordonez bekam erneut die Chance in der Defensive. Michael Hector und Haris Seferovic standen unter anderem gar nicht erst im Kader.

An der Leser-Bewertung gemessen, betrug die durchschnittliche Mannschaftsleistung der dreizehn zensierten Spieler 3,88. Nur gegen den FC Ingolstadt am 21. Spieltag (0:2) war der Schnitt in der Rückrunde schlechter (4,23).

Die Einzelnoten der über 380 abstimmenden SGE4EVER.de-User im Überblick:

note_3-0Marco Fabian:
Marco Fabian wurde von den Lesern von SGE4EVER.de zum Spieler des Spiels mit der Note 3,0 gewählt. Dass er mit keiner besseren Note belohnt wurde, ist vermutlich einfach zu erklären: Der Mexikaner hatte zwar die meisten Abschlüsse (insgesamt 3), stellte mit einem sehenswerten Schuss den vorübergehenden Ausgleich her, hätte aber mindestens noch ein weiteres Tor schießen müssen. Nachdem sich Hrgota in der 8. Minute toll gegen Piszczek durchsetze und quer auf Fabian spielte, setzte Fabian den Ball am leeren Tor daneben. Dieser Umstand und die abermalige Niederlage verhinderten sicherlich eine bessere Benotung.

note_3-5David Abraham, Mijat Gacinovic, Jesús Vallejo, Marius Wolf:
David Abraham war erneut der Fels in der Brandung, wie man so schön sagt. Der Innenverteidiger gewann 74 Prozent seiner Zweikämpfe und konnte sechs klärende Aktionen für sich verbuchen. Am Ende konnte er aber trotzdem nicht die drei Gegentore verhindern und so gibt es auch hier „nur“ die Note „3,5“. Mijat Gacinovic passt sich immer besser an seine Rolle im (defensiven) zentralen Mittelfeld an. Offensiv kommt er nun auch häufiger zum Tragen, ohne dabei aber wirklich effektiv zu sein. Da besteht noch Verbesserungspotenzial. Jesús Vallejo wird mit der gleichen Note wie Abraham belohnt, ohne dabei mit dessen Leistung mithalten zu können. Beim 0:1 fiel er mit einem Stellungsfehler gegen Reus auf und kurze Zeit später hätte er fast ein Eigentor fabriziert. Bezeichnend: 27 Prozent gewonnene Zweikämpfe bei einem Innenverteidiger sind wirklich sehr mau. Marius Wolf brachte nur gut jeden zweiten Ball an den Ball, wenngleich er ständig bemüht war, das Offensivspiel der Mannschaft anzukurbeln. Gefährliche Spielzüge sprangen dabei nur selten heraus, trotzdem (abgesehen von Fabian) der Offensivspieler mit der besten Benotung.

note_4-0Bastian Oczipka, Timothy Chandler, Omar Mascarell, Andersson Ordonez, Lukas Hradecky:
Bastian Oczipka bereitete das 1:1 mit seinem tollen Lauf auf der linken Außenbahn vor. Zumeist war er aber damit beschäftigt, seiner Hintermannschaft Stabilität zu verleihen. Das trifft auch auf Timothy Chandler zu, der eine ähnliche Leistung ablieferte, wenngleich ihm auch kein Scorerpunkt gelang. Omar Mascarell wäre wohl der einzige Spieler auf dem Feld gewesen, der Sokratis noch von seinem Traumtor abhalten hätte können. Stattdessen lies er den Griechen einfach passieren und hatte wohl nicht damit gerechnet, dass der Verteidiger solch eine Schusstechnik besitzt. Ansonsten war er aber gewohnt emsig. Andersson Ordonez hingegen legte eine miserable Vorstellung hin. Beim 0:1 wirkte er schläfrig und sein Zweikampfverhalten war dieses Mal ziemlich dürftig. Dass er dennoch mit der Note „4“ davonkommt, ist wohl damit zu rechtfertigen, dass es erst sein zweiter Einsatz von Beginn an war. Lukas Hradecky schien ebenfalls mit den Gedanken nicht immer auf dem Spielfeld gewesen zu sein. Viele Abstimmungsprobleme mit seinen Vorderleuten und das eine oder andere Mal mit unsauberen Ballannahmen und Passweitergaben. Da konnten auch einige Rettungstaten im Strafraum die Abstimmenden nicht zu einer besseren Note umstimmen.

note_4-5Danny Blum:
Danny Blum kam in einer Phase des Spiels herein, als die Hessen ziemlich viel Risiko gingen. Ausnutzen konnte der Offensivspieler die teilweise wacklige Abwehr des BVB aber nicht. So konnte sein Auftritt durchaus als unter der Rubrik „Unauffällig“ eingeordnet werden. Zu wenig, um gegen die Borussen noch einmal zurückkommen zu wollen.

note_5-0Branimir Hrgota:
Same procedure as every day. Branimir Hrgota erwischte keinen guten Tag im Trikot der SGE. Der schwedische Stürmer konnte keinen Schuss auf das Tor der Hausherren setzen und gewann nur 21 Prozent seiner Zweikämpfe. Mit insgesamt 88 intensiven Läufen war der allerdings absolute Spitze. Den Willen konnte man ihm also nicht absprechen.

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6 Kommentare

  1. Terodde für uns bezahlbar? Warum sollte er den vfb nach einem Aufstieg zu uns verlassen und wie sollen wir die Summe stemmen? Mir fehlt jegliche Fantasie für diesen Transfer….

  2. @1 Der Vfb wird sehr wahrscheinlich aufsteigen, sodass wir ihm kaum eine bessere Perspektive bieten können. Er ist ein treffsicherer Stürmer, der bereits eingespielt ist und noch 2 Jahre Vertrag hat. Also warum sollten die Stuttgarter den verkaufen wollen und das auch noch „bezahlbar“?

  3. ähm… die tage stand hier auf der seite im artikel „Zweikampfschwach in die Krise geschlittert“:
    „Nur 35 Prozent der Zweikämpfe konnte das von Niko Kovac trainierte Team gewinnen, der eingewechselte Ante Rebic erreichte gar die traurige Quote von Null (!) Prozent, Branimir Hrgota ganz magere sieben Prozent…..“
    hier heißt es nun hrgota gewann 21%….

    ist mir eigentlich egal was von beiden stimmt weil es beides grottig ist aber die wiedersprüchlichen angaben stören mich. :-p

  4. @4

    Das hat einen ganz einfachen Grund, warum in den genannten Artikeln verschiedene Werte stehen. Es wurden einfach zwei verschiedene Datensätze abgerufen.

    Was genau ist ein Zweikampf? Die Definition könnte doch ganz einfach sein, wenn zwei Spieler um den Ball kämpfen begehen sie einen Zweikampf. Beim offiziellen Datendienstleister „opta“ geht diese Definition über vier Seiten. Sprich: Es ist gar nicht so einfach diesen Wert zu bestimmen. Ein Lösungsansatz: In den von mir verwendeten Daten sind auch die sogenannten „Luftzweikämpfe“ mit eingeflossen. Dort hat Hrgota eine etwas bessere Quote, weshalb er insgesamt auch „etwas“ besser davonkommt. 🙂

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