Taleb Tawatha (links) und Mijat Gacinovic nach dem Unentschieden gegen den HSV.
Taleb Tawatha (links) und Mijat Gacinovic nach dem Unentschieden gegen den HSV.

Bruno Hübner (Sportdirektor): „Für uns war es heute ganz wichtig, dass wir unsere Negativserie beenden und punkten. Natürlich hätten wir gern gewonnen. Aber im Moment ist das okay für uns. Es ist schwierig, die ganzen Ausfälle zu kompensieren. Jetzt bekamen wir vor Spielbeginn noch die Info vom langen Ausfall von Hasebe. Wir gehen auf dem Zahnfleisch. Dass Marco schon so früh über fast 80 Minuten spielen muss, das zeigt alles. Die wenigen Chancen, die wir uns erarbeiten, die müssen wir natürlich nutzen. Und in dieser Kombination müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.“

Marco Russ: „Es war von Anfang an klar, dass es so ein Spiel werden würde mit vielen Zweikämpfen, vielen Nickligkeiten und langen Bällen. Kein schönes Spiel, wozu noch das Wetter und der tiefe Platz kam. Wir haben uns aber ins Spiel gekämpft und defensiv gut gestanden. Ich habe in der Statistik gesehen, da war ein Torschuss von Hamburg, das zeugt von guter Defensivarbeit im gesamten Team. Vorne fehlt im Moment das letzte Quäntchen Glück oder Zielstrebigkeit und Entschlossenheit, um so ein Spiel dann auch zu gewinnen. Nur weil Hamburg in der Tabelle weit hinten steht, heißt das nicht, dass die Punkt locker flockig eingeplant sind. Man hat heute auch gesehen, Bremen hat zu Hause gegen Leipzig gewonnen, was auch keiner gedacht hat. Ausgenommen von den Bayern kann derzeit jeder jeden schlagen. Alles ist eng beieinander. Wir haben immer auch den Blick etwas nach unten. Klar, wollten wir gewinnen. So gehen wir in jedes Spiel rein. Aber wenn wir nicht gewinnen können, dann wenigstens nicht verlieren. Nach so einer Serie war es auch ganz entscheidend für das Selbstvertrauen heute mal wieder zu Null zu spielen. An der Chancenverwertung werden wir weiterarbeiten. Die Chancen sind ja da und das Glück wird wiederkommen. Alex Meier ist natürlich im Abschluss einer der besten der Liga, aber wir haben auch andere Stürmertypen, die für ein solches Spiel vielleicht besser geeignet sind. Aber Alex wird noch genauso wichtig sein wie die anderen Stürmer. Der Trainer kam heute Morgen zu mir und hat mich gefragt, wie ich mich fühle und ob ich mir die Startelf zutraue, weil Hasebe wohl doch etwas schwerer verletzt ist, wie wir jetzt über ein paar Ecken mitbekommen haben. Ich konnte mich also schon ein bisschen drauf einstellen. Die ersten fünf Minuten habe ich noch versucht mein Navigationssystem einzuschalten. Da war ich etwas wackelig auf den Beinen. Ich wusste dann aber, dass ich mich durch Zweikämpfe ins Spiel reinfinden kann. Dann bekommt man immer mehr Sicherheit, wenn man dann das ein oder andere Kopfballduell, oder in meinem Fall fast alle. Das gibt Ruhe und Sicherheit. Die Jungs haben mir auch sehr geholfen. Die Auswechslung hat mich schon geärgert. Ich hätte gerne zu Ende gespielt, aber die Waden haben dann doch ziemlich zu gemacht, was dem Platz geschuldet war.“

Michael Hector: „Das Gute ist, dass wir uns Chancen herausspielen. Wenn wir dies nicht tun würden, wäre es ein Problem. Aber wir haben Gelegenheiten und das ist das Positive, das wir aus diesem Spiel mitnehmen müssen. Wir haben es heute geschafft, die Niederlagenserie zu stoppen. Wir haben einen Punkt gegen einen guten Gegner geholt. In der Länderspielpause können wir uns nun etwas regenerieren und gut trainieren und dann werden wir auch wieder gewinnen. Die Verletzung von Makoto Hasebe ist schlimm. Aber er ist ein Kämpfer. In den nächsten Wochen werden andere Spieler zurückkommen, sodass wir diesen Ausfall verkraften werden. Wir kämpfen, gewinnen und verlieren als ein Team. Und das ist das, was eine gute Mannschaft und einen gesunden Mannschaftsgeist ausmacht. Wir kämpfen für den jeweils anderen.“ 

Marco Fabián: „Es war ein kampfbetontes Spiel mit vielen Zweikampfen, aber trotzdem hatten wir zwei, drei ziemlich klare Chancen. Wenn wir weiter an der Effizienz feilen, gehen wir vielleicht wieder als Sieger vom Platz. Ich habe versucht, der Mannschaft bestmöglich zu helfen. Immerhin hat die inzwischen überstandene Verletzung es zugelassen, dass ich 90 Minuten gehen konnte. Das hätte ich nicht gedacht, aber es war mit dem Trainer abgesprochen, dass ich so lange spiele, wie meine Beine mich tragen. Es gab einige hitzige Duelle. Die Verletzung habe ich versucht auszublenden. Gott sei Dank hat die Gesundheit mitgemacht. Das gibt mir Vertrauen, dass ich zum einen wieder bei 100 Prozent bin und in den nächsten Tagen und Wochen auch so weiter arbeiten kann. Auch wenn ich natürlich gerne mehr bewegt hätte, damit wir das Spiel für uns entscheiden können. Aber ich denke, es war wichtig heute, nicht zu verlieren. Wir haben jetzt etwas Zeit, um wieder zu sammeln. Die Pause wird uns allen gut tun. Wir werden hart arbeiten, um uns auf den Endspurt vorzubereiten. Kein Spieler ist unersetzlich. Ich werde jetzt die Pause nutzen, um körperlich zu arbeiten, damit ich noch fitter in die nächsten Spiele gehe. Ich habe auch darum gebeten beim Nationaltrainer, dass ich lieber hier bleiben möchte und mich voll auf die Eintracht konzentrieren möchte.“

Timothy Chandler: „Es war von der ersten Minute an ein Kampfspiel. Dieses haben wir gut angenommen und wenig zugelassen. Wir nehmen den Punkt auf jeden Fall gern mit. Wir wollten das Spiel heute auf keinen Fall verlieren. Wir haben alles gegeben und kein Tor kassiert. Damit sind wir zufrieden. Wer vorne keine Tore schießt, darf dann auch hinten keines bekommen. Natürlich müssen wir mal wieder Tore schießen. Das wissen auch unsere Stürmer. Sie versuchen aber auch gegen den Ball zu arbeiten, was sie heute gut gemacht haben. So haben wir hinten heute wenig zugelassen und kein Tor kassiert. Es war schön, dass Marco Russ heute das erste Mal in der Startelf stand. Er kam rein und hat direkt seinen Mann gestanden. Auch für ihn war es gut, dass wir heute nicht verloren haben. Er hat ein ordentliches Spiel gemacht. Wir freuen uns für ihn.“

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1 Kommentar

  1. Verletzungen hin oder her, die spielerische Armut erklärt das nicht. Klar muss man mit nem Punkt zufrieden sein, wenn man fast 90 Minuten den Ball nur lang über das Spielfeld nach vorne bolzt.

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